Zürcher Uni-Professor kritisiert fehlende Übertragbarkeit - Tierversuche ohne klinischen Nutzen - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Züricher Uni-Professor kritisiert: Tierversuche ohne klinischen Nutzen

11. Februar 2015, Reinach

Selbst die vielversprechendsten Ergebnisse aus Tierversuchen lassen sich bloss selten auf den Menschen übertragen. Zu gross ist der Unterschied zwischen Tiermodell und entsprechendem menschlichen Leiden, bemängelt Volker Dietz, emerierter Professor am Zentrum für Neurowissenschaften der Universität Zürich und ehemaliger medizinischer Direktor am Zentrum für Paraplegie der Universitätsklinik Balgrist.  
Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert schon lange eine tierversuchsfreie Forschung mit Nutzen für den Menschen.

Bereits seit vielen Jahren verspricht die Tierversuchsforschung regelmässig, dass die Heilung querschnittgelähmter Menschen - dank Tierversuchen – unmittelbar bevor stünde. Doch, obwohl künstlich herbeigeführte Querschnittlähmungen bei Ratten längst geheilt werden können; die entsprechenden Therapieansätze haben auf querschnittgelähmte Menschen nicht den erwünschten Effekt. Professor Dietz schreibt: «Ein wesentlicher Faktor ist, dass das Tiermodell der Querschnittlähmung häufig nicht dem des Menschen entspricht. Beispielsweise wird bei der Ratte das Rückenmark mit dem Messer teilweise oder ganz durchtrennt – wie es auch bei dem erfolgreich behandelten Patienten der Fall war. Doch nach einem Unfall ist das Rückenmark im Gegensatz dazu gewöhnlich über 5 bis 10 Zentimeter zerstört. Eine solche Strecke zu regenerieren, ist bisher nicht überzeugend gelungen.»

Die jeweiligen Unterschiede zwischen im Labor erzeugten «Tiermodellen» und den bei Menschen durch Krankheit oder Unfall entstandenen Leiden sind zu gross. Professor Dietz schreibt zudem: «Dies ist nicht der einzige Grund, warum sich tierexperimentelle Ergebnisse oft nicht auf den Menschen übertragen lassen. Beispielsweise wird eine «Heilung» erwartet – obwohl das Tierexperiment lediglich geringe Zeichen einer Regeneration ergibt und kaum eine Funktionsverbesserung erreicht wird.»  

Mit Tiermodellen können lediglich einzelne Symptome menschlicher Krankheiten nachgeahmt werden. Hinzu kommt, dass Tiere und Menschen auf die zu testenden Stoffe ganz unterschiedlich reagieren können. So ist es der Tierversuchsforschung zwar gelungen, bereits um die 100 Impfstoffe gegen HIV zu entwickeln, welche sich am Tiermodell als wirksam herausstellten; den Menschen aber schützen sie nicht vor HIV. «Dank eines relativ neuen Systems der Firma VaxDesign, (dem «Modular Immune In vitro Construct (MIMIC)», eine Art menschliches Immunsystem im Reagenzglas), ist es möglich, HIV-Impfstoffe direkt an menschlichen Zellen zu testen.» sagt Marietta Haller, wissenschaftliche Mitarbeiterin der AG STG, «Auf diese Weise lassen sich menschliche Reaktionen viel zuverlässiger und scheller voraussagen, als dies mit Hilfe von Tierversuchen möglich ist.»

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert sowohl Politik als auch Forschung auf, die ihr zur Verfügung stehenden Mittel in die erfolgsversprechende tierversuchsfreie Forschung zu investieren.
Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche.

Quelle: http://www.nzz.ch/wissenschaft/medizin/welche-tierversuche-sind-fuer-einen-fortschritt-in-der-klinischen-neurowissenschaft-erforderlich-1.18460285  

Die Broschüre «Die Medizin der Zukunft – Die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschung» finden Sie als PDF unter: http://www.agstg.ch/downloads/flyer/agstg-prospekt_medizin-der-zukunft-tierversuchsfreie-forschung_de.pdf

Kontaktdaten für Medienmitarbeiter unter: Medien Kontakt

Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.

Referendum gegen den Ausbau der Tierversuche an der Universität Bern -  Alle 53 Sekunden stirbt ein Tier in einem Schweizer Tierversuchslabor - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Alle 53 Sekunden stirbt ein Tier in einem Schweizer Tierversuchslabor

10. Februar 2015, Bonaduz/Bern

Die Schweiz rühmt sich selbst sehr gerne eines fortschrittlichen Tierschutzgesetzes. Überhaupt sei gegenüber früher im Tierschutz alles besser geworden. Die grausamen Bilder würden der Vergangenheit angehören. Doch stimmt dies wirklich?

Das Tierschutzgesetz verspricht den Tieren Schutz. Doch Gesetze haben wenig Einfluss auf deren Umsetzung. Dazu gibt es Verordnungen. Auf diese jedoch kann das Volk keinen Einfluss nehmen. Deshalb gibt es auch in der Schweiz im Tierschutz viele Missstände, die aber (meistens) laut der Tierschutzverordnung erlaubt sind. Z.B. betreffs Tierversuchen hält die schweizerische Tierschutzverordnung Folgendes fest: «Abweichungen von den Bestimmungen dieser Verordnung zu Tierhaltung, Umgang, Zucht, Raumanforderungen, Transport, Herkunft und Markierung sind bei Versuchstieren zulässig, soweit sie zum Erreichen des Versuchsziels nötig sind.» Diese Notwendigkeit ist gegeben, wenn der Antragsteller sie selbst für gegeben hält.
Diese Bestimmung macht jeglichen Schutz der Tiere nichtig.

Mit Tierversuchen wird bereits seit über 200 Jahren an der Heilung von Krankheiten geforscht. In immer kürzerem Abstand werden mit neuen Methoden Durchbrüche in der Medizin versprochen: Gentherapie, Xenotransplantation, Entschlüsselung des menschlichen Erbguts, therapeutisches Klonen, Stammzellenforschung, personalisierte oder genomisierte Medizin.
«Mit den ständig neuen Versprechungen der Tierversuchslobby wird versucht, uns möglichst  schnell die fehlenden Erfolge der unzähligen vorhergehenden medizinischen Versprechungen vergessen zu lassen. Doch dies darf nicht mehr passieren! Wir brauchen endlich Fortschritte in der Medizin.» sagt Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG und fordert: «Es ist Zeit, allerhöchste Zeit, dem Wahnsinn der Tierversuchsforschung entgegenzutreten. Tierversuche sind schlicht eine Farce, ein Spielball bei dem es um Macht, Forschungsgelder und Doktortitel geht.»

Die wenigsten Menschen wissen, welche Vielfalt an Forschungsmethoden der Wissenschaft zur Verfügung stehen. Denn über das immense Potential tierversuchsfreier Forschungsmethoden gelangen kaum je Informationen an die Öffentlichkeit.
Ein Grossteil unserer Gesellschaft ist deshalb davon überzeugt, dass Medikamente nur dann sicher für den Menschen sind, wenn  diese im Tierversuch getestet wurden. Geprägt vom Slogan «Es geht leider nicht ohne», glauben viele, dass eine tierversuchsfreie Forschung unmöglich ist. Tierversuchsgegner, die eine gänzlich tierversuchsfreie Forschung fordern, werden als blauäugig angesehen. Zudem signalisieren vermeintlich «tierversuchskritische» Gesetzesanpassungen wie das Einführen sogenannter Ersatz- und Alternativmethoden (3R-Prinzip) dem Volk, dass schon «so viel wie möglich» gegen Tierversuche unternommen werde. Die meisten Menschen sind sich somit nicht bewusst, auf welche Weise und in welchem Ausmass Tierversuche die moderne Forschung behindern.

Die AG STG engagiert sich seit über 30 Jahren für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die AG STG setzt sich, im Nutzen für Menschen und Tiere, gegen den Ausbau der Tierversuche an der Universität Bern ein.

Gemeinsam mit der AG STG sind folgende Parteien und Organisationen im Referendumskomitee:
Grüne Partei Bern - Demokratische Alternative, http://www.gpb-da.ch
Tier im Fokus, http://www.tier-im-fokus.ch
Alternative Linke Bern, http://www.al-be.ch
LSCV - Schweizer Liga gegen Vivisektion und für die Rechte des Tieres, http://www.lscv.ch
ATRA - Schweizer Vereinigung für die Abschaffung der Tierversuche, http://www.atra.info

Die Referendumsseite sowie weitere aktuelle Presseinformationen finden Sie unter: http://stopptierversuchebern.ch

Pressemappe Pressekonferenz: http://bit.ly/Pressemappe_10_1_15_RefBE

Die Broschüre «Die Medizin der Zukunft – Die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschung» finden Sie als PDF unter: http://www.agstg.ch/downloads/flyer/agstg-prospekt_medizin-der-zukunft-tierversuchsfreie-forschung_de.pdf

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Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.


Umstrittene Tierversuche «auf der Suche nach dem Jungbrunnen» - Forscher nähen Mäuse zusammen - Medienmitteilung der AG STG

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Umstrittene Tierversuche «auf der Suche nach dem Jungbrunnen»

23. Januar 2015, Reinach/Bonaduz

Während die Parabiose, eine 150 Jahre alte Tierversuchstechnik, in vielen Ländern seit Jahrzehnten nicht mehr angewandt wird, erlebt diese Technik in den USA und Grossbritannien gerade ein Revival. Bei dieser Technik handelt es sich um sehr stark belastende Tierversuche, wobei zwei Tiere Seite an Seite so zusammengenäht werden, dass ihre Körper  zusammenwachsen und ihre Blutkreisläufe zu einem gemeinsamen Blutkreislauf «verschmelzen».  
Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert ein Verbot dieser besonders grausamen und nutzlosen Technik und verlangt, dass die Forscher auf zeitgemässe tierversuchsfreie Forschungsmethoden umsteigen.

Wie «Nature» in seiner neusten Ausgabe berichtet, werden zurzeit in mehreren Laboren Parabiose-Experimente zwecks Altersforschung durchgeführt. Dazu nähen Forscher jeweils eine alte Maus an eine junge Maus und untersuchen danach, welche Auswirkungen dies auf die Tiere hat. Die Forscher behaupten, dass die alte Maus nach diesem Eingriff jeweils schöner, stärker, klüger und gesünder wurde. Die Forscher berichten, dass sie bereits damit begonnen haben, die Bestandteile des Blutes, welche für diese Veränderungen verantwortlich sein könnten, zu identifizieren, und nehmen an, dass ihre Forschungsergebnisse künftig dem Menschen nützen könnten.

Dass in der Altersforschung Parabiose-Experimente durchgeführt werden ist keineswegs neu. Bereits seit Mitte der 50er Jahren werden in diesem Forschungsbereich Parabiose-Experimente durchgeführt. «Dass Forscher noch immer - 65 Jahre nach dem Aufkommen der Parabiose-Altersforschung - auf diese Forschungsart setzen ist erschreckend.» sagt Marietta Haller, wissenschaftliche Mitarbeiterin der AG STG. «Anhand moderner Chips, wie z.B. „organ-on-chip“ oder „human-on-a-chip“, könnte man schnell und zuverlässig untersuchen, wie das Blut eines jungen Menschen auf die Zellen und Organe eines alten Menschen wirkt.»

Herauszufinden, welche Kombination verschiedenster Blutbestandteile für den veränderten Gesundheitszustand zusammengenähter Tiere verantwortlich sind, ist  schwierig, kosten- und zeitaufwändig. Dazu kommt, dass die Ergebnisse aus den Parabiose-Experimenten kaum auf den Menschen übertragbar sind. Auch wenn es Forschern gelingen sollte, «dank» Parabiose-Experimenten einen Blutbestandteil, welcher einen positiven Einfluss auf den Alterungsprozess einer Maus hat, zu identifizieren; ob dieser Stoff die gleiche Wirkung auf den Menschen hat, müsste anschliessend ausführlich am Menschen überprüft werden.

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert die Forschung auf, nur noch sichere, innovative und zukunftsgerichtete Forschungsmethoden anzuwenden. Um diese zu ermitteln, fordert die AG STG seit Langem, dass eine konsequente Vergleichsuntersuchung von humanbiologischen Tests und Tierversuchen im Vergleich mit bekannten Daten aus der Humanmedizin durchgeführt wird.
Die tierversuchsfreie Forschung übertrifft die Tierversuchsforschung in Übertragbarkeit, Reproduzierbarkeit, Schnelligkeit, Aussagekraft, Wissenschaftlichkeit und ist zudem noch kostengünstiger.

Den Artikel aus dem «Nature» finden Sie unter: http://www.nature.com/news/ageing-research-blood-to-blood-1.16762?WT.ec_id=NATURE-20150122

Die Broschüre «Die Medizin der Zukunft – Die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschung» finden Sie als PDF unter: http://www.agstg.ch/downloads/flyer/agstg-prospekt_medizin-der-zukunft-tierversuchsfreie-forschung_de.pdf

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Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.


Engel verteilen in Winterthur vergiftetes Weihnachtsgebäck - Ist der Mensch ein Schaf, ein Huhn oder eine Kröte? - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Ist der Mensch ein Schaf, ein Huhn oder eine Kröte?

14. Dezember 2014, Winterthur

«Möchten Sie gerne ein Arsen-Mailänderli oder ein Strychnin-Brunsli probieren?» fragten heute Engel auf den Winterthurer Strassen und boten Weihnachtsgebäck zum probieren an. Viele Passanten blieben irritiert, teils schockiert stehen, wurden dann aber umgehend über den Hintergrund dieser Tierschutz-Aktion aufgeklärt. Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) zeigte mit der Aktion «Vergiftetes Weihnachtsgebäck» erneut auf, dass die Ergebnisse von Tierversuchen nicht auf Menschen übertragbar sind.

Jährlich werden in der Schweiz über 600 000 Tiere in Tierversuchen verbraucht. Bei vielen dieser Versuche wird getestet, ob ein Wirkstoff giftig ist oder nicht. «Die Sicherheit der Konsumenten ist sehr wichtig. Tierversuche bringen jedoch keine Sicherheit, denn Menschen sind keine 70-kg-Ratten. Mensch und Tier reagieren oft vollkommen anders auf diverse Wirkstoffe und Gifte», sagt Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, und fügt gleich einige Beispiele bekannter Gifte an: «Z.B. ist Arsen für Schafe und andere Wiederkäuer gut verträglich. Dasselbe gilt für Strychnin für Affen, Hühner und Meerschweinchen und ebenso für Zyankali für Kröten und Koalabären.»

Thomas Hartung vom «Center for Alternatives to Animal Testing» belegt mit einem Artikel in der renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift «Nature», dass rund 60% der Stoffe, die in Tierversuchen als giftig eingestuft und deshalb nicht weiter untersucht werden, für Menschen ungiftig sind. Sowie dass handkehrum bis zu 40% der für uns giftigen Stoffe im Tierversuch nicht erkannt und somit für Menschen als ungiftig erklärt werden. Je nach eingesetzter Tierart führen Giftigkeitsversuche zu vollkommen verschiedenen Ergebnissen. Daraus Rückschlüsse auf die Wirkung auf Menschen zu ziehen ist verantwortungslos und sehr gefährlich.

Viele Schweizer teilen ihr Zuhause mit einem Hund. Die Besitzer kennen den Charakter und die Vorlieben ihres Haustiers. Und viele wissen, dass für Hunde Lebensmittel wie Schokolade, Weintrauben, Rosinen, Speisezwiebeln, Knoblauch und viele mehr gefährlich bis sogar tödlich sind. Tierhalter wissen, dass man einer Katze nur Medikamente für Katzen, einem Pferd nur Medikamente für Pferde und einem Hamster nur Medikamente für Hamster geben darf. Wie sollten also Tierversuche mit an Katzen, Hunden, Pferden oder Hamstern getesteten Medikamenten Rückschlüsse auf deren Wirkung bei Menschen liefern?

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner fordert seit langem die konsequente Förderung und Anwendung von sicheren, tierversuchsfreien Forschungsmethoden statt der Verschwendung von Geldern für gefährliche, unzuverlässige Testmethoden. Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche. Mit diesen Methoden können viel genauere Rückschlüsse auf die Wirkung bei Menschen gezogen werden.
Um die Patientensicherheit zu erhöhen, fordert die AG STG die Abschaffung aller Tierversuche, um damit den Weg für schnellere, preiswertere und vor allem zuverlässigere Testmethoden frei zu machen.

Links zu druckfähigen Medienfotos von der Aktion (Fotoquelle: AG STG oder: www.agstg.ch):
Querformat: http://www.agstg.ch/downloads/medien/2014-12-14_agstg-aktion_vergiftetes-weihnachtsgebaeck_quer.jpg
Hochformat: http://www.agstg.ch/downloads/medien/2014-12-14_agstg-aktion_vergiftetes-weihnachtsgebaeck_hoch.jpg

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Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.


Petitionsübergabe «Stoppt die Affentransporte in Tierversuchslabors!» - Air France – Eine Reise in die Hölle! - Medienmitteilung der AG STG

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Petitionsübergabe «Stoppt die Affentransporte in Tierversuchslabors!» - Air France – Eine Reise in die Hölle!

21. November 2014, Bern/Bonaduz

Heute überreichten zwei Stewardessen der «Air-Frost» der französischen Botschaft in Bern über 10 000 Unterschriften «gegen die Affentransporte in Tierversuchslabors». Diese werden von der Botschaft an die Air France weitergeleitet. Zudem wurden symbolisch zwei Affen, die für grausame Tierversuche bestimmt sind, übergeben, damit diese wie üblich mit der Air France ausgeliefert werden können.
Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, und die Unterschreibenden fordern mit dieser Petition die Fluggesellschaft auf, diese Tiertransporte in Tierversuchslabors per sofort einzustellen.

Den Fluggästen der Air France ist nicht bewusst was sich im Frachtraum unter ihnen abspielt. In engen Holzkäfigen fliegen jährlich Zehntausende Affen ihrem Schicksal entgegen. In den Laderäumen der Air-France-Maschinen müssen sie oft tagelange Flüge überstehen. Sie leiden unter Stress, Durst, Lärm und sehr starken Temperaturschwankungen. Und sie stehen Todesängste aus. Viele Affen sterben bereits bei diesem Transport. Rhesus- und Javaneraffen, aber auch andere Affenarten sind von diesem Schicksal betroffen. Viele von ihnen wurden der Wildnis entrissen und aus ihren Familienverbänden geraubt.
Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, erklärt: «Wer nicht für Versuche oder die Zucht taugt, wird getötet. Die «brauchbarsten» Weibchen werden dann in Zuchtstationen gesperrt. Hier verbringen sie den Rest ihres traurigen Lebens damit, Junge zu gebären, um so Nachschub für Tierversuchslabors zu produzieren. Ihre Jungen werden ihnen dann weggerissen, in Holzkäfige gesteckt und für den Flug in ein Versuchslabor vorbereitet.»

Air France gehört zu einem zweistelligen Prozentsatz der Republik Frankreich. Sie ist das weltweit grösste Transportunternehmen für Tiere die in Tierversuchslabors geliefert werden. Air France ist zudem die letzte Passagierfluggesellschaft die bei diesem Geschäft überhaupt noch mitmacht. Jahrelange weltweite Proteste verschiedener Tierversuchsgegner-Organisationen und der AG STG haben bewirkt, dass immer mehr Fluggesellschaften auf den Transport von Affen, und teilweise sogar generell auf Tiertransporte in Tierversuchslabors, verzichten. Auch die Swiss International Airline bestätigte gegenüber der AG STG, dass sie sich aus ethischen Gründen gegen Affentransporte ausspricht.

Für eine sinnvolle Forschung zum Nutzen von Mensch und Tier
Die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren hinsichtlich Anatomie, Physiologie und Stoffwechsel sind zu gross, als dass Ergebnisse aus Tierversuchen auf Menschen übertragen werden könnten. Viele Krankheiten, die bei Menschen vorkommen, gibt es bei Tieren nicht. In Tierversuchen entstehen falsche Ergebnisse, die für uns Menschen nicht nur wertlos, sondern oft sogar gefährlich sind, denn falsche Ergebnisse bedeuten immer grosse Risiken für die Menschen.
Es gibt zahlreiche innovative, tierfreie Forschungsmethoden, die Ergebnisse liefern, die direkt auf den Menschen übertragbar sind. In-vitro-Systeme umfassen eine Vielzahl verschiedener Testmethoden. Mit menschlichen Zell- und Gewebekulturen lässt sich z.B. die Wirksamkeit von potentiellen Medikamenten überprüfen. Mit mathematischen Computermodellen kann man den menschlichen Organismus und dessen Stoffwechselvorgänge simulieren.

Links zu druckfähigen Medienfotos von der Aktion (Fotoquelle: AG STG oder: www.agstg.ch):
Querformat: http://www.agstg.ch/downloads/medien/2014-11-21_agstg-aktion_air-france_petitionsuebergabe_quer.jpg
Hochformat: http://www.agstg.ch/downloads/medien/2014-11-21_agstg-aktion_air-france_petitionsuebergabe_hoch.jpg

Weitere Informationen über die Affentransporte der Air France finden Sie unter: http://www.agstg.ch/aktiv-werden/air-france-kampagne.html

Medizin der Zukunft – Die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschung: http://www.agstg.ch/forschung-der-zukunft.html

Kontaktdaten für Medienmitarbeiter unter: Medien Kontakt

Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.