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Medienmitteilung vom 8.7.2009 - Die blaue Pille - Wie viele Entdeckungen ein Produkt des Zufalls |
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Medienmitteilung der AG STG - Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner - www.agstg.ch
Die blaue Pille
Wie viele Entdeckungen ein Produkt des reinen Zufalls
8. Juli 2009
Bonaduz (ots) Dies ist eine Geschichte über männliche Potenz auf dem Mount Everest,
über die Geldgier der Pharmaindustrie und über unnütze Tierversuche.
Der Pharmakologe Peter Ellis suchte mit seinem Forschungsteam bei der
Firma Pfizer nach einem neuen Wirkstoff zur Behandlung von
Bluthochdruck. Sie entwickelten Sildenafilcitrat, einen spezifischen
Phosphodiesterasehemmer, und glaubten, damit einen grossen Durchbruch
erzielt zu haben. Später zeigten sich jedoch bei anderen Substanzen
bessere Resultate, so wurde fortan ein neues Einsatzgebiet gesucht und
gefunden: Angina pectoris, also Schmerzen aufgrund von
Durchblutungsstörungen am Herzen, welche schlimmstenfalls zu einem
Herzinfarkt führen. Trotz erfolgversprechender Tierversuche zeigten
sich bei ersten Verträglichkeitstests an jungen gesunden Männern
unerwartete Nebenwirkungen. Sie wollten die Studienmedikation nicht
mehr freiwillig zurückgeben. Auf Befragung stellte sich dann heraus,
dass sie stärker und länger anhaltende Erektionen hatten. Daraufhin
wurde das Forschungsteam um Urologen erweitert und ab 1992 das
Forschungsziel abermals geändert. Man nahm sich nun der erektilen
Dysfunktion, also Erektionsstörungen, an. 1998 wurde der Wirkstoff als
Viagra zugelassen und bescherte dem Hersteller schon im ersten Jahr
einen Umsatz von 788 Millionen Dollar. Dies reichte Pfizer jedoch nicht
und so wurde unter anderem bei Bergsteigern auf dem Mount Everest
untersucht, ob es bei Einnahme des Wirkstoffes zu einer Erweiterung der
Lungengefässe kommt, was schliesslich auch zur Zulassung zur Therapie
der Krankheit pulmonalarterielle Hypertonie führte. Um diese Patienten
jedoch nicht zu stigmatisieren, wurde der gleiche Wirkstoff mit neuem
Etikett versehen und heisst in der Schweiz nicht Viagra, sondern
Revatio.
Und die Moral der Geschichte?Wie so oft haben Tierversuche
versagt und nur der klinischen Beobachtung von Menschen ist überhaupt
die lukrative Einnahmequelle für Pfizer zu verdanken.
Die geschilderte Vorgehensweise ist bei Pharmakonzernen durchaus
üblich. Wenn sich ein Medikament beim ursprünglich vorgesehenen
Verwendungszweck nicht bewährt, sucht man nach neuen Indikationen, um
so doch noch satte Gewinne einfahren zu können. Ein anderes prominentes
Beispiel ist der Wirkstoff Thalidomid (Contergan), der ebenfalls
ausgiebigst in Tierversuchen getestet und für unbedenklich befunden
wurde. Deshalb wurde Thalidomid von der Marketingabteilung der Firma
Grünenthal als sicherstes Schlafmittel der Welt sogar Schwangeren
angepriesen. Die Konsequenz daraus ist bekannt: Tausende Kinder wurden
mit entstellten Extremitäten geboren. Der Vertrieb wurde nach langem
Hin und Her schliesslich gestoppt. Inzwischen ist Thalidomid jedoch
wieder im Einsatz, so z.B. bei der Krebserkrankung Multiples Myelom und
der Infektionskrankheit Lepra. Diese beiden neuen Einsatzgebiete wurden
im Zufallseinsatz bei Menschen entdeckt.
In diesem Sinne ärgern Sie sich nicht, wenn Ihr Auto einmal kaputtgehen
sollte, sondern überlegen Sie einen neuen Einsatzzweck. Es könnte ja
gut als Treibhaus für Ihre Radieschen- und Salatkultur herhalten oder
mit einer eingebauten Sauna ein Wellnessparadies bieten.
Dr. med. Alexander Walz
Arzt, wissenschaftlicher und medizinischer Berater der AG STG
Weitere Informationen über Tierversuche finden Sie unter: http://www.agstg.ch
AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner
Kontakt:
Andreas Item
Hauptstrasse 14a
CH-7402 Bonaduz
Tel.: +41 (0)81 630 25 22
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Medienmitteilung vom 22.4.2009 - Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche |
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Medienmitteilung der AG STG - Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner - www.agstg.ch
Zum Gedenken an die 700 000 Opfer einer pseudowissenschaftlichen Forschung
22. April 2009
Bonaduz (ots) Zum «Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche» vom 24. April erinnert die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) an die jährlich 700 000 Versuchstiere, die in der Schweiz unter dem Vorwand wissenschaftlicher Forschung gequält und getötet werden. Entgegen den Vorgaben des Tierschutzgesetzes und dem Wunsch der Bevölkerung, wurden Tierversuche in den letzen Jahren nicht reduziert, sondern haben seit dem Jahr 2000 um über 28% zugenommen!
Um Tierversuche durchzuführen und somit für Jahre hinaus auf Unsummen von Forschungsgeldern zugreifen zu können, werden immer unsinnigere Forschungsgebiete gesucht. Tierversuche mit medizinisch relevantem Nutzen hingegen nehmen jährlich ab.
Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner untermauert diese Aussage mit zwei Zahlen aus der aktuellen Tierversuchsstatistik: Von den heute 254 687 an Schweizer Universitäten und Hochschulen durchgeführten Tierversuchen sind nur 4200 (!), also 1,68%, für die Entdeckung, Entwicklung und Qualitätskontrolle von Arzneimitteln. Und ebenfalls sind von diesen 254 687 Tierversuchen nur 219 (!), also 0,09%, von Gesetzes wegen vorgeschrieben. «Tierversuche an Universitäten und Hochschulen führen die Argumente betreffend medizinischer Notwendigkeit sowie dass Tierversuche infolge gesetzlicher Vorschriften durchgeführt werden müssten, vollkommen ad absurdum» erklärt Andreas Item, der Geschäftsführer der AG STG.
Im Gegensatz dazu nehmen Tierversuche für die sogenannte Grundlagenforschung jährlich zu. Für diese Forschung, die von den Wissenschaftlern selbst als «Mal schauen was passiert wenn ich … »-Forschung bezeichnet wird, sind im Jahr 2007 an Schweizer Universitäten und Hochschulen mehr als 220 000 Tiere gequält und getötet worden.
Dabei ist der Auftrag des Tierschutzgesetzes sowie der Bevölkerung an die Politik klar und unmissverständlich. In einer aktuell durchgeführten Umfrage* der Europäischen Koalition zur Beendigung der Tierversuche sprachen sich 84% für die Abschaffung aller Experimente aus, die mit schwerem Leid für die Tiere verbunden sind. 79% der Befragten sind für ein gesetzliches Verbot von Tierversuchen, die keinen konkreten medizinischen Nutzen haben. Ebenfalls sind 80% der Befragten für die Veröffentlichung von Tierversuchsdaten.
«Es ist absurd zu behaupten, dass das Wissen von Tierversuchen zu medizinischem Fortschritt helfen wird und gleichzeitig werden sämtliche Informationen über durchgeführte Tierversuche weder erfasst noch ausgewertet.» so Andreas Item. «Wenn Tierversuche wirklich von relevantem Nutzen wären, dann würden die Forscher selbst Zugriff auf bereits vorhandene Forschungsdaten fordern.»
Mit der momentanen Situation beginnen die Forscher praktisch immer wieder bei denselben Fragestellungen.
Deshalb fordert die AG STG eine obligatorische Registrierung und Publikation von allen geplanten Tierversuchen sowie die konsequente Auswertung und Erfassung der Tierversuchsresultate in einem zentralen Studienregister.
* Mehr Informationen über die Umfrage finden Sie unter: http://aerzte-gegen-tierversuche.de/infos/eu/259
Weitere Informationen über Tierversuche finden Sie unter: http://www.agstg.ch
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Medienmitteilung 19.12.2008 - Schande über uns! - Stoppen wir endlich Botox-Tierversuche! |
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Medienmitteilung der AG STG - Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner - www.agstg.ch
Schande über uns! – Stoppen wir endlich Botox-Tierversuche!
19. Dezember 2008
Bonaduz (ots) Dies schien heute das aktuelle Motto der Firma Allergan (Schweiz) AG zu sein.
Heute am 19. Dezember 2008 fand vor der Firma Allergan AG in Pfäffikon SZ (Hersteller von Botox®, Botox® Cosmetic und Vistabel®) eine bewilligte Mahnwache gegen die grausamen «Botox-Tierversuche» der Firma statt. Tierversuchsgegner kritisieren schon seit vielen Jahren, dass Allergan Inc. für Kosmetikprodukte jährlich gegen 100 000 Tierversuche macht bzw. machen lässt. Für jede einzelne Produktionseinheit Botox werden bis zu 200 Mäuse auf grausame Weise getötet. Die Firma weigert sich jedoch offensichtlich, die grausamen Tierversuche durch ein tierversuchsfreies Testverfahren zu ersetzen, denn sie versteckt sich seit vielen Jahren hinter der Aussage, dass sie angeblich an einem tierversuchsfreien Testverfahren am forschen sei. Wie konkret diese Forschung sein soll wurde jedoch niemals offengelegt und bereits bestehende Testverfahren und Forschungen ignoriert die Firma scheinbar vollkommen.
Der Firma scheint es aber bewusst zu sein, dass ihr Verhalten jeglichem ethischen Bewusstsein zuwider ist. Als unausgesprochenes Eingeständnis hat die Firma heute infolge der friedlichen Mahnwache der AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) die Firmenwerbung am und vor dem Gebäude demontieren lassen. Was anderes, als das schlechte Gewissen, könnte dies bewirkt haben?
Fundierte Informationen über Botox finden Sie unter: www.agstg.ch/botox.html
Stoppt Botox-Tierversuche – Tierversuche sind gefährlich für Mensch und Tier!
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Allergan-Gebäude mit Firmenwerbung  Allergan-Gebäude ohne Firmenwerbung 
Auch auf der Firmentafel vor dem Gebäude fehlt Allergan (Schweiz) AG 
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Medienmitteilung 2008-10-29 - Tierversuchsstatistik Schweiz 2007 |
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Medienmitteilung der AG STG - Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner - www.agstg.ch
Tierversuchsstatistik 2007 – Alle 43 Sekunden stirbt ein Tier in einem Schweizer Tierversuchslabor
29. Oktober 2008
Bonaduz (ots) Die aktuellen, vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET)
veröffentlichten Tierversuchszahlen, zeigen einen Anstieg von 716 002
Tierversuchen im Jahr 2006 auf 726 392 Tierversuche im Jahr 2007. Dies
bedeutet einmal mehr eine Steigerung der Tierversuche, und zwar um
1.45%. Gegenüber dem Jahr 2000 sind somit die Tierversuche in der
Schweiz um über 28% gestiegen! Die am häufigsten verwendeten Tierarten
sind nach wie vor Mäuse (429 100), Ratten (143 250), Vögel (53 714),
Fische (44 862) aber auch Amphibien und Reptilien (14 727), bei denen
ein besonders starker Anstieg (+ 433%) zu verzeichnen ist. Weiter ist
auch die Anzahl Tierversuche mit Schweinen (+ 366%) und Katzen (+ 48%)
stark gestiegen. Ebenfalls wurden 3 002 Hunde (+24%) und 335 Primaten
(-24%) in Tierversuchen verbraucht.
Die Tierversuchsstatistik berücksichtigt nicht alle für Tierversuche
getöteten Tiere. In der Gentechnik werden unzählige Tiere gezüchtet
und getötet, z.B. wenn der erwünschte Gendefekt nicht vollumfänglich
aufgewiesen wird. Auch Tiere, die bereits bei Zucht, Haltung und
Transport sterben, wie auch sogenannt überzählige Tiere, tauchen in der
Tierversuchsstatistik nicht auf. Ebenfalls nicht die sogenannten
Ersatzgruppen, sollte eine Versuchsgruppe ausfallen.
Sehr stark angestiegen (+10%!) sind Tierversuche mit Schweregrad 3
(schwerste Belastungen). Wie auch im Jahre 2006 waren lediglich 19% der
Tierversuche infolge gesetzlichen Vorschriften durchgeführt worden. Die
Tierversuche in der Industrie haben, wie letztes Jahr auch, weiterhin
abgenommen, hingegen nahmen sie an Universitäten, an der ETH und an
Spitälern weiterhin zu.
Ein starker Anstieg von Tierversuchen (+10%) ist weiterhin in der
Grundlagenforschung zu verzeichnen. Die Grundlagenforschung ist eine
Forschung ohne konkretes Ziel und ohne einen konkreten Nutzen für die
Menschen. Sie dient rein der von Neugierde beherrschten
Wissensvermehrung und dem vorzeitigen Patentieren von z.B. vielleicht
einmal nutzbaren Therapieansätzen. Im Jahr 2000 wurden für die
Grundlagenforschung 197 611 Tiere getötet, im Jahre 2007 waren es
bereits 293 172 Tiere. Dies bedeutet ein Anstieg um 48%.
Besonders schockierend! Für Bildung und Ausbildung wurden 90% mehr
Tiere als im Jahre 2006 verwendet, obwohl es didaktisch hervorragende
Alternativen ohne Tierleid gibt! Gegenüber dem Jahr 2000 sind die
Tierversuche in diesem Bereich um 179% gestiegen. In den USA hingegen
werden bereits 95% aller Ärzte ohne jegliche Tierversuche ausgebildet.
Anstatt der Erforschung sicherer Testmethoden wird immer noch sehr viel
Geld in die völlig überholte Methode Tierversuch gesteckt. Scheinbar
verheissungsvolle neue Methoden werden massiv gefördert, schaffen es
jedoch nicht, die Medizinforschung vorwärts zu bringen. Aktuelles
Beispiel ist die seit 15 Jahren verwendete Krebsmaus. Mit ihr soll
Krebs in ein paar Jahren besiegt sein, hiess es. Zigtausende
potentielle Wirkstoffe wurden an Millionen Krebsmäusen getestet. Viele
davon dämmten den künstlich erzeugten Krebs bei Mäusen ein, jedoch
nicht einer dieser Stoffe konnte bisher erfolgreich beim Menschen
eingesetzt werden.
Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG,
fordert daher seit langem eine schärfere Sanktionierung von
Tierversuchen durch die Behörden, konsequenter Verzicht auf
Tierversuche und die Förderung und Anwendung von geeigneten
tierversuchsfreien Testmethoden statt der Verschwendung von
öffentlichen Geldern für völlig veraltete Forschungsmethoden. Es reiche
nicht aus, dass tierversuchsfreie, sicherere Testmethoden nur gefordert
werden – Sie müssten auch gefördert werden! Auch fordert die AG STG mehr Transparenz bei Tierversuchen, um die grosse Anzahl identischer Mehrfachversuche endlich zu beenden!
Tierversuche können uns keine Sicherheit bieten - Für die Abschaffung der Tierversuche!Die aktuelle Tierversuchsstatistik finden Sie unter: http://www.tv-statistik.bvet.admin.ch/index.php
AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner
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Medienmitteilung 2008-10-03 - Botox, Gefahr für Mensch und Tier |
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Medienmitteilung der AG STG vom 03. Oktober 2008, 11 Uhr
Zum Welttierschutztag am 04. Oktober 2008:
Risiken und Nebenwirkungen von Botox - Stoppt Botox-Tierversuche!
Bonaduz (ots) Immer mehr Menschen träumen von der ewigen Jugend und lassen sich Botox spritzen – was aber viele nicht wissen oder nicht wissen möchten, ist: Für die vermeintliche Sicherheit jeder einzelnen Produktionseinheit müssen unnötigerweise 100 bis 300 Mäuse sterben. Mehr als die Hälfte dieser grausamen Tierversuche werden für kosmetische Anwendungen von Botulinumtoxin-Produkten (u. a. Botox) gemacht.
Die AG STG fordert die Herstellerfirmen schon länger dazu auf, endlich auf tierversuchsfreie Testmethoden umzusteigen. Wieder ist ein Jahr vergangen, wieder mussten alleine für die Produktion von Botulinumtoxin-Produkten gegen 300 000 Mäuse qualvoll sterben, und immer noch haben die Hersteller keine tierversuchsfreie Testmethode validiert. Dies ist ein Desaster ohnegleichen und absolut nicht zu verantworten.
Dies nicht nur wegen der unnötig getöteten Tiere sondern auch wegen uns Menschen.
Die Gefahren und Risiken von Botulinumtoxin-Produkten werden immer deutlicher.
Dem Deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) liegen 210 Berichte unerwünschter Nebenwirkungen vor, darunter auch einige Todesfälle.
Anfangs 2008 hatte die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA vor Botox-Nebenwirkungen gewarnt, nachdem spastisch gelähmte Kinder an den Folgen der Behandlung gestorben waren. Und auch in der Schweiz werden die ersten Todesfälle in Verbindung mit Botox vermutet.
Der grausame LD50-Test, der immer noch für jede einzelne Charge durchgeführt wird, konnte die gefährlichen Nebenwirkungen weder vermuten noch verhindern. Es darf doch nicht sein, dass infolge unsicherer Testmethoden, für kosmetische Produkte Todesfälle in Kauf genommen werden?
Wir fordern nun die Hersteller von Botulinumtoxin-Produkten ein weiteres mal dazu auf:
- Die zur Verfügung stehende tierversuchsfreie Testmethode sofort zu validieren und anzuwenden und auf den LD50-Test konsequent zu verzichten.
- Mit den anderen Herstellern von Botulinumtoxin-Produkten im
kosmetischen wie im medizinischen Bereich zusammenzuarbeiten, damit
gemeinsam ein Testverfahren validiert wird.
- Setzen Sie sich gemeinsam für eine Streichung des LD50-Tests bei der
Swissmedic (Schweizerisches Heilmittelinstitut), der OECD und im
Europäischen Arzneibuch ein.
Um diese Forderungen zu verstärken, wird die AG STG im Rahmen ihrer andauernden «Botox-Kampagne» in den kommenden Monaten noch einige Protestaktionen lancieren.
Sie finden unsere Kampagnenseite mit vielen weiteren Informationen über Botox unter: http://www.agstg.ch/botox.html
Tierversuche können uns keine Sicherheit bieten - Für die Abschaffung der Tierversuche!
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Internet : www.agstg.ch
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Medienmitteilung 2008-09-28 - Für eine zukunftsorientierte Schweizer Forschung |
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Medienmitteilung von Zugetive (Zusammen gegen Tierversuche) vom 28. September 2008
Für eine innovative, zukunftsorientierte und tierfreundliche Schweizer Forschung!
Bonaduz (ots) Am 27. September 2008 fand in Bern eine Veranstaltung für die Abschaffung aller Tierversuche statt. Es wurden diverse wissenschaftliche Modelle vorgeführt, mit denen sich Tierversuche nicht nur ersetzen lassen, sondern sich die Forschungsqualität generell massiv verbessern liesse. Mehr als 300 Personen nahmen am Nachmittag an der Demonstration für die Abschaffung aller Tierversuche teil. Die AG STG, die SLGV und die ATRA hatten zu diesem Tag eingeladen.
Wir fordern, dass sich die Schweiz endlich von der steinzeitlichen Forschung verabschiedet und sich den Weg in eine innovative, sichere und erfolgreiche medizinische Forschung nicht länger selbst verweigert. Tierversuche sind kein Auslaufmodell – Tierversuche sind schon lange «abgelaufen», wie von immer mehr seriösen Studien bewiesen wird.
Wir fordern die konsequente Förderung und Einsetzung von innovativen, seriösen und fortschrittlichen wissenschaftlichen Forschungsmethoden. Um endlich die seit Jahrzehnten erhofften Fortschritte in der Medizin erzielen zu können darf sich die Wissenschaft nicht länger auf vollkommen veraltete Forschungsmodelle stützen.
Wir fordern die totale Abschaffung aller Tierversuche. Wir sind davon überzeugt, dass dies in der Forschung zu keinen nennenswerten Rückschlägen führt, sondern im Gegenteil, ihr endlich zu für die Menschen wichtigen Durchbrüchen verhelfen wird. Die Wissenschaft steht schon seit langem vor grossen Herausforderungen. Sie muss sich nun endlich diesen Herausforderungen stellen.
Wir sind gerne dazu bereit, die medizinische Wissenschaft auf dem Weg in den Erfolg zu beraten und zu begleiten – wann endlich wird die Wissenschaft selbst zu diesem Schritt bereit sein?
Die ausgestellten Modelle zur innovativen und tierversuchsfreien Forschung dienen dem Training sowie der Aus- und Weiterbildung von Ärzten und Chirurgen. Sie werden teilweise in Universitäten und Spitälern bereits eingesetzt. Das Silikon-Modell «ELASTRAT» dient der Übung des Einführens von Kathedern, Stents, usw.. Mit dem Modell «PVC-Ratte» können rund 25 mikrochirurgische Techniken trainiert werden. Im weiteren führte Dr. Massimo Tettamanti diverse Computersimulationen vor, die in verschiedenen medizinischen wie naturwissenschaftlichen Bereichen Tierversuche nicht nur ersetzen, sondern die Ergebnisqualität massiv steigern können.
Bei der Demonstration durch die Berner Altstadt für die Abschaffung aller Tierversuche forderten die Demonstranten die Regierung lauthals auf, in der Forschung endlich die Steinzeit zu überwinden und Tiere nicht einfach als Messinstrumente zu missbrauchen. Die Demonstration war sehr farbenfroh und verlief absolut friedlich.
Viele weitere Angebote an diesem Aktionstag wurden von den Besuchern sehr interessiert aufgenommen.
Wir wollen endlich Fortschritte in der Medizin – und wir wollen Antworten, weshalb tierversuchsfreie Forschung in der Schweiz kaum unterstützt wird!
Für eine innovative, zukunftsorientierte und tierfreundliche Forschung! – Für einen führenden Forschungsstandort Schweiz!
Weitere Informationen, das ausführliche Pressedossier sowie Fotos und Bildmaterial der tierversuchsfreien Forschungsmodelle, der Demonstration sowie des Aktionstages (das mit Quellenangaben frei verwendet werden darf) finden Sie unter: http://www.zugetive.ch/presse.html
Veranstalter:
AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner / www.agstg.ch
SLGV – Schweizer Liga gegen Vivisektion / www.lscv.ch
ATRA – Schweizer Vereinigung für die Abschaffung der Tierversuche / www.atra.info
Kontakt:
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Presseerklärung 2008-04-24: Über 50 000 Unterschriften die Abschaffung aller Affenversuche! |
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Presseerklärung der AG STG vom 24. April 2008
Über 50 000 Unterschriften für die Abschaffung von Affenversuchen
Heute zum «Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche» überreichte die AG STG dem Bundesrat sowie dem eidgenössischen Parlament eine Petition mit 51 400 handschriftlichen Unterschriften für ein totales Verbot von Affenversuchen. Aktivisten in Affenkostümen, eingepfercht in einem Käfig oder fixiert auf dem «Folterstuhl», unterstrichen das Leid der Affen in den Schweizer Tierversuchslabors.
Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz 441 Affen in Tierversuchen eingesetzt. Die meisten dieser Affenversuche können als besonders grausam bezeichnet werden, die Tiere werden teils über mehrere Jahre tagtäglich in den Tierversuchslabors für mehr als fragwürdige Forschungszwecke verwendet. Affenversuche werden in der Schweiz immer wieder wegen besonderer Nutzlosigkeit bzw. infolge besonderer Grausamkeit abgebrochen. Geschehen letztmals 2007 bei Forschungsprojekten der Uni Zürich sowie der ETH Zürich.
Generell, und dies nicht nur in der Schweiz, geraten Affenversuche berechtigterweise immer mehr in die Kritik. 2007 hatten sich mehr als die Hälfte der EU-Parlamentarier für einen Ausstieg aus den Affenversuchen ausgesprochen. Einige Länder haben u. a. Tierversuche mit Menschenaffen bereits per Gesetz verboten.
Weshalb jedoch ist diese ständige öffentliche Kritik an Affenversuchen überhaupt möglich? Dazu Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG: «Hätte sich in den teils schon Jahrzehnte andauernden Schweizer Affenversuchen jemals ein wirklicher und konkreter Nutzen für die Menschen herausgestellt, würden diese wohl kaum ständig so stark in die Kritik geraten».
Auch das Argument von der gesetzlichen Notwendigkeit greift nicht. Kein einziger Affenversuch in den letzen Jahren wurde infolge gesetzlicher Vorschriften durchgeführt.
Die Schweizer Bevölkerung ist klar gegen Affenversuche. In einer aktuellen Umfrage des GfS Zürich im Auftrag von Animal Free Research äusserten sich 72% der Schweizer Bevölkerung sehr kritisch beziehungsweise klar gegen belastende Affenversuche. Nur 5% befürworten weiterhin jegliche Affenversuche.
Weitere Informationen über Affenversuche finden Sie auf unserer Webseite unter: http://www.agstg.ch/affenkampagne/affenkampagne.html
Einige Fotos von der Petitionsübergabe finden Sie
http://www.agstg.ch/petitionen/petitionsuebergabe-affenkampagne.html
AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner
Andreas Item
Brisiweg 34, CH-8400 Winterthur
www.agstg.ch,
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Neues
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- Protestkarte
Keine Tierversuche für («Botox»-)Kosmetika!
zu den Protestkarten
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Neue AG STG
- Aufkleber
Es gibt einige neue Aufkleber gegen Tierversuche.
zu den Aufklebern
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«TV-Tipp! (Sendung im Archiv ansehen)
Diskkussionssendung über Tierversuche
Zur Webseite der Sendung
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«Albatros» Nr. 27 ist online
Das neue Albatros ist erschienen
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