Presseerklärung der AG STG vom 08. Januar 2007
Affenversuche gestoppt! Veto der Tierversuchskommission gegen Affenversuche
Im Herbst 2006 beantragte die Zürcher Tierversuchskommission die
Ablehnung zweier Gesuche um grausame Tierversuche mit Makaken-Affen
durchzuführen.
Das zuständige Amt mit Kantonstierärztin Regula Vogel sah wie wohl
immer keinen Grund zur Ablehnung und erteilte die Bewilligungen.
Die Versuche gehören zu Forschungsprogrammen der Neuroinformatik der
Universität Zürich sowie der ETH Zürich. Die eine Versuchsreihe soll
die Entwicklung leistungsfähigerer Computer unterstützen, mit der
anderen Versuchsreihe sollen weitere Tests für Therapien nach
Schlaganfällen gemacht werden.
Nun hat die Tierversuchskommission Rekurs gegen die Bewilligungen eingereicht.
Sie kritisiert die Methodik des Wasserentzugs, die die Affen zur
Kooperation zwingt, ansonsten die durstigen Tiere nichts zu trinken
erhalten. Auch erachtet die Kommission die Anzahl der Versuchstiere als
viel zu hoch.
Vorgänge wie Wasserentzug verletzen ganz klar das letzte bisschen Würde das man Tieren noch zugesteht.
Nun hat die kantonale Gesundheitsdirektion über die beiden Rekurse zu urteilen.
Falls diese tierschutzgesetzwidrigen und grausamen Versuche dabei
weiterhin gutgeheissen werden, kann der Entscheid ans
Verwaltungsgericht weiter gezogen werden.
Ähnliche Versuche an Affen wurden kürzlich in Bayern sowie in Berlin abgelehnt.
Versuche an Affen kommen immer mehr in die Kritik. Die Kommission für
Tierversuche hatte letztes Jahr die Abschaffung belastender Versuche
mit Menschenaffen sowie die allgemeine Einschränkung von Affenversuchen
gefordert.
Ausgelöst wurde die neue Debatte über Experimente mit Affen durch das
Bekanntwerden der Depressionsversuche an Weissbüscheläffchen an der ETH
Zürich.
Dabei wurden die Jungtiere immer wieder von ihren Müttern getrennt um
herauszufinden, welche depressiven Folgen diese Trennung für die Tiere
hat. Diese vom Schweizerischen Nationalfonds finanziell unterstützten
sowie vom Tierschutzbeauftragten der ETH und der Universität Zürich,
Hans Sigg, unterstützten Versuche wurden zwischenzeitig eingestellt.
Wir von der AG
STG unterstützen diese Begehren. Wir gehen noch einen
Schritt weiter und verlangen ein totales Verbot von Versuchen an
Primaten. Zudem müssen Bewilligungen für Tierversuche endlich
transparent gemacht werden.
Da wir Schweizer diese grausamen Versuche über unsere Steuern bezahlen
müssen, fordern wir das Recht über alle Tierversuche informiert zu
werden.
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