Parlamentswahlen 2007 - www.parlament.ch
 
(Dieser Text ist von 2007. In der Zwischenzeit hat sich die Suchmaschine von www.parlament.ch verändert. Diese Anleitung ist somit nicht mehr gültig.)
 
Im Folgenden werde ich Ihnen einige Bordmittel der Webseite www.parlament.ch aufzeigen, welche Ihnen helfen können herauszufinden, ob die Kandidaten Ihres Kantons auch das halten, was sie versprechen (vorausgesetzt natürlich, dass er/sie bereits im Bundeshaus sitzt). Nehmen Sie sich etwas Zeit, um diese Webseite zu erforschen. Sie werden noch viele weitere interessante Entdeckungen machen.
Auch ist es im Zeitalter des Internets nicht mehr schwer, über alle neuen Kandidaten Infos zu bekommen (z.B. einfach über www.google.ch nach dem Namen suchen).
Die Webseite www.parlament.ch wird in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch angeboten.


Politikerbiographien mit ihren Interessen und Interessenverbindungen

Auf dieser Website finden Sie die Biographien sämtlicher Politiker auf Bundesebene. Klicken Sie im rechten Suchmenü unter Schnellzugriff auf Mitglieder von A–Z. In den folgenden Biographien finden Sie die Postadressen, E-Mail-Adressen und falls vorhanden, die Homepage-Adressen der jeweiligen Politiker. Im Weiteren hat es eine Auflistung, welche Parlamentsmandate, welche politischen Ämter und, manchmal sehr interessant, welche Interessenverbindungen der jeweilige Politiker hat.
Äusserst aufschlussreich ist dabei natürlich die Auflistung der im Parlament eingereichten Vorstösse und wie die Person bei den Geschäften im Rat abgestimmt hat.
Damit kann man sich bereits ein gutes Bild über seine möglichen Kandidaten machen.

Abstimmungs-Datenbank

Sehr interessant ist auch die Abstimmungsdatenbank:
http://www.parlament.ch/d/wahlen-abstimmungen/abstimmungen-im-parlament/Seiten/abstimmung-nr-alle.aspx
Dieser Link führt Sie zur Abstimmungs-Datenbank des Nationalrats (der Ständerat kennt die namentliche Abstimmung kaum).
Diese Datenbank umfasst die meisten Abstimmungen der 47. Legislaturperiode. Mit einer jeweiligen namentlichen Auflistung, wer wie abgestimmt hat.
Machen Sie z.B. in der Suchmaske ein Häkchen bei Alle Ratsmitglieder, dann wählen Sie in der Suchleiste Geschäft «04.054 Für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirtschaft. Volksinitiative» aus.
Nach einem Klick auf Suche starten finden Sie unterhalb der Suchmaske zum einen den Link zu ausführlichen Infos über das jeweilige Geschäft und zum anderen, sehr interessant, eine alphabetische Auflistung aller Nationalräte und wie sie abgestimmt haben.
So sehen Sie auf einen Blick, wie Ihre Kandidaten bei den für Sie wichtigen Themen abgestimmt haben. Die Suchmaske lässt noch viel weiteres Interessantes finden.


Parlamentswahlen 2007 - www.parlament.ch

Datenbank Geschäfte im National- und Ständerat

Die Suchleiste auf der rechten Seite ist überhaupt ein sehr mächtiges Werkzeug. Klicken Sie hier z.B. unter Spezifische Suche auf Curia Vista (vollständige Datenbank seit der 45. Legislaturperiode zu allen Geschäften, die im National- und Ständerat behandelt werden/wurden).
Geben Sie hier in der Suchmaske z.B. «Tierschutz» ein, dann bekommen Sie eine Liste aller Geschäfte, die in irgendeiner Form den Tierschutz betreffen. Versuchen Sie es auch mit anderen Stichworten wie: Tierversuche, Gentechnologie …
Mit einem Klick auf das jeweilige Geschäft bekommen Sie wieder die ausführlichen Informationen über dieses Geschäft sowie, je nach Antrag, eine Auflistung der Parlamentarier, die dieses unterstützen/unterstützten.

Nehmen Sie sich die Zeit, um die besseren Kandidatinnen und Kandidaten rauszusuchen und ebenfalls die Zeit, mit Ihrer Stimme bei den Wahlen ein Zeichen für die Tiere zu setzen.

Andreas Item

Wahlen 2007 - Die Qual der Wahl oder die Suche nach dem kleineren Übel?

Liebe Tierversuchsgegnerinnen und Tierversuchsgegner

Im Herbst dieses Jahres ist es wieder einmal so weit: Grosse Wahlen stehen an.
Viele, für manche zu viele Politiker/-innen hatten sich mit Versprechungen schon die Stimmen von uns Tierschützern «erkauft» und die Tiere danach grausam verraten.
Wir alle kennen als Wähler/-innen diese Unsicherheit und immer wieder kommt die Frage auf: «Handelt es sich nur um leere Versprechungen, um den Wahlkampf zu gewinnen, oder hat sich diese/r Politiker/-in wirklich das Wohl der Versuchstiere zum Ziel gesetzt?»
Eine eindeutige Antwort auf diese immer wiederkehrende  Frage wird es leider wohl nie geben. Auch wir können nicht in die Zukunft sehen. Aber wir können Ihnen ein paar Tipps geben, mit denen Sie der Beantwortung dieser Frage ein Stückchen näher rücken.

Politiker wie der ehemalige Basler Nationalrat Hansjürg Weder haben Seltenheitswert.
Er war ein unermüdlicher Kämpfer im Namen des Tierschutzes.
Neben vielen anderen Anliegen, bei denen er sich für die Tiere stark machte, kämpfte er z.B. schon Anfang der Neunzigerjahre gegen die als besonders nutzlos anerkannten Zürcher Affenversuche und forderte das Einsetzen einer Tierversuchskommission.

Doch zurück in die Gegenwart:
Natürlich könnte ich einen Artikel schreiben, dass z.B. die Zürcher Kandidaten Gutzwiller, Maurer und Wäfler nicht gerade zu den Freunden der Versuchstiere zählen.
Auch könnte ich zum Thema setzen, dass Gutzwiller massgeblich an der Niederschlagung der Genschutzinitiative beteiligt war. Aber diesen Bericht wird es von mir nicht geben.
Auch heute gibt es einige Politiker/-innen, deren Tierschutzversprechen sich weit über Lippenbekenntnisse hinausbewegen. Diese zu finden ist weitaus wichtiger, als die grosse, dumpfe Masse von Kandidaten/-innen anzuschwärzen.

Mit dem Artikel über die Webseite www.parlament.ch stelle ich Ihnen ein mächtiges Werkzeug vor, mit dem Sie sich (für die Politiker/-innen, die bereits auf Bundesebene aktiv sind) ein recht gutes Bild über Ihre Kandidaten/-innen machen können.
Ebenfalls stelle ich Ihnen in diesem Heft eine Parlamentarische Initiative von Maya Graf vor, mit der sie mit der Unterstützung einiger anderer genannter Politiker versucht, Affenversuche massiv einzuschränken.
Im Zuge der Wahlen haben wir den Zürcher Ständeratskandidaten einige Fragen betreffend Tierversuche gestellt. Chantal Galladé und Ruedi Aeschbacher nahmen die Chance wahr, sich klar gegen Tierversuche zu positionieren.

Wir alle stehen vor der Wahl: Sollen wir den Weg zur Urne wagen oder durch Nichtwählen der Classe politique unsere Unzufriedenheit demonstrieren?
Zeigen wir doch Bundesbern, dass wir tierfreundliche Politiker/-innen bevorzugen! Lassen wir uns nicht wegen der Wut auf all jene Politiker/-innen, denen das Wohl der Tiere offensichtlich zweitrangig ist, vom Wählen abhalten.
Jede Stimme für eine/n der wirklich engagierten Politiker/-innen zählt.
Die Tiere werden uns dafür danken.

Beste Grüsse

Andreas Item