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Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner – www.agstg.ch

Nationalrätin und Tierschutz machen mobil     

Belastende Affenversuche sind zu verbieten

Reinach/Winterthur, 09. Mai 2016

Die Nationalrätin Maya Graf fordert in einer Motion ein Verbot belastender Affenversuche. Diese Forderung wird unter anderem vom Schweizer Tierschutz STS, dem Zürcher Tierschutz und der Stiftung für das Tier (TIR) im Recht unterstützt. 
Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, begrüsst die Forderung von Graf.

2007 deckte eine amerikanische Zitationsanalyse (gibt Aufschluss darüber, ob/wie häufig Versuchsresultate weiter verwendet wurden) auf, dass über 85% der Tierversuchsstudien mit Schimpansen, die zwischen 1995 und 2004 durchgeführt wurden, anschliessend entweder gar nicht oder lediglich von wissenschaftlichen Arbeiten, welche nichts mit humanmedizinischen Entwicklungen zu tun haben, zitiert wurden. Die übrigen 15% der Studien wurden zwar von humanmedizinisch-relevanten Arbeiten zitiert, diese konnten jedoch nichts zu einem humanmedizinischem Fortschritt beitragen.

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Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner – www.agstg.ch

Schweine als Ersatzteillager

Reinach, 12. April 2016

Zur sofortigen Freigabe, um Übersendung eines Belegexemplars wird gebeten

Bereits seit Jahrzehnten versuchen Tierversuchsforscher, Affen, denen Herzen
genmanipulierter Schweine transplantiert wurden, am Leben zu erhalten. Nun
ist es einem amerikanischen Forscherteam gelungen, einen Affen, dem
zusätzlich zu seinem funktionierenden Herz, ein Schweineherz
transplantiert wurde, 2.5 Jahre am Leben zu halten.
Während diese bedenkliche Leistung von der Tierversuchsforschung als
Erfolg gefeiert wird, hält die Aktionsgemeinschaft Schweizer
Tierversuchsgegner, kurz AG STG, Tierversuche dieser Art für besonders
bedenklich und unethisch.

Ein Ziel der Xenotransplantationsforschung (xeno = fremd) ist die Herstellung
genmanipulierter Organspenderschweine für den Menschen. Als Testobjekte verwendet
die Tierversuchsforschung Affen. An den Affen wird getestet, welche Medikamente
eingesetzt und wie die Gene der Schweine manipuliert werden müssen, damit das
Schweineherz im Körper des Affen funktionstüchtig bleibt und nicht abgestossen wird.
Meistens sterben Tiere, deren eigenes Herz durch ein artfremdes Organ ersetzt wurde,
nach wenigen Tagen bis Monaten. 

Regierungsrat befürwortet Affenversuche - Mahnwache gegen «gesetzeswidrige» Affenexperimente - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Regierungsrat befürwortet Affenversuche

22. Dezember 2015, Zürich/Rotkreuz

Im Juli 2015 haben drei Mitglieder der Zürcher Tierversuchskommission gemeinsam Rekurs gegen die geplanten Affenversuche am Institut für Neuroinformatik (INI) der Universität und ETH Zürich eingelegt. Wie anfangs dieses Monats bekannt gemacht wurde, hat der Zürcher Regierungsrat den Rekurs gegen die geplanten Experimente nun abgewiesen.
Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, hielt am Dienstag 22. Dezember vor der ETH eine Mahnwache als Zeichen gegen die geplanten Versuche ab.

Rund 80 Personen nahmen heute an einer stillen aber kraftvollen Mahnwache vor dem Haupteingang der ETH Zürich teil. Mit dieser Mahnwache drückten die AG STG und alle Teilnehmer ihren Unmut gegenüber dem Entscheid des Zürcher Regierungsrates aus.
Im September 2014 gab Valerio Mante bekannt, dass das INI wieder Affenversuche plant. Dabei möchte Forscher Mante Rhesusaffen kleine, mit Elektroden bestückte Plättchen ins Gehirn implantieren. Mit diesen sogenannten Elektrodenarrays will er die Hirnaktivitäten der Affen, die während der Versuche bestimme Aufgaben lösen müssen, messen. Laut Mante sind die geplanten Experimente – die als Tierversuche des höchsten Schweregrades, Schweregrad 3, eingestuft werden müssen – relativ harmlos für die Affen. So störe es die Affen auch nicht, dass ihnen ein Teil des Implantates für den Rest ihres Lebens aus dem Schädel raus rage.
Mante denkt, dass diese Experimente, sowie diejenigen, die den geplanten Experimenten folgen sollen, vielleicht das Verständnis für psychische Erkrankungen des Menschen verbessern könnten.

Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck - Ist der Mensch ein Schaf, ein Affe oder ein Huhn? - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Ist der Mensch ein Schaf, ein Affe oder ein Huhn?

20. Dezember 2015, Aarau

«Möchten Sie gerne einen Arsen-Weihnachtskringel oder einen Zyankali-Spekulatius probieren?» fragten heute Engel in der Aarauer Altstadt. Viele Passanten blieben daraufhin irritiert, teils schockiert stehen, wurden dann aber gleich über den Hintergrund dieser Aktion aufgeklärt. Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) zeigte mit der Aktion «Vergiftetes Weihnachtsgebäck» auf, dass die Ergebnisse von Tierversuchen nicht auf Menschen übertragbar sind.

Jährlich werden in der Schweiz mehr als 600 000 Tiere in Tierversuchen verbraucht. Bei vielen dieser Versuche wird getestet, ob ein Wirkstoff giftig ist oder nicht.
«Die Sicherheit der Konsumenten ist wichtig. Menschen sind aber keine 70-kg-Ratten. Der Mensch wie jede Tierart reagiert oft vollkommen anders auf diverse Wirkstoffe und Gifte», moniert Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, und fügt einige Beispiele bekannter Gifte an: «Z.B. ist Arsen für Schafe und andere Wiederkäuer auch in hohen Dosen verträglich. Dasselbe gilt für Strychnin für Affen, Hühner und Meerschweinchen und ebenso für Zyankali für Schafe, Kröten und Stachelschweine.»

Provokative Tierschutz-Strassenaktion in Basel - Fiktive Spendensammlung für Tierversuchslabor

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Provokative Tierschutz-Strassenaktion in Basel

14. November 2015, Basel

Unter dem Motto «Ihre Spende rettet Leben» warben heute Mitarbeiter des «Marie-Plenk-Instituts» am Claraplatz in Basel um Patenschaften für die Tiere im Versuchslabor. Mit der Patenschaft für einen Hund, eine Katze oder einen Hasen soll das Leben dieser Tiere im Labor verbessert werden. Doch zu einem Abschluss einer Patenschaft sollte es nie kommen. Denn der heutige Infostand des fiktiven «Marie-Plenk-Instituts» war eine provokative Strassenaktion der AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner), um damit auf das Leid der Tiere im Labor aufmerksam zu machen.

Auf dem Claraplatz in Basel gaben sich heute Aktivisten der AG STG als Mitarbeiter des fiktiven «Marie-Plenk-Instituts» aus, um «Patenschaftsgelder für die Tiere im Labor zu sammeln». Den Passanten wurde eine Auswahl an Tieren mit deren Lebensläufen gezeigt, damit sie sich ein Patentier aussuchen konnten. Viele Passanten waren über die Inhalte der Lebensläufe schockiert und bestürzt, denn dort waren nicht die physiologischen Merkmale der Tiere aufgelistet, sondern die Art der Versuche, welche die Tiere bereits über sich ergehen lassen «mussten». Am Ende des Gesprächs wurden die Passanten darüber aufgeklärt, dass es sich hierbei um eine provokative Strassenaktion der Tierversuchsgegner handelt. Die AG STG zeigte den Passaten damit auf, wie qualvoll das Leben eines sogenannten Versuchstiers ist.