Presseerklärung der AGSTG vom 22. April 2007
Zum Internationalen Tag am 24. April 2007 zur 'Abschaffung der Tierversuche' -
Wieder über 700 000 Tiere im Namen der Wissenschaft verbraucht
Wieder ist ein Jahr vergangen. Wieder wurden alleine in der Schweiz über 700'000 Tiere in Tierversuchen verbraucht. Wieder ist die Zahl der Tierversuche gestiegen. Und wozu?
Die Antwort der Forscher hat sich, seit es Tierversuche gibt, nicht verändert.
«Diese Experimente, ja jedes einzelne Experiment, ist die Hoffnung von Millionen von Menschen.»
Kann man von Hoffnung leben? Die Antwort ist meistens: Ja, man kann. Doch rechtfertigt die Hoffnung ein jahrhundertelanges, brutales Misshandeln und Töten von Tieren?
Diese Frage darf nur eine Antwort kennen: Und dies muss ein klares Nein sein.
Nicht nur der Tiere zuliebe, sondern auch uns Menschen zuliebe. Denn wir Menschen hoffen auf Fortschritte in der Medizin.
Hoffnung darf nicht nur wissenschaftlichem Selbstzweck dienen.
Hoffnung, in diesem Fall Forschung, muss ein Ziel haben, und zwar dem Menschen zu dienen.
Arzneimittelskandale - mit Contergan, Lipobay, Vioxx, TGN 1412 oder dem
neuen Cholesterinsenker Torcetrapib sei nur eine Auswahl genannt -
bringen die Hoffnung immer wieder auf den Boden der Realität zurück.
Diese und zahlreiche andere, massiv im Tierversuch getestete und als
sicher befundene Medikamente, erwiesen sich beim Menschen als
gefährlich oder gar als tödlich.
Wenn also Tausende von Tierversuchen, die für die Entwicklung eines
einzigen neuen Medikaments durchgeführt werden, uns keine Sicherheit
geben können, dürfen wir Menschen uns wirklich das Recht rausnehmen,
Tierversuche durchzuführen?
Der medikamentösen Krankheitsmedizin fehlen die Erfolge. Trotz eines
milliardenschweren Finanzapparats schafft sie es nicht, Krankheiten
wirkungsvoll zu bekämpfen. Jedoch anstatt neue Wege in der Forschung zu
gehen, versucht die Tierversuchslobby mit noch mehr Geld und noch mehr
Tierversuchen, ihre Misserfolge vergessen zu machen.
Mit einer Aktionswoche vom 23. - 28. April 2007 werden wir gegen das
Vergessen ankämpfen, indem wir die Schweizer Bevölkerung über die
Missstände in der Tierversuchsbranche informieren.
* ehemals: Internationaler Tag des Versuchstiers
AGSTG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner
Brisiweg 34, 8400 Winterthur
www.agstg.ch,
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