Spektakuläres «Massensterben» im Bahnhof Winterthur - Tierversuche töten Tiere ... und Menschen! - Medienmitteilung vom 1. Juni 2013 der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Tierversuche töten Tiere ... und Menschen!

1. Juni 2013, Winterthur

Inmitten von Winterthur fallen plötzlich 40 Personen zu Boden und bleiben regungslos liegen. Nach kurzer Zeit stehen einzelne nacheinander auf und prangern lautstark und mit eindrücklichen Bildern das Versagen der medizinischen Forschung an. Weitere als gesichtsloser Tod verkleidete Personen halten stumm Transparente mit Slogans wie «Tierversuche töten Tiere ... und Menschen!» auf.
Mit dieser spektakulären Aktion machte heute die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) darauf aufmerksam, dass jedes Jahr weltweit 115 Millionen Tiere in Tierversuchen getötet werden – und dass auch bis zu 1 Million Menschen jährlich infolge der Nichtübertragbarkeit von Tierversuchsergebnissen stirbt.

Seit weit über 100 Jahren setzt man in der medizinischen Forschung praktisch ausschliesslich auf Tierversuche. Hingegen wurden und werden vielversprechende Forschungsmethoden von den meisten etablierten Labors praktisch ignoriert. Trotzdem werden die meisten medizinischen Fortschritte nicht im Tierversuch, sondern dank innovativen, tierfreien Forschungsmethoden gemacht.
«Damit wir bei der Heilung von Krankheiten endlich die erhofften Durchbrüche erzielen können, muss die medizinische Wissenschaft das Wohl der Patienten wieder ins Zentrum stellen», sagt Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, und kritisiert: «Kinder müssen nicht an Krankheiten sterben, weil zu wenig Geld in die Forschung investiert wird. Kinder müssen sterben, weil das Geld in der medizinischen Forschung nicht für innovative Testmethoden eingesetzt, sondern für veraltete, unwissenschaftliche Tierversuche verschwendet wird.»

Weltweit sterben jährlich hochgerechnet eine Million Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten. All diese Medikamente wurden im Vorfeld ausführlich in Tierversuchen getestet und als für Menschen nützlich und unbedenklich eingestuft. Ein Umstand, der die Schweizer Regierung dazu veranlassen sollte, etwas für die Sicherheit von Patienten zu unternehmen. Das Nationale Gesundheitsinstitut der USA (NIH) hat die Zeichen erkannt und treibt mit umgerechnet 70 Millionen Franken die Entwicklung tierversuchsfreier und sicherer Forschungsmethoden massiv voran. Hingegen in der Schweiz stellt die Regierung diesem Forschungszweig jährlich gerade mal 400 000 Franken zur Verfügung.

Die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren hinsichtlich Anatomie, Physiologie und Stoffwechsel sind zu gross, als dass Ergebnisse aus Tierversuchen auf Menschen übertragen werden könnten. Viele Krankheiten, die bei Menschen vorkommen, gibt es bei Tieren nicht. In Tierversuchen entstehen falsche Ergebnisse, die für uns Menschen nicht nur wertlos, sondern oft sogar gefährlich sind, denn falsche Ergebnisse bedeuten immer grosse Risiken für die Menschen.
Es gibt zahlreiche innovative, tierfreie Forschungsmethoden, die Ergebnisse liefern, die direkt auf den Menschen übertragbar sind. In-vitro-Systeme umfassen eine Vielzahl verschiedener Testmethoden. Mit menschlichen Zell- und Gewebekulturen lässt sich z.B. die Wirksamkeit von potentiellen Medikamenten überprüfen. Mit mathematischen Computermodellen kann man den menschlichen Organismus und dessen Stoffwechselvorgänge simulieren.

Für eine sinnvolle Forschung zum Nutzen von Mensch und Tier
Um die Sicherheit von Patienten bestmöglich zu gewährleisten, fordert die AG STG seit langem die konsequente Förderung und Anwendung moderner medizinischer Forschungsmethoden. Innovative, tierversuchsfreie Testmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche. Die AG STG fordert die Schweizer Behörden auf, den Fortschritt in der Forschung nicht länger zu blockieren und den Weg frei zu machen für eine am Menschen orientierte und für die Menschen nützliche Medizinforschung.

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Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.

Lautstarker Protest am Flughafen Zürich: Air France fliegt Affen in Tierversuchslabors - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Lautstarker Protest am Flughafen Zürich
Air France fliegt Affen in Tierversuchslabors

24. April 2013, Winterthur

Jahr für Jahr werden Zehntausende Affen in kleine Boxen gesteckt, in Flugzeuge gestapelt und dann tagelang unter schrecklichen Bedingungen in die Tierversuchslabors der Welt transportiert. Die Flüge sind eine immense Tortur, verursacht durch Kälte, Durst, Lärm und Stress. Nach der Ankunft erwartet die Affen ein grausames Schicksal in einem Tierversuchslabor. Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) forderte die Air France bereits in mehreren Aktionen auf, auf diese Transporte zu verzichten. Da die Fluggesellschaft jedoch weiterhin an diesem schmutzigen Geschäft verdienen will, ruft die AG STG deshalb nun zum Boykott der Air France auf, bis diese nicht mehr am Elend der Affen verdient.

Mit Plakaten, Stopptafeln und einem Banner mit der Aufschrift «Air France fliegt Affen ins Tierversuchslabor!» machten die Aktivisten der AG STG auf den Horror, der sich in den Frachträumen der Air-France-Maschinen abspielt, aufmerksam. Dazu skandierten sie Sprüche wie «Air France heisst Leid, Air France heisst Not, Air France fliegt Affen in den Tod!» und sammelten Unterschriften für eine Petition an Air France mit der Aufforderung, diese Transporte sofort einzustellen. Die Kantonspolizei stellte sich jedoch den Protestierenden schnell  entgegen und liess sie vom Platz verweisen mit der Begründung, dass aus sicherheitstechnischen Gründen keine Aktionen auf dem Flughafengelände erlaubt sind.
«Trotz der Wegweisung haben wir viele positive Reaktionen von Fluggästen bekommen und bereits viele Unterschriften gesammelt. Vielen Menschen ist es ein Anliegen, kein Tierleid zu unterstützen», freut sich Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, und fügt hinzu: «Die Air France ist die letzte europäische und eine der drei letzten internationalen Fluggesellschaften, die noch Affen in Tierversuchslabors transportiert. Auch die Air France wird dem immer grösser werdenden Druck von Tierversuchsgegnern nicht mehr lange standhalten können.»

Die Airline hat noch nie positiv auf die Aufforderung reagiert, dem Beispiel von über 100 anderen internationalen Fluggesellschaften zu folgen und Affentransporte für Versuchslabors einzustellen. Praktisch alle globalen Fluggesellschaften sprechen sich gegen Affentransporte in Tierversuchslabors aus. Auch die Swiss International Airline bestätigte gegenüber der AG STG, dass sie sich aus ethischen Gründen gegen Affentransporte ausspricht.

Für eine sinnvolle Forschung zum Nutzen von Mensch und Tier
Die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren hinsichtlich Anatomie, Physiologie und Stoffwechsel sind zu gross, als dass Ergebnisse aus Tierversuchen auf Menschen übertragen werden könnten. Viele Krankheiten, die bei Menschen vorkommen, gibt es bei Tieren nicht. In Tierversuchen entstehen falsche Ergebnisse, die für uns Menschen nicht nur wertlos, sondern oft sogar gefährlich sind, denn falsche Ergebnisse bedeuten immer grosse Risiken für die Menschen.
Es gibt zahlreiche innovative, tierfreie Forschungsmethoden, die Ergebnisse liefern, die direkt auf den Menschen übertragbar sind. In-vitro-Systeme umfassen eine Vielzahl verschiedener Testmethoden. Mit menschlichen Zell- und Gewebekulturen lässt sich z.B. die Wirksamkeit von potentiellen Medikamenten überprüfen. Mit mathematischen Computermodellen kann man den menschlichen Organismus und dessen Stoffwechselvorgänge simulieren.

Der 24. April ist der «Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche». Dieses Datum nimmt die AG STG stets zum Anlass, an all die Versuchstiere zu erinnern, die unter dem Vorwand wissenschaftlicher Forschung gequält und getötet werden.

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Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.

Strassenaktion in Winterthur in Gedenken an: 10 Millionen Opfer im Namen der Wissenschaft - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Strassenaktion in Winterthur in Gedenken an:
10 Millionen Opfer im Namen der Wissenschaft

16. März 2013, Winterthur

45 000 Katzen, 3,8 Millionen Mäuse und 118 000 Meerschweinchen sind, zusammen mit vielen weiteren Tierarten, in Schweizer Forschungslabors verbraucht worden. Ginge es um Menschen, wäre die Empörung gross. Doch weil es sich um Tiere handelt und die Versuche hinter verschlossenen Türen stattfinden, hat die Öffentlichkeit kaum Kenntnis davon. Die AG STG macht mit der Aktion «Grabkreuze für Tiere» auf die unzähligen unschuldigen Opfer aufmerksam und fordert, endlich auf innovative, tierversuchsfreie und sichere Forschungsmethoden umzustellen.

Jedes weisse Kreuz dieser Aktion symbolisiert eine Tierart, deren Vertreter massenhaft in Schweizer Versuchslabors ums Leben kamen oder misshandelt wurden. Dieser Friedhof soll die Menschen daran erinnern, dass hinter Medikamenten, Kosmetik und Chemikalien bittere Tierversuche stecken. Und dass an den meisten Produkten Blut, Schmerz und grosses Leid klebt, das vermeidbar wäre.
Gemäss der Schweizer Tierversuchsstatistik mussten zwischen 1997 und 2011 rund 10 Millionen Tiere für die Forschung sterben. Die Dunkelziffer ist deutlich höher. Tiere, die zum Beispiel aufgrund falscher genetischer Voraussetzungen gar nicht erst zum Einsatz kamen, sondern vorher getötet wurden, sind in der offiziellen Statistik nicht aufgeführt. Praktisch jede Tierart wurde und wird in der Schweiz für Versuche eingesetzt, darunter befinden sich beispielsweise Ratten, Hunde, Affen, Vögel und Schweine.

Tiere leiden im Namen der Medizin
Der Mensch soll dank Tierversuchen nicht nur schön, sondern auch gesund werden. Der Grossteil der 10 Millionen Tiere, die in der Schweiz Opfer von Tierversuchen wurden, wurde für die Grundlagenforschung eingesetzt (Forschung ohne konkretes Ziel resp. ohne direkte medizinische Relevanz). Mittlerweile sind mehr als ein Sechstel aller eingesetzten Tiere genmanipuliert. In Tierversuchen wurde Krebs und Diabetes mellitus schon seit Jahrzehnten wiederholt geheilt. Die Ergebnisse aus den Tierversuchen lassen sich jedoch nicht auf den Menschen anwenden, schliesslich sind wir weder Ratten noch Hunde oder Schweine. Deshalb wird Krebs bald Todesursache Nr. 1 beim Menschen sein und Diabetes mellitus zur grössten finanziellen Bedrohung für die Krankenkassen werden.
Oberarzt Dr. med. Alexander Walz, medizinisch-wissenschaftlicher Berater der AG STG, spricht Klartext: «Krebs ist bei Mäusen und Ratten längst besiegt, aber nichts davon ist auf Menschen übertragbar. Weil Politik und Forschung trotzdem noch auf Tierversuche setzen, muss ich jeden Tag Patienten sagen, dass sie unheilbar krank sind und wir keine Therapie anbieten können.»

Innovative Forschungsmethoden retten Leben

Die wenigsten Menschen wissen, welche Vielfalt an Forschungsmethoden der Wissenschaft zur Verfügung steht. Denn über das immense Potential innovativer Forschungsmethoden gelangen kaum je Informationen an die Öffentlichkeit. Zu viele verdienen an Tierversuchen zu gut, als dass auf tierfreie, innovative Testmethoden umgestellt würde. Dabei retten diese Methoden nicht nur Tierleben, sondern auch Menschenleben – denn sie liefern Ergebnisse, die zuverlässiger auf Menschen übertragbar sind.
Zum Beispiel umfassen In-vitro-Systeme eine Vielzahl verschiedener Testmethoden. Mit menschlichen Zellkulturen sind äusserst zuverlässige Ergebnisse möglich. Im Labor werden einzelne Körperzellen vermehrt. An den Zellkulturen lässt sich sowohl der gesunde wie auch der kranke Zustand z.B. im Falle von Krebs erforschen. Ferner kann man auf einfache Art und Weise die Wirkung potentieller Medikamente überprüfen, und nicht zuletzt lassen sich durch Zellkulturen auch Medikamente herstellen.

Umdenken dringend notwendig

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner fordert seit langem die konsequente Förderung und Anwendung von tierversuchsfreien Forschungsmethoden statt der Verschwendung von Geldern für gefährliche, völlig veraltete Testmethoden. Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche.
Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, so ist ein Umdenken in Politik und Forschung unabdingbar. Wir müssen Tierversuche endlich abschaffen und den Weg frei machen für schnellere, preiswertere und vor allem zuverlässigere Methoden.

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  Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.

Schluss mit Tierversuchen für Kosmetik - Etappensieg im Kampf gegen Tierversuche - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Etappensieg im Kampf gegen Tierversuche

8. März 2013, Bonaduz/Winterthur

Am 11. März 2013 tritt in Europa die letzte Stufe für das Verbot von Tierversuchen für Kosmetik in Kraft. Danach dürfen in der EU an Tieren getestete Kosmetikprodukte und -inhaltsstoffe, auch wenn sie ausserhalb der EU getestet wurden, nicht mehr verkauft werden.
Die jahrelangen Proteste und Kampagnen der Tierversuchsgegner haben gewirkt. Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) ist erfreut über diesen grossartigen Erfolg für die Tiere und für eine zukunftsweisende Forschung, und engagiert sich für ein weltweites Verbot von Tierversuchen für Kosmetik.

Es war «ein Bibbern» bis zum Schluss. Noch vor nicht langer Zeit war ungewiss, ob der Termin 11. März 2013 nicht um 10 Jahre verschoben, oder die Richtlinie verwässert wird. Deshalb intensivierte die AG STG ihre Kampagne «Nein zu Tierqual-Kosmetik» und überreichte am 11.11.11 an EU-Botschafter Michael Reiterer 11 111 Unterschriften für das endgültige Verbot von Tierversuchen für Kosmetik.

Auch wenn dieser Erfolg auf den ersten Blick nicht allzu bedeutend erscheinen mag, da es nur einen relativ kleinen Bereich der Tierversuche betrifft, erwartet die AG STG daraus eine grosse und nachhaltige Veränderung. Denn die in den letzten Jahren infolge des anstehenden Verbotes entwickelten tierversuchsfreien Testmethoden lassen sich nicht nur für Kosmetikrohstoffe einsetzen, sondern für sämtliche Forschungsbereiche.
«Wir sind überaus glücklich über diesen grossen Erfolg und möchten uns an dieser Stelle bei allen Unterstützern unserer Kampagne für ihren jahrelangen Einsatz bedanken.» erklärt ein zufriedener Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG. Mit Blick auf die Zukunft sagt er: «Handel und Wirtschaft jammern schon lange, weil sie infolge der Richtlinie Produkte, die für den europäischen Markt konzipiert sind, in China und den USA nicht verkaufen können, und umgekehrt. Das Ziel darf nun aber nicht eine Verzögerung oder Verwässerung der Richtlinie sein, sondern dass die restliche Welt die europäischen Testmethoden anerkennt und übernimmt.»

Die Organisation AG STG empfiehlt weiterhin ausschliesslich die aufgelisteten Firmen der Plattform www.kosmetik-ohne-tierversuche.ch. Denn zum einen können Firmen weiterhin Tierversuche für Produkte für aussereuropäische Märkte durchführen, und zum anderen werden die meisten Rohstoffe nicht hauptsächlich für Kosmetik entwickelt und somit weiterhin in Tierversuchen getestet.

Die AG STG fordert ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, muss sie sich vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für eine am Menschen orientierte und für die Menschen nützliche Forschung.
Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche. Die AG STG fordert die Schweizer Behörden auf, den Fortschritt in der Forschung nicht länger zu blockieren und stattdessen in die Zukunft zu investieren.

Ausführliche Informationen über Tierversuche sowie über tierversuchsfreie Kosmetik, Haushalts- und Reinigungsmittel finden Sie unter: http://www.kosmetik-ohne-tierversuche.ch

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 Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.

Studie zweifelt an Übertragbarkeit von Tierversuchen - Menschen sind keine 70-kg-Mäuse - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Studie zweifelt an Übertragbarkeit von Tierversuchen

18. Februar 2013, Winterthur

Menschen und Mäuse reagieren komplett unterschiedlich auf Verletzungen und Entzündungsprozesse. Erneut beweist eine Studie, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf Menschen übertragbar sind. Doch noch immer sind Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben, beispielsweise um Medikamente für Menschen zu entwickeln. Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) fordert die Abschaffung aller Tierversuche zugunsten einer am Menschen orientierten Forschung.

Über 5 500 Gene verändern sich bei Menschen durch schwere Verletzungen und darauf folgende Entzündungsreaktionen. Bei Mäusen mit vergleichbaren Verletzungen sind hingegen grösstenteils ganz andere Gene betroffen. Zudem leiden die Menschen mehrere Monate an den  Reaktionen, Mäuse dagegen ein paar Stunden oder Tage. Dies haben 39 Autoren von 20 US-amerikanischen und kanadischen Forschungsinstituten herausgefunden, die im Rahmen einer Studie die Genaktivitäten von 244 Patienten mit Brandverletzungen und von 167 Menschen mit grösseren Wunden verfolgten.[1] Sie gingen damit unter anderem der Frage nach, weshalb 150 Substanzen, die sich im Tierversuch als wirksam erwiesen hatten, beim Menschen allesamt versagten.

Das Studienergebnis ist für Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, nicht überraschend: «Ergebnisse aus Tierversuchen sind kaum auf Menschen übertragbar und deshalb ein unkalkulierbar grosses Risiko. Trotzdem wird noch immer auf Tierversuche gesetzt, und das obwohl innovative, tierfreie Forschungsmethoden zur Verfügung stehen, die sich direkt am Menschen orientieren.»
Seit Jahrzehnten werden so genannte «Mausmodelle» in der biomedizinischen Forschung und Medikamentenentwicklung verwendet. Doch bei klinischen Studien, also bei den anschliessenden, gesetzlich vorgeschriebenen Tests am Menschen, erweisen sich die aus Tierversuchen gewonnenen Ergebnisse immer wieder als Fehlschlag.

Keine Sicherheit für Patienten
Eine aktuelle Untersuchung der AG STG zeigt, dass auch die Schweiz nicht verschont ist von Medikamenten, die im Tierversuch zwar erfolgreich waren, nach der Einführung aber wieder vom Markt genommen oder mit verschärften Zulassungsbeschränkungen versehen werden mussten. Alleine in den Jahren 2011 und 2012 waren über 20 Medikamente betroffen. Die Dunkelziffer liegt – mangels einer entsprechenden, offiziell zugänglichen Datenbank – mit Sicherheit deutlich höher.

Forschung muss sich am Menschen orientieren
Um die Sicherheit von Patienten bestmöglich zu gewährleisten, fordert die AG STG eine konsequente Vergleichsuntersuchung zwischen humanbiologischen Tests und Tierversuchen. Die AG STG fordert ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, muss sie sich vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für eine am Menschen orientierte und für die Menschen nützliche Medizinforschung.
Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche. Die AG STG fordert die Schweizer Behörden auf, den Fortschritt in der Forschung nicht länger zu blockieren und stattdessen in die Zukunft zu investieren.

Die AG STG-Untersuchung über aktuelle Rückzüge von Medikamenten ist online abrufbar unter: Medienmitteilung vom 04. Oktober 2012 - Medikamentenversager

Quelle:
[1] Studie zur Genaktivität bei Verletzungen: Seok J. et al.: Genomic responses in mouse models poorly mimic human inflammatory diseases. PNAS 2013, February 11, doi: 10.1073/pnas.1222878110

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Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.