Menschenversuche in Basel - Symbolhafte Aktion zum Thema Tierversuche - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Symbolhafte Aktion zum Thema Tierversuche/Menschenversuche

28. Januar 2013, Basel/Winterthur

Hände und Füsse sind mit Gurten fixiert, der Mund mit einer Klemme aufgerissen, der Schädel wurde aufgesägt. Der «Versuchsmensch» auf der Untersuchungsliege windet sich vor Schmerzen und Angst. Doch die beiden experimentierenden Vivisektoren kümmern sich nicht darum, sind taub gegenüber den Schmerzensschreien. Sie haben anderes zu tun, wollen Ergebnisse erzielen – angeblich im Dienste der Wissenschaft.
Mit der heutigen Aktion in Basel zeigt die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner), was tagtäglich im Verborgenen in Schweizer Tierversuchslabors passiert, und thematisiert gleichzeitig die Gefahren von Tierversuchen für Menschen.

«Es gibt keine Sicherheit für Menschen, wenn auf Tierversuche gesetzt wird!» sagt Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, und moniert: «Das Spiel mit den Ängsten und Hoffnungen der Patienten ist ein grausames, aber leider sehr lukratives Spiel.»
Jährlich sterben weltweit hochgerechnet eine Million Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten. Diese Medikamente wurden im Vorfeld in Tierversuchen als für Menschen unbedenklich eingestuft und deshalb auf dem Markt zugelassen. Ein Umstand, der auch die Schweizer Regierung dazu veranlassen sollte, etwas für die Sicherheit von Patienten zu unternehmen. Das Nationale Gesundheitsinstitut der USA (NIH) hat die Zeichen erkannt und treibt mit umgerechnet 70 Millionen Franken die Entwicklung tierversuchsfreier und sicherer Forschungsmethoden massiv voran. In der Schweiz stellt der Bund diesem Forschungszweig jährlich gerade mal 400 000 Franken zur Verfügung.

Tierversuche führen zu Menschenversuchen
Schon vor rund 30 Jahren versprachen die grossen Schweizer Pharmafirmen, Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und Karies bald komplett heilen zu können. Dieses Versprechen wollten sie dank Tierversuchen innerhalb der nächsten drei bis zwölf Jahre erfüllen. Erreicht wurde von den gesetzten Zielen jedoch leider fast keines.
Tiere sind anatomisch und biologisch völlig anders als Menschen. Man kann aus der Reaktion einer Tierart auf ein Arzneimittel keine Rückschlüsse ziehen auf die Wirkung dieser Substanz auf Menschen. Deshalb müssen Ergebnisse aus Tierversuchen an menschlichen Probanden ausgetestet werden. Diese werden dabei hohen Risiken und unabsehbaren gesundheitlichen Folgen ausgesetzt.

Die AG STG stellt auf ihrer Webseite verschiedene tierfreie Forschungsmodelle vor. Zum Beispiel dreidimensionale Biochips mit Gewebekulturen. Auf diesen lassen sich Funktion, Struktur und das Zusammenwirken verschiedener menschlicher Organe lebensecht nachbilden. Mit solchen Modellen können potentielle Arzneimittel schneller und zuverlässiger getestet werden.
«Tierversuche dienen häufig einzig und alleine dem Prestigegedanken und sollen Forschern zu Ansehen und vielen wissenschaftlichen Veröffentlichungen verhelfen», kritisiert Cristina Roduner, Medienverantwortliche der AG STG. «Solange Tierversuche in der Forschung eingesetzt werden, müssen immer auch viele unkalkulierbare und somit gefährliche Versuche an Menschen durchgeführt werden.»

Umdenken dringend notwendig
Um die Sicherheit von Patienten bestmöglich zu gewährleisten, fordert die AG STG eine konsequente Vergleichsuntersuchung zwischen humanbiologischen Tests und Tierversuchen. Die AG STG fordert ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, muss sie sich vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für eine am Menschen orientierte und für die Menschen nützliche Medizinforschung.
Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche. Die AG STG fordert die Schweizer Behörden auf, den Fortschritt in der Forschung nicht länger zu blockieren, sondern in die Zukunft zu investieren.


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 Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.


Engel verteilen in Zürich vergiftetes Weihnachtsgebäck - Ist der Mensch ein Schwein, eine Ratte oder ein Esel? - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Ist der Mensch ein Schwein, eine Ratte oder ein Esel?

23. Dezember 2012, Zürich/Bonaduz

«Möchten Sie gerne ein Arsen-Herzli oder ein Zyankali-Kipferl probieren?» fragten heute Engel auf den Zürcher Strassen. Manch ein Passant blieb infolge dieser Frage schockiert stehen. Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) zeigt mit der Aktion «Vergiftetes Weihnachtsgebäck» auf, dass die Ergebnisse von Tierversuchen nicht auf Menschen übertragbar sind.

Jährlich werden in der Schweiz mehr als 600 000 Tiere in Tierversuchen verbraucht. Bei vielen dieser Versuche wird getestet ob ein Wirkstoff giftig ist oder nicht.
«Die Sicherheit der Konsumenten ist wichtig. Menschen sind aber keine 70kg-Ratten. Der Mensch wie jede Tierart reagieren oft vollkommen anders auf diverse Wirkstoffe und Gifte.» moniert Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG und fügt einige Beispiele bekannter Gifte an: «Z.B. ist Arsen für Schafe und andere Wiederkäuer auch in hohen Dosen verträglich. Dasselbe gilt für Strychnin für Affen, Hühner und Meerschweinchen und ebenso für Zyankali für Schafe, Kröten und Stachelschweine.»

Thomas Hartung vom «Center for Alternatives to Animal Testing», belegt mit einem Artikel in der renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift «Nature», dass rund 60% der Stoffe, die in Tierversuchen als giftig eingestuft und deshalb nicht weiter untersucht werden, für Menschen ungiftig sind. Sowie dass handkehrum bis zu 40% der für uns giftigen Stoffe im Tierversuch nicht erkannt und somit für Menschen als ungiftig erklärt werden. Je nach eingesetzter Tierart führen Giftigkeitsversuche zu vollkommen verschiedenen Ergebnissen. Daraus Rückschlüsse auf die Wirkung auf Menschen zu ziehen ist verantwortungslos und sehr gefährlich.
Paris Hiltl, eine radikale Tierschützerin, fragt deshalb: «Welche Sicherheit soll somit mit Tiertests erreicht werden? Tierversuche sind schlicht nur ein unnötiges, unglaubliches Massaker an Tieren!»

Viele Schweizer teilen ihr Zuhause mit einer Katze. Die Besitzer kennen den Charakter und die Vorlieben ihres Haustiers. Und viele wissen, dass für Katzen Medikamente und Wirkstoffe wie Aspirin, Paracetamol, Phenylbutazon, Morphium, Digoxin und viele mehr gefährlich bis teils sogar tödlich sind. Tierhalter wissen, dass man einem Hund nur Medikamente für Hunde, einem Pferd nur Medikamente für Pferde und einem Hamster nur Medikamente für Hamster geben darf. Wie sollten also Tierversuche mit an Katzen, Hunden, Pferden oder Hamstern getesteten Medikamenten Rückschlüsse auf deren Wirkung bei Menschen liefern?

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner fordert seit Langem die konsequente Förderung und Anwendung von tierversuchsfreien Forschungsmethoden, statt der Verschwendung von Geldern für gefährliche, unzuverlässige Testmethoden. Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche. Mit diesen Methoden können viel genauere Rückschlüsse auf die Wirkung bei Menschen gezogen werden.
Um die Patientensicherheit zu erhöhen fordert die AG STG die Abschaffung aller Tierversuche, um damit den Weg für schnellere, preiswertere und vor allem zuverlässigere Testmethoden freizumachen.

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 Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.


Reinigen und Waschen mit gutem Gewissen - Held ® und Ecover ® setzen Zeichen gegen Tierversuche - Medienmitteilung der AG STG

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Reinigen und Waschen mit gutem Gewissen

14. Dezember 2012, Winterthur

Tierversuche für Reinigungs- und Haushaltsmittel lehnen viele Konsumentinnen und Konsumenten ab. Trotzdem werden auch heute noch jährlich Tausende Tierversuche für diese Produkte durchgeführt. Die Firmen Held® und Ecover® gehen auf die Kundenwünsche ein. Sie bieten eine Vielfalt von garantiert tierversuchsfreien sowie preiswerten und ökologischen Produkten an.

Viele Firmen werben damit, dass ihre Produkte tierversuchsfrei seien. Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) mahnt jedoch zur Vorsicht, denn Angaben wie «Ohne Tierversuche», «Tierversuchsfrei» oder «Wurde nicht im Tierversuch getestet» sind nicht gesetzlich geschützt. Auch gibt es in der Schweiz kein Gesetz, das Tierversuche für diese Produkte verbietet. Somit ist es für die Konsumenten fast unmöglich zu wissen, welche Produkte denn auch wirklich tierversuchsfrei sind.

Die Endprodukte sind tierversuchsfrei. Denn der Verkauf von im Tierversuch getesteten Kosmetik-Fertigprodukten ist in der EU verboten. Diesen Gesetzen müssen sich auch Schweizer Firmen anpassen. «Was viele Hersteller jedoch bewusst verschweigen: Für die einzelnen Inhaltsstoffe ihrer Produkte wurden und werden immer noch sehr viele Tierversuche gemacht», kritisiert Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, und sagt weiter: «Und daran wird sich leider auch nichts ändern, solange die Gesetzgeber nichts gegen diese Kundentäuschungen unternehmen!».
Diesem Missstand tritt die AG STG entgegen. Auf der Plattform www.kosmetik-ohne-tierversuche.ch präsentiert sie eine grosse Auswahl an Firmen die tierversuchsfreie Kosmetik, Reinigungs- und Haushaltsmittel herstellen.

Immer mehr bekannte Firmen beweisen, dass es ohne Tierversuche geht. Die AG STG ist erfreut, dass sie mit Held® und Ecover® zwei neue Partner gewinnen konnte, deren hochwertige Produkte sie uneingeschränkt empfehlen kann.
Ausführliche Informationen über Tierversuche sowie über tierversuchsfreie Kosmetik, Haushalts- und Reinigungsmittel finden Sie unter: http://www.kosmetik-ohne-tierversuche.ch

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www.kosmetik-ohne-tierversuche.ch ist finanziell unabhängig. Dieses Projekt wird ausschliesslich von der AG STG finanziert. Somit ist sichergestellt, dass keine Verpflichtung Dritten gegenüber besteht oder entstehen kann.
Die AG STG ist politisch, religiös und weltanschaulich neutral und unabhängig.
Auch steht die AG STG selbst in keiner Verpflichtung gegenüber irgendeiner Firma oder einem Hersteller. Die AG STG finanziert sich ausschliesslich über Abonnenten der Zeitschrift «Albatros» sowie durch freiwillige Unterstützungen und Spenden.



Eindrückliche Strassenaktion in Luzern in Gedenken an: 10 Millionen Opfer im Namen der Wissenschaft title=

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Strassenaktion in Luzern in Gedenken an:
10 Millionen Opfer im Namen der Wissenschaft

30. November 2012, Winterthur/Luzern

45 000 Katzen, 3,8 Millionen Mäuse und 118 000 Meerschweinchen sind, zusammen mit vielen weiteren Tierarten, in Schweizer Forschungslabors verbraucht worden. Ginge es um Menschen, wäre die Empörung gross. Doch weil es sich um Tiere handelt und die Versuche hinter verschlossenen Türen stattfinden, hat die Öffentlichkeit kaum Kenntnis davon. Die AG STG macht mit der Aktion «Grabkreuze für Tiere» auf die unzähligen unschuldigen Opfer aufmerksam und fordert, endlich auf innovative, tierversuchsfreie und sichere Forschungsmethoden umzustellen.

Jedes weisse Kreuz dieser Aktion symbolisiert eine Tierart, deren Vertreter massenhaft in Schweizer Versuchslabors ums Leben kamen oder misshandelt wurden. Dieser Friedhof soll die Menschen daran erinnern, dass hinter Medikamenten, Kosmetik und Chemikalien bittere Tierversuche stecken. Und dass an den meisten Produkten Blut, Schmerz und grosses Leid klebt, das vermeidbar wäre.
Gemäss der Schweizer Tierversuchsstatistik mussten zwischen 1997 und 2011 rund 10 Millionen Tiere für die Forschung sterben. Die Dunkelziffer ist deutlich höher. Tiere, die zum Beispiel aufgrund falscher genetischer Voraussetzungen gar nicht erst zum Einsatz kamen, sondern vorher getötet wurden, sind in der offiziellen Statistik nicht aufgeführt. Praktisch jede Tierart wurde und wird in der Schweiz für Versuche eingesetzt, darunter befinden sich beispielsweise Ratten, Hunde, Affen, Vögel und Schweine.

Tiere leiden im Namen der Medizin
Der Mensch soll dank Tierversuchen nicht nur schön, sondern auch gesund werden. Der Grossteil der 10 Millionen Tiere, die in der Schweiz Opfer von Tierversuchen wurden, wurde für die Grundlagenforschung eingesetzt (Forschung ohne konkretes Ziel resp. ohne direkte medizinische Relevanz). Mittlerweile sind mehr als ein Sechstel aller eingesetzten Tiere genmanipuliert. In Tierversuchen wurde Krebs und Diabetes mellitus schon seit Jahrzehnten wiederholt geheilt. Die Ergebnisse aus den Tierversuchen lassen sich jedoch nicht auf den Menschen anwenden, schliesslich sind wir weder Ratten noch Hunde oder Schweine. Deshalb wird Krebs bald Todesursache Nr. 1 beim Menschen sein und Diabetes mellitus zur grössten finanziellen Bedrohung für die Krankenkassen werden.
Oberarzt Dr. med. Alexander Walz, medizinisch-wissenschaftlicher Berater der AG STG, spricht Klartext: «Krebs ist bei Mäusen und Ratten längst besiegt, aber nichts davon ist auf Menschen übertragbar. Weil Politik und Forschung trotzdem noch auf Tierversuche setzen, muss ich jeden Tag Patienten sagen, dass sie unheilbar krank sind und wir keine Therapie anbieten können.»

Innovative Forschungsmethoden retten Leben
Die wenigsten Menschen wissen, welche Vielfalt an Forschungsmethoden der Wissenschaft zur Verfügung steht. Denn über das immense Potential innovativer Forschungsmethoden gelangen kaum je Informationen an die Öffentlichkeit. Zu viele verdienen an Tierversuchen zu gut, als dass auf tierfreie, innovative Testmethoden umgestellt würde. Dabei retten diese Methoden nicht nur Tierleben, sondern auch Menschenleben – denn sie liefern Ergebnisse, die zuverlässiger auf Menschen übertragbar sind.
Zum Beispiel umfassen In-vitro-Systeme eine Vielzahl verschiedener Testmethoden. Mit menschlichen Zellkulturen sind äusserst zuverlässige Ergebnisse möglich. Im Labor werden einzelne Körperzellen vermehrt. An den Zellkulturen lässt sich sowohl der gesunde wie auch der kranke Zustand z.B. im Falle von Krebs erforschen. Ferner kann man auf einfache Art und Weise die Wirkung potentieller Medikamente überprüfen, und nicht zuletzt lassen sich durch Zellkulturen auch Medikamente herstellen.

Umdenken dringend notwendig
Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner fordert seit langem die konsequente Förderung und Anwendung von tierversuchsfreien Forschungsmethoden, statt der Verschwendung von Geldern für gefährliche, völlig veraltete Testmethoden. Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche.

Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, so ist ein Umdenken in Politik und Forschung unabdingbar. Wir müssen Tierversuch endlich abschaffen und den Weg frei machen für schnellere, preiswertere und vor allem zuverlässigere Methoden.

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Hochauflösende Medienfotos (Fotoquelle: www.agstg.ch):
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Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.

Vergleichsstudie medizinischer Forschungsmodelle - Kaum Unterstützung für innovative Testmethoden

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Vergleichsstudie medizinischer Forschungsmodelle - Kaum Unterstützung für innovative Testmethoden.

01. November 2012, Winterthur

Jährlich sterben weltweit hochgerechnet über eine Million Menschen an Nebenwirkungen von Medikamenten. Um sichere und bessere Arzneimittel entwickeln zu können, fördern die Nationalen Gesundheitsinstitute in den USA (NIH) erneut mit umgerechnet rund 70 Millionen Franken die Entwicklung tierversuchsfreier Forschungsmodelle. Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner (AG STG) begrüsst diese Entwicklung sehr. Gleichzeitig kritisiert sie die Schweizer Behörden aufs schärfste, da sie innovative tierversuchsfreie Forschungsmodelle überhaupt nicht unterstützen.

In der Schweiz unterstützt der Bund diesbezüglich lediglich die «Stiftung Forschung 3R» mit öffentlichen Mitteln. Diese wiederum verteilt Gelder für Projekte zur Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch. Bund und Interpharma teilen sich einen jährlichen Betrag von höchstens 800 000 Franken. Mit diesen Geldern kann die Stiftung jährlich lediglich durchschnittlich fünf Projekte teilweise unterstützen. Im Vergleich dazu werden in der Schweiz jährlich über 1000 neue Tierversuchsprojekte bewilligt und finanziert. Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, dazu: «Dass in der Schweiz nicht mehr an innovativen, tierversuchsfreien Testmethoden geforscht wird, liegt nicht an den Forschern. Projektanträge werden viele gestellt. Jedoch wer in der Schweiz forschen möchte, muss immer wieder feststellen, dass er wenig bis keine Chance auf öffentliche Gelder hat, wenn er in seinem Projekt keine Tierversuche vorsieht.»

In den USA hingegen wird das enorme Potential innovativer tierversuchsfreier Forschungsmethoden immer mehr erkannt. Schon vor Jahren hatten die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA und die NIH angekündigt, Chemikalien und andere Stoffe in Zukunft mit automatisierten Zellsystemen und Computermodellen zu testen. Als Grund nannten sie für diesen Schritt die schlechte Übertragbarkeit der Tierversuchsergebnisse sowie die sehr hohen Kosten und die lange Dauer von Tiertests.
Mit dem aktuellen Förderprogramm unterstützen die NIH in den nächsten fünf Jahren 17 Forschergruppen bei der Entwicklung verschiedener dreidimensionaler Biochips, auf denen sich mit Gewebekulturen Funktion, Struktur und das Zusammenwirken verschiedener menschlicher Organe lebensecht nachbilden lassen. Mit solchen Modellen können potentielle Arzneimittel schneller und zuverlässiger getestet werden.

Die Forschung der Zukunft
Mit einer umfassenden Vergleichsuntersuchung verschiedener medizinischer Forschungsbereiche zeigt die AG STG in einem Artikel die Risiken von Tierversuchen sowie von Ersatz- und sogenannten Alternativmethoden auf. Diesen Methoden stellt sie innovative tierversuchsfreie Forschungsmodelle gegenüber und zeigt dabei klar deren Vorteile auf. Im Artikel wird ausführlich belegt, dass es kaum medizinischen Fortschritt geben könnte ohne die immer öfter eingesetzten tierversuchsfreien Forschungsmodelle. Demgegenüber haben Tierversuche die Forschung oft in die Irre geführt und somit wesentliche Entwicklungen und Therapien jahrelang verhindert.
Dazu Marietta Haller, Biologiestudentin und Autorin des Artikels: «Es ist offensichtlich, dass Tierversuche und gleichwertige Ersatz- und Alternativmethoden in vielerlei Hinsicht gefährlich sind. Abgesehen davon, dass Tierversuche zu fehlerhaften Forschungsergebnissen führen, verhindern sie wissenschaftliche Fortschritte, indem sie den Einsatz erfolgversprechender tierversuchsfreier Forschungsmethoden behindern. Damit in der Medizin Fortschritte erzielt werden können, muss sich die Wissenschaft am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.»

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert seit Langem die konsequente Förderung und Anwendung von tierversuchsfreien Forschungsmethoden statt der Verschwendung öffentlicher Gelder für gefährliche, völlig veraltete Testmethoden. Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche.

Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, so ist ein Umdenken in Politik und Forschung unabdingbar. Wir müssen uns vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für schnellere, preiswertere und vor allem zuverlässigere Methoden.

Artikel «Die Medizin der Zukunft – Die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschung»

Medienmitteilung der NIH: http://www.nih.gov/news/health/jul2012/ncats-24.htm

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  Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.