Eine Tiertragödie unbeschreiblichen Ausmasses

Die EU plant unter dem Namen REACH ein Testprogramm, bei dem rund 30’000 Chemikalien, die bereits seit mehr als 20 Jahren auf dem Markt sind, auf ihre Giftigkeit geprüft werden sollen – und zwar grösstenteils in Tierversuchen. Dies bedeutet für viele Millionen Tiere entsetzliches Leid und einen qualvollen Tod. Zudem sind Tierversuche vollkommen ungeeignet, Mensch und Umwelt vor schädlichen Chemikalien zu schützen. Wir fordern, REACH gänzlich tierversuchsfrei durchzuführen.

Warum sollen die alten Chemikalien getestet werden?

Ob in der Kleidung, in Lebensmitteln, in Wandfarbe oder in Kunststoffgegenständen – Chemikalien sind in unserer Konsumgesellschaft allgegenwärtig. Vor 1981 konnten chemische Stoffe auf den Markt gebracht werden, ohne dass hierfür bestimmte Tests vorgeschrieben waren. Doch seit dem Inkrafttreten der EU-Richtlinie 67/548/EEC müssen alle Chemikalien getestet, klassifiziert und entsprechend gekennzeichnet werden. Einige der insgesamt 100’106 Alt-Chemikalien sind mehr oder weniger giftig, bei vielen sind mögliche Gefahren für Mensch und Umwelt noch unbekannt. Diese Datenlücke soll nun gefüllt werden. Auf den ersten Blick ein löbliches Unterfangen. Auf den zweiten Blick offenbart sich jedoch eine Tiertragödie unbeschreiblichen Ausmasses und eine massive Irreführung der Verbraucher, da Tierversuche nicht zur Risikoabschätzung dieser Stoffe beitragen können.

Wie soll das Chemikalien-Programm ablaufen?

Am 7. Mai 2003 wurde von der EU-Kommission der Entwurf zu einem Regelwerk für Chemikalien veröffentlicht. Kern des neuen Regelwerkes ist das sogenannte REACH-System (Registration, Evaluation
REACH: Mit Hunderten Hasen wurde auf das Leid der Versuchstiere aufmerksam gemacht
REACH: Mit Hunderten Hasen wurde auf das Leid
der Versuchstiere aufmerksam gemacht
and Authorisation of Chemicals). Alle Firmen, die eine Chemikalie in einer grösseren Menge als einer Tonne pro Jahr produzieren oder importieren, müssen für jeden Stoff zunächst einen «Chemikalien-Sicherheitsbericht» vorlegen. Dafür sind, unabhängig von der produzierten Menge einer Chemikalie, einige Tierversuche vorgesehen. Die meisten Chemikalien (mit Ausnahme von einigen wenigen Substanzen wie Sonnenblumenöl oder Vitamin C) werden dann unter dem REACH-Programm geprüft. Für die Registrierung müssen die Firmen einen Registrierungsantrag stellen, der Daten aus dem Sicherheitsbericht beinhaltet und eine Auflistung, wie weitere Daten gewonnen werden sollen. Gefordert werden Daten über die Eigenschaften des Stoffes, dazu gehören chemische und physikalische Eigenschaften, aber auch Informationen über ihre Giftigkeit für Mensch und Umwelt. Zuständig für die Registrierung sind eine noch einzurichtende EU-Behörde und Behörden der Mitgliedsstaaten. Die Behörden können weitere Tests verlangen oder vorgeschlagene Tests streichen.

Wie sollen die Chemikalien getestet werden?

Die Chemikalien werden je nach produzierter Menge in Volumenklassen eingeteilt. Für jede der vier Volumenklassen sind Standardtests und eine Deadline, bis wann die Registrierung abgeschlossen sein soll, vorgesehen. Je grösser die Menge, in der eine Substanz produziert wird, desto schneller soll die Registrierung erfolgen und desto mehr Daten, d.h. desto umfangreichere Tierversuche, werden verlangt.

Volumen Tests nach Anlage
Anzahl Chemikalien
Zeit   X*
Tiere pro Stoff
Tiere gesamt
1 - 10 Tonnen
V 20'000
11 Jahre
(2017?)
30 600'000
10 - 100 Tonnen
V+VI
4'600 11 Jahre
(2017?)
1'034 4'756'400
100 - 1000 Tonnen
V+VI+VII 2'900 6 Jahre
(2012?)
2'672 7'748'000
> 1000 Tonnen
V+VI+VII+VIII 2'600 3 Jahre
(2009?)
3'232 8'403'200
Dieser auf dem Richtlinien-Entwurf der EU basierenden Berechnung zufolge werden mindestens 20 Millionen Tiere, Fische und wirbellose Tiere nicht einmal eingerechnet, für das Chemikalien-Programm qualvoll sterben.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin geht sogar von bis zu 45 Millionen Tieren aus, wenn nicht in genügendem Masse tierversuchsfreie Methoden eingesetzt bzw. vorhandene Daten ausgewertet werden.


Welche Tests sollen durchgeführt werden?

Folgende Standardtests sollen für die jeweilige Volumenklasse durchgeführt werden. Je nach Substanz können diese auch durch weitere Tierversuche ergänzt werden.

1–10 Tonnen (Anlage V)

Hautverträglichkeit oder Hautätzung (in vitro = im Reagenzglas)
Schleimhautverträglichkeit (in vitro)
Allergietest (Mäuse oder Meerschweinchen)
Mutagenität (erbgutverändernde Eigenschaften) (in vivo = am lebenden Tier)
Umweltgiftigkeit (Wasserflöhe)

10–100 Tonnen (Anlage VI)

zusätzlich zu Anhang V:
Hautverträglichkeit (Kaninchen)
Schleimhautverträglichkeit (Draize-Test an Kaninchen)
Mutagenität (in vitro)
akute Giftigkeit (oral, dermal oder Inhalation) (Ratten, Kaninchen)
Giftigkeit bei wiederholter Gabe (28 Tage) (Ratten)
Subchronische Giftigkeit bei wiederholter Gabe (90 Tage) (Ratten, Hunde, Schweine, Meerschweinchen, Kaninchen)
Reproduktions-Giftigkeit (Ratten, Mäuse)
Toxikokinetik (Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung der Substanz im Organismus) (Tierart unklar)
akute Umweltgiftigkeit (Fische)

100–1000 Tonnen (Anlage VII)

zusätzlich zu Anhang V, VI:
In-vivo-Mutagenitätstests, wenn vorhergehende Tests positiv waren (Ratten, Mäuse)
Teratogenität (Embryogiftigkeit) an 2 Spezies (Ratten und Kaninchen oder Mäuse und Hamster)
Zwei-Generationen-Reproduktions-Giftigkeit (Ratten, Mäuse)
Umweltgiftigkeit (Langzeittests an Fischen und Wasserflöhen, Kurzzeittest an Regenwürmern; Fisch-Wachstumstest, Fischembryo-Test, Akkumulation bei Fischen, evtl. weitere Tests je nach vorhergehenden Ergebnissen)

1000 Tonnen (Anlage VIII)

zusätzlich zu Anhang V, VI, VII:
evtl. weitere In-vivo-Mutagenitätsstudien (Ratten, Mäuse)
Langzeitgiftigkeit bei wiederholter Gabe (12 Monate) (Ratten)
weitere spezielle Giftigkeitstests können vorgeschlagen werden
Karzinogenität (Ratten, Mäuse, Hamster)
evtl. weitere spezielle Studien
Umweltgiftigkeit (Langzeittest an Regenwürmern und anderen wirbellosen Tieren, Langzeit-Reproduktionstest an Vögeln)

Beispiele für einige der genannten Tests:

Tests auf akute Giftigkeit: Gruppen von Mäusen, Ratten oder anderen Tieren werden vergiftet, um die Dosis zu finden, bei der die Hälfte der Tiere einer Gruppe stirbt. Die Testsubstanz wird den Tieren über eine Sonde direkt in den Magen gepumpt. Je nach Dosierung leiden die Tiere an Vergiftungserscheinungen und sterben qualvoll unter Zittern, Krämpfen, Übelkeit, Erbrechen, Lähmungen, Durchfall, Blutungen, Nierenversagen usw.

Draize-Test:
Der zu testende Stoff wird in die Augen von Kaninchen geträufelt. Die Tiere müssen den äusserst schmerzhaften Test, in einem winzigen Kasten fixiert, über sich ergehen lassen und haben so keine Möglichkeit, sich die Lösung aus den Augen zu wischen. Die Schäden an den Augen, wie Rötung, Schwellung, Ausfluss, Entzündung, Geschwürbildung, werden protokolliert.

Hautverträglichkeitstest:
Kaninchen wird die Testsubstanz auf die geschorene Rückenhaut gerieben. Auch hier werden die Veränderungen der Haut beobachtet.

Warum können Tierversuche keine Chemikaliensicherheit gewährleisten?

Tierversuche sind, insbesondere im Bereich der Giftigkeitsprüfungen, äusserst unzuverlässig. Menschen und Tiere sowie verschiedene Tierarten reagieren auf Gifte zum Teil ganz unterschiedlich. So bestehen erhebliche Unterschiede, u.a. bei der Aufnahme, der Art der Wirkung, der Verstoffwechselung und der Ausscheidung von Chemikalien. Die Ergebnisse aus Tierversuchen können daher nicht auf den Menschen übertragen werden. Tierversuche sind für die Gewährleistung der Sicherheit der Konsumenten völlig ungeeignet. Zahlreiche tierversuchsfreie Verfahren an schmerzfreier Materie wurden bereits entwickelt, die grösstenteils eine sehr gute Übereinstimmung mit den am Menschen gesammelten Daten aufweisen.

Aktion am 8. September 2004 in Brüssel

REACH: Bei der Demo in Brüssel wurden ca. 500'000 Unterschriften übergeben
REACH: Bei der Demo in Brüssel wurden ca. 500'000
Unterschriften übergeben
Tierrechtler aus ganz Europa übergaben den Parlamentariern in Brüssel rund 500’000 europaweit gesammelte Unterschriften. Die Unterzeichner fordern, für das neue Chemikalien-Programm moderne tierversuchsfreie Verfahren zu fördern, anstatt Millionen Tiere zu vergiften.


Menschen für Tierrechte –

Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Roermonder Strasse 4a
D-52072 Aachen

Fotos: Astrid Reinke, Paul Shotton

Wie wir bereits im letzten «Albatros» berichtet haben, unterstützt die AGSTG die Tierschutzorganisation UPA in ihrem Kampf gegen Tierversuche. Die Arbeit von UPA beschränkt sich aber nicht nur auf Tierversuche, sondern umfasst auch noch viele andere Bereiche des Tierschutzes. Im nachfolgenden Bericht möchten wir Sie über die Geschichte und die Aktivitäten dieser vorbildlich agierenden Tierschutzorganisation informieren.

Vor einiger Zeit schloss sich in Lima eine Gruppe tierliebender junger Menschen zusammen und gab ihrer Vereinigung den Namen UPA (Unidos Por los Animales: «Gemeinsam für die Tiere»). Sie nahmen sich verlassener Hunde und Katzen an und brachten sie in einem eigenen kleinen Tierheim unter.


UPA: Protestaktion gegen den illegalen Tierhandel
UPA: Protestaktion gegen den illegalen Tierhandel
Corinne Schirmer, Schweizerin, in Lima aufgewachsen, lebt und arbeitet seit einigen Jahren wieder in Peru. Auch ihr liegen die Tiere sehr am Herzen und bei ihrem Engagement für notleidende Hunde und Katzen lernte sie die Gruppe UPA kennen. Sie bewunderte die jungen Leute, wie sie trotz ihrer bescheidenen Verhältnisse und beschränkten Ressourcen sich selbstlos für die bedürftigen Tiere einsetzten und nichts unversucht liessen, um einem Tier in Not zu helfen. Um der Vereinigung zur Legitimität und damit zu mehr Handlungsfähigkeit zu verhelfen, gründete Corinne zusammen mit den Mitgliedern von UPA einen Tierschutzverein unter dem gleichen Namen. Damit ist die Organisation in der Lage,
öffentlich aufzutreten und auch Spendengelder zu empfangen. 

UPA arbeitet seit Langem eng zusammen mit der Tierschutzvereinigung ALCO (Animales Libres de Crueldad y de Opresión: «Tiere frei von Grausamkeit und Unterdrückung»), die zwar keinen offiziellen Status hat, aber sehr aktiv ist. Federführend für ALCO ist Fabiana Portal, eine sehr engagierte und unerschrockene Tierschützerin, die viele Helfer/-innen an der Hand hat, mit denen sie Manifestationen organisiert, u.a. gegen die grausamen Stierkämpfe und Zirkusvorstellungen mit Tieren. Diesen öffentlichen Manifestationen schliessen sich meist noch viele andere Gruppierungen an, und die Tierschützer erreichen so eine beträchtliche Aufmerksamkeit und die Unterstützung der Bevölkerung. 


Inzwischen hat sich der Tierschutzverein UPA gut etabliert und arbeitet auch zusammen mit Gemeindeverwaltungen und deren Gesundheitswesen. UPA erkannte bald, dass das grösste Problem die Überbevölkerung von Hunden und Katzen in der Millionenstadt Lima ist und dass es dafür nur eine wirksame Lösung gibt, nämlich die Kastration möglichst vieler Tiere. Der Verein konzentriert deshalb heute seine Prioritäten auf die Durchführung von Kastrationskampagnen, welche regelmässig in den ärmsten Bezirken von Lima durchgeführt werden. Sie finden jeweils an Sonntagen statt, an welchen ein sozial engagierter Tierarzt, Dr. Morales, und seine Assistenten mit der Hilfe von Freiwilligen im Durchschnitt 40 Tiere operieren.


UPA: Corinne Schirmer mit ihrem Hund Bandido
UPA: Corinne Schirmer mit ihrem Hund
Bandido
Es gibt auch viele Einzelfälle von herrenlosen oder misshandelten Hunden und Katzen, die durch die Helfer der beiden Tierschutzorganisationen aufgenommen und kastriert, geimpft und gepflegt werden, um sie danach an geeignete Plätze zu vermitteln. Mittlerweile kann UPA auf die Zusammenarbeit mit sieben sozial engagierten Tierärzten zählen, die ihnen, je nach Fall und Ort, für Kastrationen, Operationen und Behandlungen zu bescheidenen Tarifen zur Verfügung stehen.

Zusätzlich leisten UPA und ALCO Öffentlichkeitsarbeit, indem sie an Informationsständen Auskunft geben, an Schulen Wissen über Haustiere und ihre artgerechte Haltung vermitteln oder auf öffentlichen Plätzen Mahnwachen für die leidenden Tiere abhalten, wie zuletzt am Welt-Tierschutztag am 4. Oktober dieses Jahres.


Ein weiteres Anliegen ist das Schicksal der wildlebenden Tiere in Urwaldgebieten, die zu Exportzwecken in grosser Zahl das Opfer von Händlern werden. Da Corinne Schirmer als Geschäftsführerin der Schweizerischen Handelskammer den Auftrag hat, in Peru den Ökotourismus zu fördern, nutzt sie bei dieser Aufgabe jede Möglichkeit, auch den Schutz und das Wohl der Tiere in die Projekte miteinzubeziehen.


Es gibt noch viel zu tun, um den Tieren in Peru zu einem besseren Leben zu verhelfen. Dies ist nur möglich dank dem grossen Einsatz der tierliebenden Menschen im Lande selbst und der Unterstützung, die sie von wohlgesinnten Tierfreunden und Organisationen wie der AGSTG und Animal Life aus dem Ausland erhalten.


Die Aktivitäten von UPA im Einzelnen:

UPA: Eine der vielen Kastrationskampagnen
UPA: Eine der vielen Kastrationskampagnen
Alternative und unschädliche Lernmethoden an den Universitäten unter dem Motto «Lernen, ohne zu töten»
An den Universitäten werden humane, effiziente und brauchbare Alternativen zur Verwendung von Tieren in den verschiedenen Disziplinen der biologischen Wissenschaften präsentiert, welche bereits in vielen andern Ländern Anwendung finden. Es sind dies mit Computer simulierte Übungen, Videos, Modelle aus Kunststoff, ethisch erworbene Kadaver (von Tieren, die eines natürlichen Todes gestorben oder verunfallt sind oder die aus medizinischen Gründen euthanisiert werden mussten), Diagramme, klinische und chirurgische Übungen, beaufsichtigt und unterstützt, mittels Eingriffen an Tieren, welche behandelt oder operiert werden müssen. Auf diese Art sollen Praktiken an gesunden Tieren, welche von der Strasse oder aus dem Tollwutinstitut geholt werden, vermieden werden.

Reglementierung des Gesetzes für den Tierschutz 27265

Das Gesetz für den Tierschutz ist noch nicht reglementiert. Aus diesem Grunde werden Vergehen gegen die gesetzlichen Bestimmungen nicht bestraft. Seit fünf Jahren wird die Reglementierung dieses Gesetzes verlangt, damit Gewalt und Misshandlungen an Tieren geahndet werden können.

Ethische Kontrolle der städtischen Tierbevölkerung

Der Überbevölkerung der in der Stadt Lima lebenden Tiere wird mit intensiven und regelmässigen Kastrationskampagnen entgegengewirkt. Damit wird die Übertragung von Krankheiten auf den Menschen verhindert und die hygienischen Bedingungen in den bevölkerungsreichsten Gebieten des Landes verbessert. Dieses Programm wird bis jetzt zum grössten Teil ohne die Mitwirkung der Behörden realisiert. Seit Beginn dieses Programms vor einem Jahr konnten über 1000 Tiere in Lima und in der Provinz kastriert werden.

Erziehung zur verantwortungsvollen Haltung von Heimtieren

Mittels Erziehungskampagnen und Programmen werden Studenten und Schüler, aber auch die Bevölkerung im Allgemeinen, über die verantwortungsvolle Haltung von Heimtieren informiert.  Auf diese Weise wird die schlechte Behandlung von Tieren aus Gleichgültigkeit oder Unwissenheit verhindert und das Zusammenleben der Menschen mit den Tieren in unserer Gesellschaft verbessert.

Antistierkampf-Kampagne «Fuerza Toros» (Mut, Stiere!)

Seit August 2005 werden Unterschriften gesammelt, um die Stierkämpfe in das Tierschutzgesetz 27265, Artikel 2, Abschnitt A, aufzunehmen, welches besagt:
Bekämpfung und Verhinderung jeglicher Art grausamen Vorgehens gegen Tiere, um unnötiges Leiden zu vermeiden. Und im Artikel 3, Abschnitt B, heisst es: Weder den Tieren unnötiges Leid verursachen noch zulassen, dass ihnen solches zugefügt wird, was auch dem Entscheid vom 13. April 2005 des Verfassungsgerichtes entspricht, welcher den Stierkampf als «Spektakel nichtkultureller Art» klassiert. Laut einer Umfrage durch die Universität von Lima lehnen 70% der Befragten den Stierkampf ab.

Kampf gegen den illegalen Handel mit Wildtieren

Der illegale Handel mit aller Art von Fauna und Flora ist eine der wichtigsten Ursachen für den Verlust der Artenvielfalt des Planeten. Aus diesem Grunde arbeiten die Tierschutzorganisationen für die Erhaltung und den Schutz der Wildtierarten und ihres Lebensraumes als einzigartiger Schatz der peruanischen Artenvielfalt. Zurzeit geschieht dies in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Lima, der Ökologischen Polizei, DIGESA (Generaldirektion für Gesundheit), INRENA (Nationales Institut für Natürliche Ressourcen), SERENAZGO (Gemeindepolizei) und SUNAT (Nationale Steuerbehörde), um den Verkauf der Wildtiere in der Stadt Lima zu eliminieren und in Zukunft gemeinsam Strategien zur Erhaltung der Artenvielfalt zu entwickeln.

Kampagne gegen den Einsatz von Tieren im Zirkus

Es wurden die Zustände in den Zirkusunternehmen untersucht und diese zum Teil mit versteckter Kamera dokumentiert, um der Öffentlichkeit die Misshandlungen aufzuzeigen, denen die Tiere im Zirkus ausgesetzt sind. Die zuständigen Behörden werden ersucht, ein Gesetz auszuarbeiten, welches Zirkusvorstellungen mit Tieren verbietet.

UPA: Einer der vielen Hunde, die gerettet wurden und nun auf ein neues Heim warten
UPA: Einer der vielen Hunde, die gerettet
wurden und nun auf ein neues Heim warten
Spendenkonto:
Raiffeisenbank rechter Zürichsee
8708 Männedorf
PC-Konto Br. 30-38153-3
zugunsten:
Kto. 14564.47
Corinne Schirmer
UPA (Unidos Por los Animales)
Glärnischstrasse 34
8712 Stäfa

Stop Huntingdon Animal Cruelty (SHAC)

Huntingdon Life Sciences (HLS) in England ist Europas grösstes Auftrags-Tierversuchslabor.
Auf dem HLS-Gelände «leben» ungefähr 70'000 Tiere, wie Affen, Hunde, Katzen, Hasen, Hamster, Meerschweinchen und Vögel.
HLS testet alles und für jedermann!

HLS ist eine Firma, die Auftragsversuche für Pharmafirmen, medizinische Einrichtungen und Prüfstellen oder chemische Fabriken im In- und Ausland (auch für die Schweiz) durchführt. Sie vergiften Tiere auf Wunsch u.a. mit Haushaltprodukten, Schädlingsbekämpfungsmitteln, Drogen, Unkrautvernichtungsmitteln, Lebensmittelfarbstoffen und -zusätzen, Süss-Stoffen und genetisch veränderten Organismen.

HLS: Einer der vielen Täter...
HLS: Einer der vielen Täter...
In den vergangenen Jahren gelang es, verdeckte Ermittler als Mitarbeiter in die Labors einzuschleusen. In der amerikanischen Niederlassung z.B. hielt eine Aktivistin von PETA (People for the Ethical Treatment of Animals, USA) neun Monate durch. Die so beschafften Foto- und Videoaufnahmen schockten die Öffentlichkeit. Jedes Mal neue, entsetzliche Beweise von bösartigem Tiermissbrauch, unfähigem Personal und Lügen und Betrügereien, was die Versuche selber anbelangt und über deren angeblichen wissenschaftlichen Erfolg. Die Aufnahmen zeigen Angestellte, die Beagle-Welpen mit der Faust ins Gesicht schlagen, weil sie die schmerzvolle Behandlung nicht still über sich ergehen lassen wollen. Sie zeigen betrunkene Angestellte und sie zeigen, wie Testdaten verfälscht werden.

Das Foto- und Videomaterial diente für immer mehr aufsehenerregende Aktionen. 1997 wurde über den Fernsehsender Channel Four eine Reportage ausgestrahlt, die eine derartige öffentliche Empörung auslöste, dass sich Aktionäre und Kunden zurückzuziehen begannen und das Spitzenunternehmen in finanzielle Bedrängnis geriet. Auch eine gerichtlich verhängte Strafe gegen einige Angestellte konnte den Ruf der Firma nicht wiederherstellen.

HLS: ...und eines der vielen Opfer
HLS: ...und eines der vielen Opfer
1999 wurde in England, von einer Gruppe Tierrechts-Aktivisten, SHAC (Stop Huntingdon Animal Cruelty – Stop Huntingdon-Tierquälereien) gegründet. (Dieselben Aktivisten hatten zuvor die Beagle-Zucht Consort Kennels und die Hillgrove-Katzenfarm zum Aufgeben gezwungen, siehe «Albatros» Nr.12.) Innert kurzer Zeit schlossen sich zahlreiche Tierschützer der Gruppe an und bewirkten mit täglichen Demonstrationen und Protestcamps vor den beiden Betriebsstätten in Grossbritannien (eine dritte befindet sich in New Jersey, USA), dass HLS in den Schlagzeilen blieb und immer höhere Kosten für Sicherheitsmassnahmen aufbringen musste. SHAC startete eine Kampagne, die alle Kräfte bündelt und nur ein Ziel kennt: die vollständige Schliessung des Weltunternehmens HLS. Sie führt einen scharfen Ton und setzt ungewöhnliche Strategien ein.

Als besonders wirkungsvoll erwies sich der Weg, die Geldgeber, Banken und Aktionäre von HLS ins Visier zu nehmen. Über Internet werden deren Adressen und die ihrer wichtigen Mitarbeiter veröffentlicht, Telefonlisten verteilt und Daten für gezielte Anrufe abgesprochen. Tierrechtsgruppen halten vor den Türen der jeweiligen Institutionen und Privatwohnungen Demonstrationen ab, stören Aktionärsversammlungen, dringen lautstark in Direktionsbüros ein und verteilen Flugblätter an überraschte Angestellte und ahnungslose Nachbarn. Die Finanziers von HLS – auch in den USA, in Europa und Japan – werden aus der Anonymität gezogen und zum Bruch mit HLS aufgefordert.

Längst ist SHAC zu einer weltweit agierenden Organisation geworden. Es gibt aktive Gruppen in den USA, in Holland, Deutschland, Italien und anderen Ländern, die sich vereint und global dem Kampf gegen HLS und die Auftragsfirmen stellen.

Einsamer Tod nach langen Qualen
Einsamer Tod nach langen Qualen

SHAC zeigt auf eine neue, sehr eindrückliche Weise, wie erfolgreich eine Kampagne sein kann. Was zählt, ist der Erfolg, und ein Erfolg ist alles, was HLS dem Untergang näher bringt.
Die Idee, die Firma finanziell zu ruinieren, scheint die richtige Taktik zu sein. Der in Verruf geratene Tierversuchsriese verlor gleich reihenweise seine Finanziers. Die Aktien fielen binnen weniger Monate ins Bodenlose. Die Banken, darunter grosse wie Barclays Bank oder die Royal Bank of Scotland, kündigten dem Unternehmen, nicht zuletzt durch Aktionen der Tierschützer, die Zusammenarbeit auf. Der Konkurs stand vor der Tür. Im Juni 2001 kam es so weit, dass HLS keine einzige Bank mehr fand, die auch nur ein Girokonto zu führen bereit war. Im letzten Moment sprang die Bank of England auf Veranlassung der Regierung (!) ein und rettete so die Firma vor der geschäftlichen Handlungsunfähigkeit. In England ist umstritten, ob die Regierung überhaupt zu dieser Hilfe für eine private Aktiengesellschaft berechtigt ist. Das Girokonto erlaubt allerdings keine Überziehungen und Kredite, sodass die Zukunft von HLS auch insoweit noch nicht als gesichert gelten kann. HLS hat Millionen Dollar Schulden. Die wenigen verbliebenen Geldgeber werden weiterhin von SHAC und unabhängig agierenden Gruppen heftig attackiert.

SHAC ist fest davon überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis HLS seine Pforten für immer schliesst. Die Beharrlichkeit und der lange Atem der Aktivisten wird mit ausschlaggebend sein, ob sie es wirklich schaffen. Hätte die britische Regierung das Unternehmen nicht mit Millionen Dollar gestützt, wäre es wahrscheinlich schon nicht mehr im Geschäft.

(Einzelheiten über den Verlauf der Kampagne können unter: http://www.shac.net nachgelesen werden, leider nur in Englisch.)


Folgende Schweizer Firmen (unterstrichen) oder ausländische Firmen mit Niederlassungen in der Schweiz haben 2005 bei HLS Tierversuche in Auftrag gegeben. Auch Ciba ist ein HLS-Kunde, hat allerdings 2005 keine Versuche durchführen lassen.

Abbott Labs

ACTELION Pharma

Arpida

Astellas Pharma (Formerly Yamanouchi)
AstraZeneca
Bristol Myers Squibb
Dow AgroSciences & Dow Chemical
GSK (GlaxoSmithKline)
Novartis

Orion Pharma
Pfizer
Quintiles
Roche

SABEX2002 INC (Novartis)
Sanofi Pasteur & Aventis Pasteur
Syngenta
Teva

Ciba Speciality Chemicals



Verdeckte Ermittlungen:

1981: Sarah Kite (B.U.A.V.) arbeitet undercover im Huntingdon Research Centre (HRC) für acht Monate.

1997: Zoe Broughton arbeitet undercover für 64 Tage bei HLS in Cambridgeshire, UK.

1997: Michelle Rokke (PETA) arbeitet undercover bei HLS in New Jersey, USA, für 9 Monate.

Im September 2000 veröffentlicht der «Daily Express» geheime Dokumente und stellt HLS bloss (Cambridgeshire, UK).

Im Oktober 2000 bekommt SHAC Dokumente und Videoaufnahmen aus dem HLS- Laboratorium in Suffolk, UK.

Im April 2003 veröffentlicht der «Observer» (Zeitung) vertrauliche Dokumente über Xenotransplantations-Experimente, die von HLS gemacht worden sind. Über 5 Jahre hat die Schweizer Firma Novartis Tierversuche bei HLS durchführen lassen, bei denen Herztransplantationen vorgenommen wurden, indem man die Herzen von Schweinen Primaten einsetzte. Baboons wurden aus den afrikanischen Savannen entführt, um in kleinen Stahlkäfigen qualvoll zu sterben. Die Dokumente enthüllen, dass allein ein Viertel der Affen durch technisches Versehen umkam. Das erste Mal kommt die Tragweite des Verbrechens «Vivisektion» so richtig ans Licht, offenbart, welch ein Skandal sich dahinter verbirgt, betrügerische Machenschaften der Regierung, unfähiges Personal und Tierqualen, die für einen normal empfindenden Menschen nicht vorstellbar sind.

2004
bekommt SHAC Zugang zu geheimen Dokumenten, die zeigen, wie HLS für zwei japanische Firmen im Jahre 2003 Beagles und Mäuse vergast, um HCFC 22 und HCFC 23 zu testen, wobei HCFC 22 in vielen Ländern schon verboten ist und später weltweit nicht mehr geduldet werden soll.

Herzzerreissende Tagebucheintragungen  der Undercover-Aktivisten und Videos (leider nur in Englisch) unter:
http://www.shac.net/HLS/exposed.html

Nur auf den ersten Blick scheint es zwischen Tierversuchen und Fleischkonsum keinen Zusammenhang zu geben. Bei genauerem Betrachten findet man jedoch viele Parallelen:
Die Tierversuche werden von einer finanzstarken und einflussreichen Lobby genauso gefördert wie der Fleischkonsum. Bei beiden werden mit der Angst die Menschen manipuliert: Bei Tierversuchen mit der Angst vor Krankheiten, für die es (noch) kein Medikament gibt, beim Fleischkonsum vor der Angst krank zu werden, wenn man kein Fleisch mehr isst (insbesondere in Bezug auf Kleinkinder).
Doch bei beiden Themen gibt es auch gut informierte Experten, welche dieser Angstpropaganda widersprechen und aufzeigen, dass weder der medizinische Fortschritt noch die menschliche Gesundheit unter einer Veränderung leiden würde.

Zivilisationskrankheiten

Doch der Zusammenhang ist noch stärker: Viele Tierversuche werden heute gemacht, um Heilmittel für Krankheiten zu finden, welche durch ungesunde (fleischzentrierte) Ernährung mitverursacht wurden. Ein Beispiel: Eine der grössten gesundheitlichen Herausforderungen der heutigen Zeit ist das krankhafte Übergewicht (Adipositas). Weltweit leiden heute bereits mehr Menschen an Übergewicht als an Unterernährung. Dabei ist allgemein bekannt, dass Vegetarier viel weniger unter Adipositas leiden als die übrige Bevölkerung (am wenigsten leiden Veganer darunter, die gar keine tierischen Produkte konsumieren). Aber auch Diabetes (Typ 2) und andere sogenannte Zivilisationskrankheiten sind unter Vegetariern seltener zu finden.
Anstatt einfach die Ursachen, den krankmachenden Lebensstil, zu korrigieren, werden heute immer mehr Tierversuche gemacht, um die Symptome zu unterdrücken. Eine «Schlankmacher-Pille» würde Milliardengewinne für ein Pharmaunternehmen bedeuten. Und die Behandlung des Diabetes ist schon heute ein Milliardengeschäft für die ganze Gesundheitsindustrie.

Ursachen erkennen, statt Symptome unterdrücken

Gerade bei der Bekämpfung von Zivilisationskrankheiten, die hauptsächlich durch den heutigen Lebensstil verursacht werden, können künstliche Tierversuche in den Labors keinen Weg zur Gesundheit zeigen, sie können aber von den eigentlichen Ursachen der Erkrankungen ablenken. Endlose Tierversuchsreihen werden nie zur Heilung auch nur einer dieser Zivilisationskrankheiten führen. Durch die starke Verbreitung dieser Krankheiten wird es aber ein Leichtes sein, auch in Zukunft genügend Angst davor zu verbreiten, um Gelder für weitere Tierversuche zu erhalten.
Ein wichtiger Schritt gegen Tierversuche ist deshalb, dass man sich über die Ursachen von Krankheiten informiert und seinen krankmachenden Lebensstil korrigiert. Natürlich gehören hierzu auch genügend Bewegung, gesunde Luft etc.
Doch die Ernährung ist hier ein zentraler Punkt. Immerhin ernähren sich fast alle von uns mehrmals täglich. Wir haben es also mehrmals täglich in der Hand, ob wir uns für eine gesunde, umwelt- und tierfreundliche Ernährung entscheiden oder für eine krankmachende Ernährung im Vertrauen, dass die Wissenschaftler mit noch mehr Tierversuchen irgendwann einmal eine Pille gegen alle daraus entstehenden Krankheitssymptome erfinden.
Unsere Gene und die Luft, die wir atmen, können wir kaum beeinflussen, unsere Ernährung liegt aber in unserer Hand.

Andere Mensch-Tier-Beziehung

Ein weiterer Zusammenhang zwischen der Ernährungsweise und der Einstellung zu Tierversuchen besteht in der Beziehung zum Tier: Solange man es akzeptiert, dass man Tiere ihr Leben lang einsperrt und anschliessend, noch kaum erwachsen, tötet, bloss um den Gaumen der Menschen zu befriedigen, wird es auch kaum möglich sein, die Tiere als leidensfähige Mitgeschöpfe zu achten. Doch ohne jegliche Achtung für die Tiere werden sie auch weiterhin blosse Arbeitsinstrumente in den Tierversuchslabors bleiben. In beiden Fällen also nur ein Mittel zum scheinbaren Nutzen des Menschen.
Personen, die es als richtig erachten, Tiere bloss zur Befriedigung des eigenen Gaumens zu töten und oft sogar lebenslang zu quälen, sind unglaubwürdig, wenn es darum geht zu beurteilen, ob Tierversuche sinnvoll sind. Denn wenn man sogar für solch einen niederen Grund wie die Lustbefriedigung bereit ist, das Leben der Tiere zu opfern, wie viel mehr müsste man dann bereit sein, die Tiere der Wissenschaft zu opfern (selbst wenn die meisten Tierversuche keinen wissenschaftlichen Fortschritt bringen)?
Es ist umstritten, wie hoch der medizinische Nutzen der Tierversuche ist. Es steht hingegen eindeutig fest, dass weder den Tieren noch den Menschen geholfen ist, wenn man seinen Gaumen mit dem Körper der getöteten Tiere befriedigt.

Selbstverantwortung

Natürlich gibt es zwischen Tierversuchen und Fleischkonsum auch Unterschiede. Der wohl zentralste ist, dass wir tagtäglich mit Nahrungsmitteln zu tun haben (bei jedem Essen) und uns somit jeden Tag für oder gegen den Fleischkonsum entscheiden können. Mit Tierversuchen befassen sich die allermeisten von uns nur theoretisch. Wir kommen kaum je in die Lage (aus beruflichen Gründen) einen Tierversuch selbst durchführen zu müssen. Deshalb ist es auch viel leichter, gegen Tierversuche zu sein als gegen den Fleischkonsum.
Beim Kampf gegen Tierversuche verlangt man von anderen Menschen bzw. Organisationen eine Verhaltensänderung. Beim Fleischkonsum muss diese Verhaltensänderung von uns selbst kommen. Dies ist immer schwerer.
Das heisst aber auch, dass man sofort etwas gegen den Fleischkonsum und seine Folgen tun kann, da wir uns jeden Tag für oder gegen den Konsum von toten Tieren entscheiden können. Bei den Tierversuchen sind wir auf die Gunst anderer angewiesen (Firmenleitungen, Wissenschaftler, Politiker). Obwohl sicher beides wichtige Anliegen sind, sollte man immer bereit sein, selbst seinen Beitrag zu leisten. Insbesondere wenn man auch von anderen eine Verhaltensänderung fordert.

Nach dieser Einführung in die Zusammenhänge der beiden Themen Tierversuche und Fleischkonsum wird in künftigen «Albatros»-Ausgaben genauer auf die weiteren Vorteile der vegetarischen Ernährung eingegangen.


Renato Pichler
Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV)
www.vegetarismus.ch
Francis Bacon (1561-1626) war ein englischer Staatsmann und Philosoph, gleichzeitig Generalstaatsanwalt seiner Majestät und als solcher mit den damaligen Hexenprozessen betraut. Von ihm stammt der Ausspruch: «Die Natur ist eine Sklavin, die man mit Hunden hetzen und so lange foltern muss, bis sie ihre letzten Geheimnisse preisgibt.» Diese unglückselige Philosophie durchzieht gerade unsere heutige Zeit wie ein roter Faden, und ihre Früchte sind heute jedem informierten Bürger angesichts der naturzerstörenden Industrie klar vor Augen.
  

Die Irrlehre des Tierversuchs

Er war aber nicht der einzige Verkünder einer so furchtbaren, folgenschweren Irrlehre. Da gab es noch einen Descartes (1596-1650) und einen Claude Bernard (1813-1878), die Wegbereiter grausamer Tierversuche. Descartes, ein französischer Philosoph, vertrat die Ansicht, dass die Schmerzensschreie gequälter Tiere nicht anders zu werten seien als das Quietschen einer Maschine. Claude Bernard, ausgerechnet Arzt, schnitt bei seinen Experimenten den von ihm auf Bretter genagelten Tieren bei vollem Bewusstsein die Leiber auf und nahm sie zur Beobachtung nachts noch mit in sein Schlafzimmer. Ihnen ist es mitzuverdanken, dass die medizinische Wissenschaft, anstatt der Tierversuchspraktik in ihrer Sinnlosigkeit, Brutalität und vor allem in ihrer Gefährlichkeit für den Menschen abzuschwören, immer noch den blutigen Weg des Tierexperimentes beschreitet und zusammen mit der mächtigen Pharmaindustrie viele Ärzte zu deren Erfüllungsgehilfen werden lässt.
  

Das oberste Gebot des Arztberufes

So wie uns heute im Nachhinein Hexenverbrennungen und Sklavenhandel unvorstellbar erscheinen, so ist es im selben Masse unbegreiflich, dass der Massenmord an unseren Mitgeschöpfen vom Klerus akzeptiert und von Wissenschaft und Gesetzgeber als unverzichtbare Notwendigkeit angesehen wird. Die Erhaltung und der Schutz des Lebens sind das oberste Gebot unseres Arztberufes. Dieses Ziel kann aber niemals dadurch erreicht werden, dass die forschende Wissenschaft Leben milliardenfach vernichtet.

Es gibt kaum einen Bereich der Forschung, in dem man sich nicht der Tiere als Versuchsobjekte bedient. Weltweit werden pro Jahr 300 Millionen Versuchstiere getötet. Bereits in der medizinischen Ausbildung, für die an unseren Universitäten jährlich Tausende Tiere getötet werden, widersprechen Tierversuche den ethischen Prinzipien des Arztberufes. Wie sollen Studenten Verständnis für die Leiden späterer Patienten aufbringen, wenn sie gezwungen werden, durch Experimente an eigens zu diesem Zweck getöteten Tieren abzustumpfen und eine Weigerung, an solchen teilzunehmen, das Aus des Studiums bedeutet. Es gibt in der medizinischen Ausbildung weit über 500 hervorragend geeignete tierversuchsfreie Lehrmethoden, aber einzelne unbelehrbare Professoren halten unbeirrbar an Tierexperimenten fest. Professor Reich sagt hierzu: «Es kann doch niemand so dumm sein zu glauben, dass derselbe Arzt, welcher vormittags Tieren entsetzliche Qualen zufügt, nachmittags seine Mitmenschen mit Feingefühl behandeln wird.»

In Fragen der Ethik darf es keine Kompromisse geben

Es scheint ausgeschlossen, dass ein normal empfindender Mensch, sobald er selbst Tierversuche durchführt, anschliessend immer noch normal empfinden kann. Es muss eine Wesensveränderung in ihm vorgehen, wenn eine solche nicht anlagemässig bei ihm bereits vorhanden war. Die meisten Tierexperimentatoren setzen sich über die Begriffe Ethik und Moral leichtfertig hinweg. Sie haben ihre eigene Zweckethik aufgebaut. Der Münchener Pharmakologe Professor Forth sagte wörtlich: «Wir sind das Mass, und meine Ethik, die mache ich mir selbst.» Und Professor Singer vom Max-Planck-Institut, ein erbarmungsloser Experimentator an Katzen- und Affenhirnen, hält uns entgegen: «In Fragen der Ethik muss es Kompromisse geben, da sie einem ständigen Wandel unterliegt.»

Das ist jedoch ein verhängnisvoller Irrtum! Ethik ist unteilbar. In der Frage der Ethik kann und darf es keine Kompromisse geben, denn sonst könnte ja jeder Wissenschaftler Ethik nach seinen eigenen Bedürfnissen interpretieren, selbst für Versuche, die so grausam sind, dass sie das Vorstellungsvermögen eines normal empfindenden Menschen übersteigen. Zum Beispiel die Experimente von Uwe Jürgens und Chang Lu am Göttinger Primatenzentrum, die die Gehirne von 52 Affen nach Einbringen von Stahlsonden in bestimmte Gehirnbereiche und Einspritzen von 19 Substanzen chemisch und elektrisch so lange reizen, bis die Tiere Schmerzensschreie ausstossen, die die Forscher dann noch auf Tonband aufnehmen. Diese Versuche werden über längere Zeit sechsmal am Tag für jeweils eine halbe Stunde durchgeführt. Das bedeutet drei Stunden entsetzliche Tierqual pro Tag. Und wenn die Schreie plötzlich ausbleiben, werden die Tiere getötet und ihre Gehirne histologisch untersucht. Diese Experimente dienen der bereits bekannten Fragestellung, welche Hirnzentren für die Schmerzäusserungen verantwortlich sind.* Es wäre einmal interessant zu wissen, was in dem Gehirn und vor allem im Herzen von Experimentatoren vorgeht, wenn sie die Schmerzensschreie der von ihnen gequälten Tiere im Nachhinein noch einmal auf Tonband anhören.

Und da haben die beiden Erlanger Professoren Handwerker und Kessler die Stirn zu behaupten: «Die Vorstellung, dass es sich bei Tierversuchen um Grausamkeiten handelt, gehört ins Reich der Fabel.»

Es ist nicht so, dass tierquälerisch arbeitende Experimentatoren sich ihre Schuld im Stillen nicht doch eingestehen würden, aber die Angst vor persönlichen Nachteilen bei Verzicht auf Tierversuche sowie das mühevolle Umlernen auf tierversuchsfreie Methoden lassen ein Besinnen auf ethische Aspekte gar nicht erst aufkommen.

Man kreidet uns Tierrechtlern oftmals an, dass wir zu keinem Kompromiss bereit seien. Kompromisse mögen in der Politik angebracht sein - Kompromisse, wenn es um Tiermord geht, gibt es nicht. Wir können zwar die Welt der Tiere nicht zu einem Paradies machen, aber wir müssen sie davor bewahren, die Hölle zu sein.

Gründe gegen Tierversuche

Es gibt viele Gründe, warum wir Ärzte gegen Tierversuche in Deutschland ebenso wie die entsprechenden Vereinigungen in England, Amerika, der Schweiz, in Griechenland, Italien, Israel und Frankreich Tierversuche ablehnen.
 
1. Aus ethischen, moralischen, vor allem aber aus medizinisch-wissenschaftlichen Gründen, da Tierversuche keine sicherheitsgewährenden Rückschlüsse auf die Humanmedizin erlauben und sowohl uns Ärzten als auch den Patienten lediglich eine trügerische Sicherheit vorgaukeln, die es gar nicht geben kann.
 
2. Zwischen Mensch und Tier bestehen derart gravierende Unterschiede, vor allem anatomisch und in vielfacher Weise auch physiologisch, also bezüglich normaler Lebensvorgänge, dass Ergebnisse aus Tierversuchen irreführend sind und für den Menschen ein unkalkulierbares Risiko darstellen. Ein Beweis hierfür sind die unzähligen Arzneimittel- und Impfkatastrophen, Schäden also, die aus dem Tierversuch nicht ersichtlich und für den Menschen oft genug tödlich sind. Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Auflistung des Klinikums Großhadern in München, die besagt, dass
 
    * 61 % aller Missgeburten,

    * 88 % aller Totgeburten,

    * 6 % aller Krankheiten mit Todesfolge und

    * 25 % aller Krankheiten

   auf Arzneimittelschäden zurückzuführen sind. Es ist höchste Zeit, dass unsere Wissenschaftler zur Einsicht kommen, dass Katastrophen wie die grauenvollen Entstellungen nach Contergan und - fast noch schlimmer - nach Roaccutane, einem Medikament gegen Akne, sowie lebenslanges Siechtum und Todesfälle nach Arzneimitteln doch wohl genügen müssten, von der irrigen Vorstellung abzugehen, dass Tiere stellvertretende Modelle für den Menschen sein können. Wenn es eine einzige Vergleichbarkeit zwischen Mensch und Tier gibt, dann die der Leidensfähigkeit beider.
 
3. Der menschliche Organismus reagiert nun einmal nicht wie das Tier. Nicht einmal Menschen reagieren gleich auf ein und dasselbe Medikament. Eine am Versuchstier geprüfte und als gut verträglich ausgewiesene Substanz kann sich dennoch für den Menschen, aber auch für Tiere einer anderen Spezies unvorhersehbar als giftig erweisen. Beispiele gibt es genug. Kleinste Mengen von Arsen sind für den Menschen tödlich, Schafe dagegen vertragen grosse Mengen. Ein Fliegenpilz kann eine ganze Familie auslöschen, Kaninchen verzehren ihn unbeschadet. Penicillin, aus der Humanmedizin nicht mehr wegzudenken, tötet Meerschweinchen und andere Nager.
     

Forschung ohne Zielvorstellung

Die wohl grausamsten Tierversuche werden in der so genannten Grundlagenforschung durchgeführt, und hier ist die Zahl der Versuchstiere extrem hoch. Was ist Grundlagenforschung? Das ist eine Forschung ohne konkreten medizinischen Prüfanlass, das heisst ohne genaue Zielvorstellung des betreffenden Experimentators, lediglich mit der Aussicht auf eine spätere Anwendbarkeit. Wenn ein Vivisektor seinen Versuchsantrag hochwissenschaftlich verbrämt darlegt und - was in keinem Antrag fehlt - damit Heilungsmöglichkeiten von Krebs, Alzheimer, Parkinson oder Multipler Sklerose in Aussicht stellt und nicht versäumt, publikumswirksam Kinderschicksale einzuflechten, dann kann er sicher sein, seinen Tierversuch genehmigt zu bekommen und hohe Summen an Forschungsgeldern zu erhalten. Da viele menschliche Krankheiten beim Tier gar nicht vorkommen, schafft man sich so genannte Tiermodelle, indem man die Tiere chirurgisch, gentechnisch oder durch Giftsubstanzen schädigt, bis entsprechend gewünschte Krankheitssymptome auftreten, z.B. Elektroschocks, um epileptische Anfälle auszulösen, Einspritzen von Entzündung auslösenden Bakterien in gesunde Gelenke oder Implantieren von Krebszellen in verschiedene Organe.

Völlig ignoriert wird bei solchen Experimenten, dass fast alle menschlichen Erkrankungen multifaktoriell bedingt sind, das heisst, dass erst das Zusammentreffen mehrerer Einflüsse beim Menschen zum Entstehen einer Krankheit führt. Insofern ist eine künstlich erzeugte Krankheit beim Tier niemals identisch mit der entsprechenden Erkrankung des Menschen.

Warum Tierversuche gemacht werden

Tierversuche sind ein legalisiertes Verbrechen gegen Wehrlose im Namen einer wissenschaftlichen Forschung. Es gibt bereits Zigtausende hochwertvolle Forschungsmethoden an schmerzfreier Materie, für die kein einziges Tier sterben müsste. Auf die Frage, warum viele Wissenschaftler sich dennoch dieser lebensverachtenden Forschungsmethode bedienen, gab Professor Zbinden in Zürich eine erstaunlich ehrliche Antwort: «... weil die meisten Experimentatoren lieber mit der ihnen vertrauten Methode des Tierversuchs arbeiten, als sich mit neuen Alternativmethoden herumzuschlagen.»

 Ein Teil der Tierversuche ist gesetzlich vorgeschrieben. Warum? Ganz einfach: Wenn nämlich bei schweren oder gar tödlichen Medikamentenschäden der Hersteller nachweisen kann, dass er die geforderten Versuche durchgeführt hat, kommen keine Schadensregresse auf ihn zu. Der Gesetzgeber selbst traut den Tierversuchsergebnissen dennoch nicht, deshalb fordert er vor der Marktzulassung eines Arzneimittels den Unbedenklichkeitsnachweis am Menschen selbst in der so genannten klinischen Prüfung, um das Wort «Menschenversuch» zu umgehen. Also nicht etwa wir Tierversuchsgegner fordern den Menschenversuch, sondern der Gesetzgeber. Selbst der Pharmariese Hoechst bekannte: «Die Wirksamkeit und Verträglichkeit eines Medikamentes kann nur am Menschen selbst getestet werden, deshalb ist die klinische Prüfung am Menschen selbst absolut erforderlich.»

Tödliche Schäden durch Tierversuchs-Medikamente

Wir alle wissen, dass eine Krankheit aus körperlichen, psychischen und sozialen Komponenten besteht, und die engen Zusammenhänge dieser drei Faktoren bei psychosomatischen Erkrankungen können im Tierversuch niemals erkannt werden. Wenn der stets behauptete Nutzen und eine Absicherung für den Menschen wirklich gegeben wären, wie uns die Experimentatoren einzureden bemüht sind, warum mussten dann in den letzten Jahrzehnten unzählige Arzneimittel wegen zum Teil tödlicher Schäden wieder vom Markt genommen werden? Und warum sterben dann jährlich mehr als 58'000 Menschen allein in der Bundesrepublik an den Nebenwirkungen tierversuchserprobter Medikamente? «Vom Markt genommen» - das hört sich so beruhigend an! Wer aber denkt dabei an die Abermillionen vergeblicher Tieropfer?

In Deutschland sind 60'000 Medikamentenformen auf dem Markt, dabei hält die Weltgesundheitsorganisation lediglich 325 für unerlässlich. Aus rein wirtschaftlichen Gründen wird die Zahl nahezu identischer Präparate profitgierig in die Höhe getrieben. Hans Wohlschläger, Verfasser des Buches «Tiere sehen dich an», sagt zu Recht: «Im selben Masse, wie die Zahl der Arzneimittel zunimmt, nimmt unsere Gesundheit ab.» Die Pharmaindustrie verzeichnet allein in der EU einen Jahresumsatz von 133 Milliarden Euro.

Krebsforschung: Beim Tier erfolgreich - beim Menschen aussichtslos

Wie fragwürdig Tierexperimente gerade in der Medizin sind, geht daraus hervor, dass trotz mehr als 80 Jahren mörderischer Tierversuche weder bei Krebs noch bei allen anderen Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Rheuma, Bluthochdruck, Allergien, Multipler Sklerose und Parkinson ein echter Durchbruch erzielt wurde. Obwohl bereits 6000 Krebsmittel in der Lage sind, künstlich erzeugte bösartige Tumore bei Tieren zu beseitigen, haben sie jedoch beim Menschen ausnahmslos versagt. So wissen wir zwar alles über den Krebs bei Mäusen, aber in Bezug auf die wirklichen Entstehungsmechanismen tappt unsere Schulmedizin nach wie vor im Dunkeln. Unsere Zivilisationskrankheiten nehmen rapide zu und machen bereits drei Viertel aller Todesursachen aus. Täglich liest man in den medizinischen Fachzeitschriften von immer neuen, vor allem bahnbrechenden Erfolgen im Kampf gegen Krebs. Nur ganz vereinzelt dagegen wird in kleingedruckten Fussnoten die Nichtverwertbarkeit der als Durchbruch bezeichneten Tierversuchsergebnisse zugegeben.

Ein Beweis, dass die tierexperimentelle Wissenschaft den falschen Weg beschreitet, ist die Aussage von Professor Bross, Direktor am berühmten Krebsinstitut in New York: «Nicht ein einziges neues Medikament zur Behandlung von Krebserkrankungen beim Menschen ging aus Tierversuchen hervor. Alle im Einsatz befindlichen Medikamente wurden erst nachträglich im Tierversuch getestet, als bereits Hinweise auf ihre therapeutischen Eigenschaften vorlagen. So ist die Tötung von Abermillionen Versuchstieren völlig umsonst gewesen.»

Umdenkungsprozess erforderlich

Das häufig zitierte Wort: «Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen» gilt für alle Wissenschaftsdisziplinen. Wir Ärzte gegen Tierversuche sehen darin das Bestreben, unmenschliche Forschungsmethoden aus unserer Medizin zu verbannen, um sie wieder zu einer Medizin der Mitmenschlichkeit werden zu lassen, in ihrer ureigensten Bedeutung, eine wahre Heilkunst zu sein. Nicht das künstlich krank gemachte Tier, sondern der ganze Mensch in seiner Einheit als Körper, Geist und Seele und als Teil der Natur, der auch seine Endlichkeit akzeptieren muss, hat im Mittelpunkt ärztlicher Betrachtungsweise zu stehen, entsprechend dem Grundgedanken einer ganzheitlichen Heilweise. In einer Zeit gigantischer technischer Fortschritte ist es nicht mehr nachvollziehbar, dass einige Wissenschaftler sich noch immer mittelalterlicher Methoden bedienen. Die stereotyp vorgebrachte Behauptung, dass der Verzicht auf Tierversuche einen Stillstand medizinischer Fortschritte bedeuten würde, ist nichts anderes als ein infames Spiel mit der Angst.

Ohne ein Umdenken in ihrer Tierversuchsbesessenheit, mit der Abermillionen Steuergelder vergeudet werden, wird unsere Medizin in der bestehenden Form kaum Überlebenschancen haben. Sie wird zuallererst an den immensen Kosten scheitern, die ihr falscher Weg mit sich bringt. Aber ebenso wenig wird ohne ein Umdenken eines jeden Einzelnen, einer Absage also an eine oft verhängnisvoll ungesunde Lebens- und vor allem falsche Ernährungsweise, unsere gesundheitspolitische Situation in den Griff zu bekommen sein. Die beste, grösste und modernste Klinik wird niemals ein Jungbrunnen sein können, wo ewige Jugend und Gesundheit erkauft werden können.

*Die hier beschriebenen Versuche stammen aus dem Jahr 1993 (European Journal of
Neuroscience 1993: 5, 735-741; Neuroscience Letters 1993, 152, 5-8; Brain
Research Bulletin 1993, 32, 143-151). Knapp zehn Jahre später werden an diesem
Institut des Deutschen Primatenzentrums Göttingen immer noch fast die gleichen
Versuche an Totenkopfäffchen durchgeführt (Behavioural Brain Research 2002,
136, 605-610).

   

Der Autor Dr. med. Walter Schmidt

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, absolvierte sein Medizinstudium an den Universitäten Marburg und Heidelberg. Seit 1980 engagiert sich Dr. Schmidt gegen die Ausbeutung der Tiere, speziell der Versuchstiere. In Diskussionen und Vortragsreihen im In- und Ausland zeigt er Möglichkeiten einer humaneren, auf den Menschen bezogenen Ganzheits- und Vorsorgemedizin auf. Er ist Vorstandsmitglied der Ärzte gegen Tierversuche e.V. und in mehreren Tierschutzorganisationen tätig.