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Tierversuche im Bereich Kosmetik werden zwar nicht für das Endprodukt, aber für die vielen Inhaltstoffe durchgeführt! Tierversuche im Bereich Kosmetik werden zwar nicht für das Endprodukt, aber für die vielen Inhaltsstoffe durchgeführt! Da sie das Endprodukt nicht testen (dürfen), nennen viele Firmen ihre Produkte tierversuchsfrei.* Von den Produzenten bewusst verschwiegen wird, dass für die Inhaltsstoffe ihrer Produkte oft Tausende Tiere grausam sterben mussten. Denn jeder neue chemische Rohstoff muss in verschiedenen Tierversuchen getestet werden. Damit nun ein neuer Rohstoff nicht unter das Verbot von Tierversuchen für Kosmetik fällt, wird dieser Rohstoff nebenbei noch für ein anderes Einsatzgebiet verwendet, z.B. als Bestandteil eines Farbsprays oder einer Schuhcreme. Ausschliesslich für Kosmetik werden nur etwa 10% der chemischen Inhaltsstoffe entwickelt. Die restlichen 90% der chemischen Inhaltsstoffe werden somit weiterhin nach Chemikaliengesetzen und -verordnungen in Tierversuchen getestet. Glücklicherweise gibt es aber auch ethisch verantwortungsvolle Firmen, die sich dazu verpflichten, nur tierversuchsfreie* Inhaltsstoffe zu verwenden.
* Korrekterweise dürfte man kein Produkt «tierversuchsfrei» nennen, denn wirklich tierversuchsfreie Kosmetik gibt es nicht. Jede Substanz wurde irgendwann (von irgendeiner Firma) im Tierversuch getestet – auch Rohstoffe, die seit Jahrtausenden bereits ungefährlich bei Menschen eingesetzt werden. Dies gilt sogar für Wasser sowie für homöopathische und Naturheilmittel. Dieser Tatsache bewusst, müsste man konsequenterweise auf alle Kosmetika verzichten. Diese Konsequenz müsste man dann aber auch bei Nahrungsmitteln und Kleidung, ja überhaupt bei allen Konsumprodukten anwenden. Denn überall sind irgendwann einmal im Tierversuch getestete Rohstoffe enthalten. Die Vergangenheit kann man jedoch nicht ändern und somit den Millionen bereits qualvoll getöteter Tiere nicht mehr helfen. Aber: Jetzt und in der Zukunft erleiden viele Tiere einen qualvollen Tod in Tierversuchen. Setzen wir somit ein Zeichen im Jetzt und für die Zukunft!
Welche Forschungsschwerpunkte hat die Pharmaindustrie? 90% der Forschungsmittel werden für Krankheiten ausgegeben, die nur 10% der weltweit verlorenen gesunden Lebensjahre ausmachen. Diese Zahl zeigt auf, dass der Schwerpunkt der Forschung nicht auf dem Notwendigen, sondern auf dem Gewinnbringendsten liegt.Alleine in den letzten 25 Jahren wurden 179 neue Mittel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 111 Krebsmedikamente entwickelt. Gegen Tuberkulose, eine typische Armutskrankheit, an der jedes Jahr über 1,7 Millionen Menschen sterben, wurden im gleichen Zeitraum nur 3 Medikamente entwickelt. Besonders lukrativ ist die Entwicklung von Medikamenten gegen Symptome, die normal sind bzw. die jeden Menschen ab und zu betreffen. Dazu zählen Antriebslosigkeit, Müdigkeit, sexuelle Unlust, Nervosität, Appetitlosigkeit, Haarausfall u.v.m. Ein weiterer Schwerpunkt sind Me-too-Präparate (Analog- bzw. Nachahmerpräparate). Dies sind identische Präparate oder geringfügige Abwandlungen von bereits existierenden Medikamenten (im Normalfall von verkaufsstarken Medikamenten der Konkurrenz oder von eigenen Medikamenten mit auslaufendem Patentschutz). Diese Kopien werden produziert, um in einen neuen Markt vorzustossen oder um die Marktherrschaft in einem Bereich auszubauen. Me-too-Präparate haben keinen oder nur einen marginalen zusätzlichen Nutzen für den Patienten. Sie verursachen jedoch fast ebenso viele Tierversuche und Mehrkosten für die Patienten wie neuentwickelte Medikamente. Was bedeutet Grundlagenforschung? Tierversuche werden infolge nicht verwertbarer Ergebnisse immer öfter kritisiert. Doch anstatt daraus Konsequenzen zu ziehen und die Forschung wieder auf den Nutzen für die Menschen zu konzentrieren, suchten Tierversuchsforscher nach einer neuen Rechtfertigung für Tierversuche. Diese fanden sie in der Grundlagenforschung (Grundlagenforschung ist nicht neu, aber in den letzten zwei Jahrzehnten wurde sie massivst ausgebaut). Mit dieser haben sich die meisten Probleme der wissenschaftlichen Rechtfertigung von Tierversuchen praktisch in Luft aufgelöst. Denn die Grundlagenforschung muss keine Forschungsziele formulieren, sie muss keinen für uns Menschen relevanten Nutzen anstreben, sie muss sich nicht der Frage stellen, ob es eine tierfreie «Alternative» gäbe, und sie wird bei den Bewilligungsbehörden zu weit über 99% einfach durchgewinkt.Kurz gesagt: Die wenigen (argumentatorischen) Hürden, die z.B. für die angewandte medizinische Forschung (Entdeckung und Entwicklung von Medikamenten und Therapien) genommen werden müssen, gelten nicht für die Grundlagenforschung. Diese «Anreize» führten und führen dazu, dass Tierversuche in der Grundlagenforschung – im Gegensatz zu solchen der angewandten medizinischen Forschung – jedes Jahr massiv zunehmen. Sie bildet heute den Forschungszweig, der am meisten Tiere verbraucht. Die Zunahme ist zu einem Teil auch darauf zurückzuführen, dass es unsinnigerweise einfacher ist, vom Bund Forschungsgelder für tierexperimentelle Grundlagenforschung zu erhalten, als für konkrete medizinische Forschung. An Schweizer Universitäten wird bei Tierversuchen zu über 90% Grundlagenforschung betrieben. Demgegenüber machen z.B. Tierversuche für die Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln gerade noch 1,5% aus! Bei der Grundlagenforschung geht es primär um die wissenschaftliche Neugier des jeweiligen Forschers. Die Frage: «Was passiert, wenn …?» steht im Vordergrund. Jeder Mensch hat diesen Urtrieb zur Neugier, aber nicht jeder Mensch folgt diesem Urtrieb auf Kosten von fühlenden Lebewesen und vom Steuerzahler.Fragen Sie sich selbst: Sind folgende drei aktuellen – willkürlich ausgesuchten – tierexperimentellen Studien der Grundlagenforschung wirklich sinnvoll? Alle drei wurden in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht: Müssen wir wirklich wissen, dass Fische, wenn man sie tagelang in einer künstlichen Schwerelosigkeit um ihre eigene Achse drehen lässt, seekrank werden und sich dauernd übergeben müssen? Müssen wir wirklich wissen, wie sich ein durch 155 Dezibel (Lautstärke von Gewehrschüssen) verursachtes akutes Lärmtrauma auf Meerschweinchen auswirkt? Oder müssen wir wirklich wissen, dass Silbermöwen nach 6-tägigem Futterentzug kläglich verhungern? Welche Tierarten werden im Tierversuch verbraucht?Tierversuche werden zum grössten Teil an Mäusen (420 000) und Ratten (140 000) durchgeführt(Zahlen gem. CH-Tierversuchsstatistik 2010). Es werden jedoch mit fast allen Tierarten Tierversuche durchgeführt. Dazu zählen Katzen, Hunde, Schweine, Ziegen, Schafe, Pferde, Rinder, Affen, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, Hühner, Vögel, Fische, Delphine u.v.m. In den letzten 10 Jahren haben Tierversuche mit Pferden, Eseln, Hunden, Katzen, Vögeln und Fischen massiv zugenommen. Woher stammen die Tiere?Dabei wird in drei Kategorien unterteilt:
Die dritte Kategorie lässt praktisch jegliche Herkunft zu. Immer weniger Tiere werden in der Schweiz gezüchtet. Demgegenüber werden immer mehr Tiere von nicht anerkannten Stellen im Ausland importiert, wo weniger strenge Vorschriften und Kontrollen existieren. In Versuchstierzuchtanstalten werden Tiere oft speziell mit den vom Forscher verlangten Mutationen bzw. dem verlangten Krankheitsbild gezüchtet (z.B. an der Universität Irchel, Zürich). Versuchslabore können diese wie auch voroperierte oder genetisch manipulierte Tiere ab Katalog bestellen. Wie viele Tiere müssen in der Schweiz für die Forschung leiden und sterben? In der Schweiz werden pro Jahr über 760 000 Tierversuche durchgeführt (Zahlen gem. CH-Tierversuchsstatistik 2010). Mit einer hohen Dunkelziffer muss dabei gerechnet werden.Die Anzahl der Tierversuche hat in der Schweiz seit dem Jahr 2000 stark zugenommen (+35%). Der grösste Anteil entfällt dabei auf die Grundlagenforschung (siehe dazu weiter oben unter: Was bedeutet Grundlagenforschung?). Tierversuche in der angewandten medizinischen Forschung (Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln) nehmen hingegen kontinuierlich ab. Mehr als ein Sechstel aller eingesetzten Tiere wurde genmanipuliert. Das Bundesamt für Veterinärwesen publiziert jedes Jahr eine Tierversuchsstatistik. Diese finden Sie unter: http://www.tv-statistik.bvet.admin.ch/ Nicht gezählt werden in dieser Statistik die Tiere, die für mehrere (verschiedene) Versuche benutzt wurden, die «Ersatzgruppen», sollten Tiere vorzeitig sterben oder ausfallen, sowie die (zumeist schwerstbelastenden) Tierversuche, die infolge Verbots in der Schweiz an ausländische Labore vergeben werden. Ebenfalls nicht gezählt werden die vielen Tiere, die man benötigt, um eine genetisch manipulierte Versuchstierlinie herzustellen. Um 1 bis 2 transgene Tiere zu erzeugen, die exakt den gewünschten Gendefekt aufweisen, müssen hundert Tiere «hergestellt» werden, die anschliessend vom Züchter getötet und als Ausschuss entsorgt werden. Nur rund 20% aller in der Schweiz durchgeführten Tierversuche sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Vier Fünftel aller Tierversuche werden somit nicht aus gesetzlichen Gründen gemacht. Der Grossteil der Tierversuche wird aus Gewohnheit, aus Profitgier, aus Profilierungssucht sowie oft auch infolge fehlenden aktuellen wissenschaftlichen Wissens und/oder ohne konkretes Ziel rein aus wissenschaftlicher Neugier durchgeführt. Keiner der durchgeführten Tierversuche mit Affen ist gesetzlich vorgeschrieben. Die meisten Tierversuche mit Säugetieren sind gesetzlich nicht vorgeschrieben. Fortsetzung im nächsten «Albatros» |







Tierversuche dienen Firmen in erster Linie als Risikoabsicherung gegen Schadensersatzforderungen seitens der Konsumenten. Wenn bei der Entwicklung eines neuen Medikaments viele Tierversuche durchgeführt wurden, ist dadurch die Firma, die dieses Medikament produziert, per Gesetz praktisch vor Regress geschützt: «Dieses Medikament wurde ausgiebig im Tierversuch getestet und als unbedenklich eingestuft.»
Praktisch alles, womit der Mensch jemals in Berührung kommt, wurde und wird in irgendeiner Form an Tieren getestet.
90% der Forschungsmittel werden für Krankheiten ausgegeben, die nur 10% der weltweit verlorenen gesunden Lebensjahre ausmachen. Diese Zahl zeigt auf, dass der Schwerpunkt der Forschung nicht auf dem Notwendigen, sondern auf dem Gewinnbringendsten liegt.
Tierversuche werden infolge nicht verwertbarer Ergebnisse immer öfter kritisiert. Doch anstatt daraus Konsequenzen zu ziehen und die Forschung wieder auf den Nutzen für die Menschen zu konzentrieren, suchten Tierversuchsforscher nach einer neuen Rechtfertigung für Tierversuche. Diese fanden sie in der Grundlagenforschung (Grundlagenforschung ist nicht neu, aber in den letzten zwei Jahrzehnten wurde sie massivst ausgebaut). Mit dieser haben sich die meisten Probleme der wissenschaftlichen Rechtfertigung von Tierversuchen praktisch in Luft aufgelöst. Denn die Grundlagenforschung muss keine Forschungsziele formulieren, sie muss keinen für uns Menschen relevanten Nutzen anstreben, sie muss sich nicht der Frage stellen, ob es eine tierfreie «Alternative» gäbe, und sie wird bei den Bewilligungsbehörden zu weit über 99% einfach durchgewinkt.
Bei der Grundlagenforschung geht es primär um die wissenschaftliche Neugier des jeweiligen Forschers. Die Frage: «Was passiert, wenn …?» steht im Vordergrund. Jeder Mensch hat diesen Urtrieb zur Neugier, aber nicht jeder Mensch folgt diesem Urtrieb auf Kosten von fühlenden Lebewesen und vom Steuerzahler.
In der Schweiz werden pro Jahr über 760 000 Tierversuche durchgeführt (Zahlen gem. CH-Tierversuchsstatistik 2010). Mit einer hohen Dunkelziffer muss dabei gerechnet werden.
