Zum Gedenken an den Welttierschutztag - Max Makakes Brief aus der Todeszelle - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Zum Gedenken an den Welttierschutztag

2. Oktober 2013, Bonaduz

Zum Welttierschutztag vom 4. Oktober gedenkt die AG STG mit dem Brief von Max Makake der vielen in Tierversuchen getöteten Tiere. Dieser Brief vom Frühling 2009 war die letzte Nachricht von Max Makake, die wir bis zu seinem Tod von ihm erhielten. Dieser Brief soll die Menschen an das Leid aller Tiere und an die Grausamkeit und Nutzlosigkeit von Tierversuchen erinnern.
Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) trauert um Max Makake, wie auch um alle jährlich weit über 600 000 in der Schweiz für Tierversuche missbrauchten und getöteten Tiere.

Ich liege schon einige Zeit wach in meinem Käfig. Schlafen kann ich trotz der starken Beruhigungsmedikamente, die sie mir geben, kaum noch. Meine Schmerzen und meine Angst sind sehr stark, lassen mich kaum zur Ruhe kommen.
Schwach kann ich mich noch an den Geruch meiner Mama erinnern. Schwach noch an ihre liebevolle Stimme und ihre Fürsorge. Denn kaum geboren, da kamen sie und rissen uns auseinander. Sie zerrten mich in einen kleinen Käfig und brachten mich weg. Nie mehr konnte ich seit diesem schrecklichen Tag den Geruch meiner Mama wahrnehmen – nie mehr mich an ihr weiches Fell schmiegen und mich bei ihr wohl und sicher fühlen.

Mein Name ist Max.
Geboren wurde ich in einer Zuchtstation. Geboren wurde ich ohne jede Chance, jemals die Wunder des Lebens kennen lernen zu dürfen. Denn geboren wurde ich nur aus einem Zweck – um in die Folterkammern eines Tierversuchslabors verkauft zu werden und da ein Leben voller Schmerzen, Angst und Pein zu verbringen.

Kälte kommt herein, wenn am Morgen die Stahltüren quietschen und die Tageslichter angehen. Es ist nicht die Kälte des Wetters – es ist immer gleich warm hier drinnen – es ist die Kälte der Herzen der Menschen, die reinkommen, um mich, angeblich im Namen der Wissenschaft, zu misshandeln …
Zusätzlich zu der Angst und den Schmerzen, denen ich täglich ausgesetzt bin, macht man sich auch oft über mich lustig. Dies auch in den Medien. Zum Beispiel wurde geschrieben, wie es mir gefallen würde, bei diesen grausamen Torturen mitzumachen.
Dass mein Wille durch monatelanges brutales Training, wie Folter im Wissenschafts-Jargon heisst, durch Isolationshaft, durch Unterbinden sämtlicher natürlicher Bedürfnisse und durch Wasserentzug gebrochen wurde, das wird einfach verheimlicht und als freiwillige Kooperation bezeichnet.
Aber ich weiss, dass wenn ich mich in den Folterstuhl klemmen lasse und mich den üblichen Misshandlungen füge, dann werde ich dafür nicht noch mehr psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt. Bekomme dafür als «Belohnung» endlich etwas zu trinken.
Ein unwürdiges, von Pein gezeichnetes Leben. Jedoch welche andere Chance habe ich?

Die meiste Zeit des Tages vegetiere ich in meinem Stahlkäfig vor mich hin. Träumte dabei früher oft von einem Leben ohne Schmerzen, ohne Gewalt. Von einem Leben mit einer Familie, von der Liebe meiner Mama … oder auch davon, wie es wohl sein würde, auf einer Baumkrone einen Sonnenuntergang geniessen zu können.

Meine Träume und Hoffnungen habe ich jedoch aufgegeben. Abends, wenn die Forscher und «Tierpfleger» endlich weggehen, da durchdringt mich jeweils nur noch ein einziger Gedanke: Hoffentlich wache ich am nächsten Morgen nicht mehr auf …
Mit traurigen Grüssen, Max Makake

Der Welttierschutztag geht auf den heiligen Franziskus von Assisi zurück, der das Tier als lebendiges Geschöpf Gottes und als Bruder des Menschen ansah. Nach seinem Tod wurde der 4. Oktober zum Tag des Gedenkens an diesen grossen Freund der Tiere. An diesem Tag weisen deshalb jedes Jahr weltweit Tierschützer auf die Leiden der Tiere hin.

Zum Gedenken an diesen Tag hofft die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, dass in der Forschung auch Anstand, Moral und Mitgefühl wieder ihren Platz erhalten. Tierversuche sind jedoch nicht nur aus ethischen, sondern auch aus medizinisch-wissenschaftlichen Gründen klar abzulehnen .
Lesen Sie dazu unseren Artikel «Die Medizin der Zukunft – Die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschung» unter:   http://www.agstg.ch/forschung-der-zukunft.html

Kontaktdaten für Medienmitarbeiter unter: Medien Kontakt

Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.

50 Millionen EU-Gelder für tierversuchsfreie Forschung - Verliert die Schweizer Forschung den Anschluss? - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Verliert die Schweizer Forschung den Anschluss?

13. September 2013, Bonaduz

Mit dem aktuellen EU-weiten Forschungsprojekt «Notox» haben es sich Forscher zum Ziel gesetzt, in der Kosmetik übliche Tierversuche vollständig zu ersetzen. Dies durch eine Kombination aus Computersimulationsmodellen und Zellkulturen. «Notox» ist Teil eines Grossprojektes, das mit total 50 Millionen Euro finanziert wird. Alleine für «Notox» investieren die EU und der Europäische Kosmetikverband 9 Millionen Euro. Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) begrüsst diesen wichtigen Schritt in eine tierversuchsfreie und effiziente Forschungszukunft.

Innerhalb von sechs Teilprojekten werden mit einer durchdachten Kombination aus computerbasierten Modellen und Forschung an menschlichen Zellkulturen Untersuchungen zur Giftigkeit von Substanzen vorgenommen. Damit werden die Gefahren für den Verbraucher zuverlässig vorhergesagt werden können. Zudem wird vorhandene Literatur ausgewertet und werden die gewonnenen Erkenntnisse in einer Datenbank dokumentiert. Im Fokus der Forschungen steht die Entwicklung von tierversuchsfreien Teststrategien in den Bereichen der Giftigkeit für den ganzen Körper sowie der Giftigkeit bei wiederholter und Langzeit-Gabe.
Die aktuell zur Testung von Chemikalien und anderen Substanzen durchgeführten Tierversuche sind extrem qualvoll. U. a. Ratten oder Mäusen wird per Magensonde über einen längeren Zeitraum eine Substanz eingepumpt. Je nach Art und Menge des verabreichten Stoffes winden sich die Tiere im Todeskampf oder haben Krämpfe, Durchfall, Fieber, Schüttelfrost oder Lähmungen. Die Tiere sterben an dem Gift oder werden zu bestimmten Zeitpunkten getötet.

Diese Tierversuche sind nicht nur qualvoll, sondern auch unzuverlässig. Laut offiziellen Angaben sind bis zu 96% aller Tierversuchsergebnisse nicht auf Menschen übertragbar. Deshalb werden neue und sicherere Testmethoden entwickelt. Die Entwicklungen im Rahmen von «Notox» werden vorerst in der Kosmetikforschung eingesetzt. Sobald diese Methoden aber etabliert sind, werden sie günstiger, schneller und zuverlässiger als Tierversuche sein. Dann kann man sie nicht nur im Bereich Kosmetikforschung einsetzen, sondern in vielen Bereichen, in denen heute noch Tierversuche gemacht werden.

«Der Tag, an dem die angestaubten Forscher mit ihrem mantramässigen «Es geht nicht ohne Tierversuche» nur noch mitleidig belächelt werden, rückt langsam, aber stetig näher», sagt Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, und ergänzt: «Innovative Wissenschaftler, Universitäten und Unternehmen haben dies längst erkannt und arbeiten an der Forschung der Zukunft. Auch die USA fördern mit mehreren Millionen-Projekten die Entwicklung tierfreier Forschungsmethoden. Hingegen in der Schweiz wird dafür jährlich nicht einmal eine Million eingesetzt.»
Noch aber ist es möglich, den Anschluss an die führende Medizinforschung zu erhalten. Nur aber, sagt die AG STG, ist es allerhöchste Zeit, dass in den «verstaubten Teppichetagen endlich ernsthafte Wissenschaftler Platz erhalten». Dann stünden die Chancen gut, dass die Schweiz den Anschluss an die führende Medizinforschung nicht verpasst.

Um die Sicherheit von Patienten bestmöglich zu gewährleisten, fordert die AG STG eine konsequente Vergleichsuntersuchung zwischen humanbiologischen Tests und Tierversuchen. Die AG STG fordert ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, muss sie sich vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für eine am Menschen orientierte und für die Menschen nützliche Medizinforschung.
Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche. Die AG STG fordert die Schweizer Behörden auf, den Fortschritt in der Forschung nicht länger zu blockieren und stattdessen in die Zukunft zu investieren.

Film über die Forschungsaktivitäten des Projektes Notox (in englischer Sprache): http://www.notox-sb.eu/film

Artikel «Die Medizin der Zukunft – Die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschung»: http://www.agstg.ch/forschung-der-zukunft.html

Kontaktdaten für Medienmitarbeiter unter: Medien Kontakt

Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.

Schockierende Forschung - Fehlerhafte Testmethoden kosten Leben - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Schockierende Forschung

07. August 2013, Winterthur

Ein Szenario mit echten Zahlen: Medizinaltechnikfirma vor dem Aus. 92% ihrer lebensrettenden Beatmungsgeräte funktionieren von Anfang an nicht richtig. Auch von den restlichen Geräten fällt im ersten Jahr die Hälfte infolge teils zum Tode führender Fehlfunktionen aus. Die Quote der funktionierenden Geräte liegt somit bei nur 4%.

Man stelle sich vor: Forscher entwickelten in den letzten Jahren Tests, mit denen man die Geräte besser, zuverlässiger und sicherer machen kann. Diese Testverfahren werden jedoch nicht eingesetzt, da sie genauer und besser sind. Konkret: Sie führen nicht zu den gleichen Testergebnissen wie die veralteten unzuverlässigen Testmethoden – was im Fachjargon «fehlende Validierung» genannt wird. Aus diesem Grund akzeptieren die Zulassungsbehörden diese Testmethoden jedoch nicht. Die Firma setzt die besseren Testmethoden deshalb nicht ein und bringt weiterhin 96% fehlerhafte Geräte auf den Markt.

So etwas wäre unvorstellbar, wird jeder sagen. In einem anderen medizinischen Bereich, der Medikamentenentwicklung, läuft es jedoch genau so ab. Laut offiziellen Zahlen der amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) fallen in den Untersuchungen am Menschen bis zu 96% aller zuvor im Tierversuch als sicher und potentiell wirksam eingestuften Medikamente durch. Also sage und schreibe nur 4% der entwickelten Medikamente gelten schlussendlich als für Menschen potentiell wirksam und ungefährlich.

Dazu Oberarzt Dr. med. Walz: «Mit innovativen, tierfreien Forschungsmethoden lassen sich genauere Ergebnisse erzielen als mit der höchst fehlerhaften Methode des Tierversuchs. Trotzdem müssen bessere Forschungsmethoden zu den gleichen Ergebnissen wie Tierversuche führen, um zugelassen zu werden. Eine unvorstellbare Tatsache! Tagtäglich bezahlen unzählige Menschen und Tiere für diese ignorante Praxis mit ihrem Leben, denn Tierversuche verkennen Gefahren für Menschen und zeigen andererseits Gefahren auf, wo gar keine sind.»
Alleine die EU geht in einem aktuellen Bericht von jährlich 200 000 toten EU-Bürgern infolge unerwünschter Nebenwirkungen aus. In den USA gilt der Tod durch Nebenwirkungen als die fünfthäufigste Todesursache.
Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG: «Es ist allerhöchste Zeit, endlich mit dem Mythos Tierversuch aufzuräumen! Unzählige Leben hätten mit besseren Methoden schon gerettet werden können. Wie viele müssen noch sterben, bis die Forschung endlich die besten Testmethoden einsetzt?»

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert seit langem, dass die besten zur Verfügung stehenden Testmethoden angewendet werden. Um diese zu ermitteln, muss eine konsequente Vergleichsuntersuchung von humanbiologischen Tests und Tierversuchen im Vergleich mit bekannten Daten aus der Humanmedizin durchgeführt werden.
Die AG STG fordert endlich ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, müssen wir uns vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für schnellere, preiswertere und vor allem zuverlässigere Forschungsmethoden.

Die AG STG-Untersuchung über aktuelle Rückzüge von Medikamenten – infolge im Tierversuch nicht erkannter schwerwiegender Nebenwirkungen – ist online abrufbar unter:
Medienmitteilung vom 04. Oktober 2012 - Medikamentenversager

Kontaktdaten für Medienmitarbeiter unter: Medien Kontakt

Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.

Europaweiter Aktionstag gegen «Botox»-Tierversuche - Katzen kämpfen für Mäuse - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Katzen kämpfen für Mäuse

25. Juli 2013, Bonaduz

Das Tierschutzgesetz schreibt vor, dass, wenn es eine anerkannte tierversuchsfreie Testmethode gibt, diese angewendet werden muss. Trotzdem machen die Firmen Merz und Ipsen immer noch Hunderttausende Tierversuche für Schönheitsmittel. Und die Gesetzgeber schreiten nicht ein. Dagegen protestieren am kommenden Samstag Tierversuchsgegner in dreizehn europäischen Ländern. – Mit der Aktion «Katzen kämpfen für Mäuse» in Aarau macht die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) auf dieses «grausame Verbrechen gegen die Tiere» aufmerksam.

Immer mehr Menschen träumen von der ewigen Schönheit und lassen sich Botulinumtoxin (das bekannteste Mittel ist Botox®) spritzen. Was aber viele nicht wissen: Für die Sicherheit jeder einzelnen Produktionseinheit müssen über 100 Mäuse sterben. Jährlich werden weltweit, vorsichtig geschätzt, über 300 000 Tiere zu einem qualvollen Tod verurteilt!
«Ein unglaubliches Tiermassaker im Namen der ‹Schönheit›, und dies sogar obwohl diese Tierversuche eigentlich verboten wären», kritisiert Andreas Item, der Geschäftsführer der AG STG, scharf und erklärt: «Allergan als grösster Hersteller (u.a. Botox®) hat seit zwei Jahren ein tierversuchsfreies wie auch zuverlässigeres Testverfahren im Einsatz. Somit sind diese Tierversuche obsolet und per Gesetz verboten. Doch die beiden Firmen Merz und Ipsen testen ihre Produkte ungehindert weiterhin mit dem sehr qualvollen Tierversuch.»

Botulinumtoxin ist ein Nervengift, das zum grossen Teil für kosmetische Zwecke eingesetzt wird. Da es extrem giftig ist, muss jede einzelne Produktionseinheit getestet werden. Im Tierversuch wird dabei verschiedenen Gruppen von Mäusen jeweils eine andere Dosis dieses Nervengifts in die Bauchhöhle gespritzt. Die Tiere erleiden Muskellähmungen, Sehstörungen und ersticken nach drei bis vier Tagen nach einem qualvollen Todeskampf bei vollem Bewusstsein an einer Lähmung der Atmungsorgane. Die Dosis, bei der nach vier Tagen die Hälfte aller Tiere tot ist, gilt als richtige Dosis. Diese veraltete und besonders grausame Testmethode heisst: LD50-Test (tödliche Dosis bei 50% aller Tiere).
Vor bald zwei Jahren hat die Firma Allergan eine Zulassung für einen tierversuchsfreien, vollständig zellbasierten In-vitro-Test erhalten. Dieser Test hat viele Vorteile gegenüber dem Tierversuch und ist mittelfristig kostengünstiger und schneller. Allergan Inc. schreibt zu den Vorteilen des tierfreien In-vitro-Tests: «Dazu zählt das Potential für eine höhere Präzision und Konsistenz in der Stabilität und Wirksamkeitsprüfung, so dass dies ein bedeutender Durchbruch für die Wissenschaft sowie für die Herstellung von Neurotoxinen ist.»

Unter dem Motto «Katzen kämpfen für Mäuse» verteilen als Katzen verkleidete Aktivisten der AG STG und der SLGV (Schweizer Liga gegen Vivisektion) Flyer in Aarau. Gleichzeitig werden interessierte Passanten «über dieses grausame Massaker im Namen der Eitelkeit» informiert. An diesem europaweiten Aktionstag beteiligen sich Tierversuchsgegner-Organisationen aus dreizehn Ländern.

Die AG STG fordert seit langem die konsequente Förderung und Anwendung moderner medizinischer Forschungsmethoden. Innovative, tierversuchsfreie Testmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche. Die AG STG fordert die Schweizer Behörden auf, dem Tierschutzgesetz Rechnung zu tragen und den Verkauf von Produkten, die trotz tierversuchsfreien Testmethoden immer noch im Tierversuch getestet werden, zu verbieten.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.agstg.ch/botox.html

Kontaktdaten für Medienmitarbeiter unter: Medien Kontakt

 

Hochauflösende Medienfotos von der Aktion (Fotoquelle: www.agstg.ch):
Querformat: http://www.agstg.ch/downloads/medien/2013-07-27_agstg-aktionstag-botox-tierversuche_quer.jpg
Hochformat: http://www.agstg.ch/downloads/medien/2013-07-27_agstg-aktionstag-botox-tierversuche_hoch.jpg

Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.

Weil Tierversuche zu falschen Annahmen führen - Risiken von Asbest wurden jahrzehntelang nicht erkannt - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Weil Tierversuche zu falschen Annahmen führen

4. Juni 2013, Bonaduz

Im italienischen «Asbest-Prozess» hat nun auch das Berufungsgericht die Strafe für den Schweizer Milliardär Stephan Schmidheiny bestätigt. Er wird verurteilt, weil er für den Tod von gegen 3000 Arbeitern und Anwohnern der Eternit-Werke mitverantwortlich sei. Asbest war zu dieser Zeit noch nicht verboten. Denn weil Tierversuche zu falschen Annahmen führen, dauerte es fast 50 Jahre, bis die Gefährlichkeit von Asbest anerkannt wurde und die Gesetzgeber handelten. Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) fordert eine innovative und für Menschen sichere Forschung und deshalb die Abschaffung der Tierversuche.

Stephan Schmidheiny soll als Miteigentümer für 18 Jahre ins Gefängnis und über 50 Millionen Schadenersatz zahlen. 1986 machte die italienische Niederlassung der Firma Konkurs – einige Jahre vor dem Asbest-Verbot in Italien und der Schweiz. Europaweit trat das Verbot erst 2005 in Kraft.
Hingegen wurden die ersten Berichte über mögliche Zusammenhänge zwischen Asbest und Lungenkrebs bereits in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts veröffentlicht. Diese Berichte beruhten auf Untersuchungen an Menschen, die an Asbestose gestorben waren. Doch die geforderten Beweise konnten nicht erbracht werden, da in Tierversuchen kein Zusammenhang zwischen Asbest und Krebs hergestellt werden konnte. Dies gelang unter künstlichen Laborbedingungen erst 1967, und es dauerte deshalb nochmals Jahrzehnte bis zur Anerkennung. Es ist kaum abzuschätzen, wie viele tausend Menschen an den Folgen des «Asbest-Irrtums infolge von Tierversuchen» starben.

«Würde man Beobachtungen und Studien aus der täglichen Praxis Glauben schenken – eine Forderung, die absolut logisch ist –, wäre Asbest schon Jahrzehnte früher verboten worden», kritisiert Andreas Item, der Geschäftsführer der AG STG, und sagt weiter: «Jedoch in ‹gewissen einflussreichen Kreisen› setzt man ausschliesslich auf Tierversuche statt auf Vernunft, Verstand und Wissen. Ob diese Menschen sich auch mal Gedanken über ihre vielen Opfer machen?»
In aktuelleren Studien wurde aufgezeigt, dass Menschen auf Asbest 300mal empfindlicher reagieren als Ratten. Hamster sind bei der Asbest-Inhalation sogar noch widerstandsfähiger.
Dieses Beispiel zeigt einmal mehr wesentliche Unterschiede zwischen Menschen und anderen Tierarten auf und auch, wie absurd es ist, aus Tierversuchen Rückschlüsse auf Menschen zu ziehen.

Die Zuverlässigkeit und Sicherheit von Tierversuchen wird generell immer stärker hinterfragt. In einer aktuellen Untersuchung zeigt die AG STG auf, dass in der Schweiz sehr viele Medikamente, die im Tierversuch erfolgreich waren, nach der Einführung wieder vom Markt genommen oder mit verschärften Zulassungsbeschränkungen versehen werden mussten. Alleine in den Jahren 2011 und 2012 waren über 20 Medikamente betroffen.

Oberarzt Dr. med. Alexander Walz, medizinisch-wissenschaftlicher Berater der AG STG, spricht Klartext: «Der Ausweg aus diesem Dilemma kann nur sein, dass sich die Forschung endlich von der vollkommen veralteten und unzuverlässigen Methode Tierversuch verabschiedet und den Weg frei macht für innovative und tierfreie Forschungsmethoden. Es gibt bereits eine Vielzahl zuverlässiger und schnellerer Testmethoden, mit denen die Sicherheit und Gesundheit der Menschen massiv erhöht werden könnte.»

Um die Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt bestmöglich zu gewährleisten, fordert die AG STG eine konsequente Vergleichsuntersuchung zwischen humanbiologischen Tests und Tierversuchen. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, muss sie sich vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für innovative, zuverlässige und aussagekräftige Forschungsmethoden.

Die AG STG-Untersuchung über aktuelle Rückzüge von Medikamenten ist online abrufbar unter: Medienmitteilung vom 04. Oktober 2012 - Medikamentenversager

Kontaktdaten für Medienmitarbeiter unter: Medien Kontakt

Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.