Offener Brief britischer Wissenschaftler an Grossbritanniens Premierminister David Cameron und Gesundheitsminister Andrew Lansley zur Arzneimittelsicherheit

an Grossbritanniens Premierminister David Cameron und Gesundheitsminister Andrew Lansley

Kathy Archibald (Safer Medicines Trust), Robert Coleman, Christopher Foster (Universität von Liverpool) und 19 weitere Autoren*
Veröffentlicht im renommierten medizinischen Wissenschaftsmagazin «Lancet» vom 4. 6. 2011 [8]
Übersetzt und kommentiert von Oberarzt Dr. med. Alexander Walz

Wir schreiben Ihnen als Gruppe von Ärzten und Wissenschaftlern, um unsere Sorgen über das Versagen von Medikamenten sowie unerwünschte Medikamentennebenwirkungen auszudrücken. Die Pharmaindustrie Grossbritanniens steckt seit dem Weggang von Pfizer aus Sandwich in einer Krise. Auch das Gesundheitswesen ist in einem Netz von Problemen gefangen. Viele davon sind eng verbunden mit den Hauptproblemen der Pharmaindustrie.
Unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen haben die Ausmasse einer Epidemie angenommen und nehmen doppelt so schnell zu wie die Verschreibungen von Arzneimitteln. [1]
Die Europäische Union schätzte 2008, dass unerwünschte Nebenwirkungen von Medikamenten jährlich für den Tod von 197 000 EU-Bürgern verantwortlich sind und Kosten in der Höhe von 79 Milliarden Euro verursachen. [2]
Zudem steigen die Kosten neuer Medikamente unaufhaltsam, was zu einer ständig zunehmenden Belastung des NHS (britisches Gesundheitssystem) führt. Gleichzeitig nehmen viele Krankheiten wie z.B. Alzheimer-Demenz, Diabetes mellitus, Krebskrankheiten und Schlaganfälle immer weiter zu und bleiben ohne adäquate Therapien.

Innovative und moderne Wissenschaftler setzen auf tierversuchsfreie ForschungsmethodenDer Hauptgrund für die steigenden Kosten neuer Medikamente ist die Tatsache, dass mehr als 90% von ihnen in klinischen Untersuchungen, d.h.  Untersuchungen am Menschen, versagen. [3] Die Firmen müssen somit nicht nur die Entwicklungskosten des einen anwendbaren Medikamentes wieder einbringen, sondern auch die Entwicklungskosten der anderen 9 Medikamente, die auf der Strecke blieben.
Zunehmend wird klar, dass ein wichtiger Faktor, der zu diesen Problemen führt, das übermässige Vertrauen der Pharmaindustrie in Tierversuche ist. Dies indem angenommen wird, man könne mit Tierversuchen das Verhalten und die Wirkung von Medikamenten beim Menschen vorhersagen. Gut bekannt sind die grossen Unterschiede, die es nicht nur bei Krankheiten unter den verschiedenen Tierspezies gibt, sondern auch in ihrer Reaktion auf Medikamente. Viele Studien haben gezeigt, dass Tierversuche regelmässig nicht auf Menschen übertragen werden können. Eine wissenschaftliche Untersuchung schätzte die Zuverlässigkeit für eine Vorhersage beim Menschen nur auf 37–50%, d.h. nicht besser als das Werfen einer Münze. [4] (Anm.: Die Übersicht analysierte nur 6 Krankheitsbilder und berücksichtigte ausschliesslich publizierte Tierversuche. Der Grossteil der Tierversuchsstudien wird jedoch infolge Misserfolgs nie veröffentlicht. Werden die nicht publizierten Tierversuche mitberücksichtigt, liegt die Zuverlässigkeit für die Vorhersage unter 10% [gemäss Angaben der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA]).

Unser Vertrauen in Tierversuche zum Erhalt einer Sicherheitseinschätzung für die klinischen Studien an Probanden und Patienten ist im besten Fall nutzlos, im schlimmsten Fall gefährlich. Das berüchtigte Northwick-Park- Studienmedikament, TGN1412, ist ein Beispiel, bei dem sechs junge Männer einer intensivmedizinischen Behandlung bedurften. Das Medikament war zuvor bei Affen problemlos in der 500fachen Dosierung getestet worden. Jedoch die fünfhundert Mal kleinere Dosis führte bei den Männern fast zum Tod. [5] Kurz nach der katastrophalen Studie wurde ein In-vitro-Test (Versuch im Reagenzglas) mit menschlichen Zellkulturen entwickelt, um solche Überreaktionen des Immunsystems vorherzusagen. [5]  Wäre dieser Test angewandt worden, bevor Menschen dem Medikament ausgesetzt wurden, hätte die Studie niemals stattgefunden.
Wäre es nicht an der Zeit, die Leistungsfähigkeit von solchen humanbiologischen Tests (innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden) rigoros zu überprüfen, um in der Medizin eine Verbesserung gegenüber den heute angewandten, schwer mangelhaften tierbasierten Tests zu erreichen?

Zahlreiche neue Technologien versprechen grösseren klinischen Vorhersagewert und erhebliche Verbesserungen der Effizienz und der KostenWir fordern die Regierung Grossbritanniens auf, einen Vergleich zwischen den humanbiologischen Tests und den gegenwärtig angewandten Tierversuchen zu veranlassen. Dies um zu sehen, welche Methoden besser geeignet sind, die Sicherheit von Medikamenten für Patienten vorherzusagen (wie dies im Gesetzentwurf zur Sicherheit von Medikamenten 2010/11 vorgeschlagen ist). [6] Zahlreiche neue Technologien versprechen grösseren klinischen Vorhersagewert und erhebliche Verbesserungen der Effizienz und der Kosten. Der Gesetzentwurf schlägt nicht den Ersatz von Tierversuchen vor, sondern deren Überprüfung hinsichtlich ihrer Tauglichkeit als Vorhersageinstrument. 148 Parlamentsmitglieder haben bereits eine Motion, die diesen Entwurf unterstützt, unterzeichnet. [7]

Einige von uns haben kürzlich die Anregungen dem Gesundheitsministerium Grossbritanniens vorgetragen. Sie bekamen als Antwort, dass die Regierung glaubt, dass es nicht bewiesen ist, dass humanbiologische Tests zuverlässiger als Tierversuche im Vorhersagewert bei der Entwicklung sicherer Medikamente sind. Dem stimmen wir zu. Aber der Grund, weshalb dies nicht bewiesen ist, liegt darin, dass keine konsequenten Untersuchungen solcher humanbiologischer Systeme unternommen wurden. Die eigentliche Absicht des vorgeschlagenen Vergleichs ist, solch eine Untersuchung zu initiieren. Diese Untersuchung ist zum Wohl des NHS, der Pharmaindustrie und – am wichtigsten – der Patienten dringend notwendig.
Wir bitten Sie eindringlich, jetzt zu handeln, um damit sicherzustellen, dass um die Medikamentensicherheit für Patienten zu erforschen, die gegenwärtig besten verfügbaren Technologien genutzt werden.


Anmerkung AG STG:
Unsere Medienmitteilung vom 4. Juli 2011 zu diesem Brief finden Sie unter:
http://www.agstg.ch/medien/medienstelle-archiv-medienmitteilungen.html

* Weitere Unterzeichner:

  1. Dr Kelly BéruBé (PhD), Director, Lung & Particle Research Group, Cardiff University
  2. Dr David Bunton (PhD), Chief Executive Officer, Biopta, Ltd, Glasgow
  3. Dr Margaret Clotworthy (PhD), Director, Human Focused Testing, Cambridge
  4. Dr Ann Cooreman (PhD), Chief Operating Officer, Tissue Solutions Ltd, Clydebank
  5. Professor Anne Dickinson, Director, Alcyomics Ltd, Newcastle upon Tyne
  6. Professor Barry Fuller, Department of Surgery, UCL Medical School, London
  7. Dr B J Nathan Griffiths (PhD), Commercial Director, Abcellute & Abcellute Tissue Bank, Cardiff
  8. Dr Morag McFarlane (PhD), Chief Scientific Officer, Tissue Solutions Ltd, Clydebank
  9. Professor Chris Hillier (PhD), Professor of Physiology, Glasgow Caledonian University
  10. Anup Patel, Consultant Urological Surgeon, St. Mary’s Hospital, Imperial College Healthcare NHS Trust and Chairman of Clinical Studies Committee, European Association of Urology Research Foundation
  11. Professor Barbara Pierscionek, Head of Vision Science Research, University of Ulster
  12. Dr Cathy Prescott (PhD), Director, Biolatris Ltd, Cambridge and Chair of the UK National Stem Cell Network Advisory Committee
  13. James Root, Senior Scientist, Pfizer, Sandwich
  14. Professor Gerry Thomas, Chair in Molecular Pathology, Imperial College, London, and Director of Scientific Services, Wales Cancer Bank
  15. Dr Katya Tsaioun (PhD), Chief Scientific Officer, Cyprotex, Macclesfield
  16. Dr J Malcolm Wilkinson (PhD), Chief Executive Officer, Kirkstall Ltd, Sheffield
  17. Professor Sir Ian Wilmut FRS FRSE, MRC Centre for Regenerative Medicine, University of Edinburgh
  18. Dr Amanda Woodrooffe (PhD), General Manager, Asterand UK Ltd, Royston
  19. Dr Karen L Wright (PhD), Peel Trust Lecturer in Biomedicine, Lancaster University

 

Quellenangaben:

  1. Archibald K, Coleman R, Foster C. Open letter to UK Prime Minister David Cameron and Health Secretary Andrew Lansley on safety of medicines. Lancet 2011; 377(9781):1915. http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/...
  2. Lakhani N. Special report: prescription medicines. The Independent 2007 2007/10/21.
  3. Strengthening pharmacovigilance to reduce adverse effects of medicines. European Commission, 2008. (Accessed 10.5.2011, at http://ec.europa.eu/health/files/...)
  4. Innovation Stagnation. Challenge and Opportunity on the Critical Path to New Medical Products : U.S. Department of Health and Human Services. Food and Drug Administration (FDA); 2004 03/2004.
  5. Safety of Medicines Bill. House of Commons, 2010. (Accessed 10.5.2011, at http://www.publications.parliament.uk/pa/cm201011/...)
  6. Early day motion 475: safety of medicines. House of Commons, 2010. (Accessed 12.5.2011, at http://www.parliament.uk/edm/2010-12/475.)
  7. Z.B. Medienmitteilung der AG STG vom 19. Januar 2011 «Amerika erhöht die Sicherheit für Patienten – Namhafte US-Institutionen setzen auf tierversuchsfreie Testmethoden» http://www.agstg.ch/medienmitteilung-vom-19-januar-2011-amerika-setzt-auf-tierversuchsfreie-testmethoden.html

 

Tierpartei Schweiz (TPS) - Die erste Partei, bei der die Tiere im Zentrum stehen

Die erste Partei, bei der die Tiere im Zentrum stehen

Tierschützern ist meist nicht bewusst, dass Tiere bisher in keinem Parteiprogramm Erwähnung fanden. Keine politische Partei hat es sich bisher zum Ziel gesetzt, auch das Los der Tiere zu verbessern. Wenn in der Politik heute etwas für die Tiere getan wird, dann stehen immer menschliche Interessen dahinter. Wenn menschliche Interessen «zufällig» auch das Tierwohl fördern, haben die Tiere Glück gehabt, wenn nicht, haben sie Pech. Dass die Bedürfnisse der Tiere im politischen Entscheidungsprozess kaum eine Rolle spielen, soll sich nun durch die neue Partei ändern.

Die Wirtschaft steuert die Politik

Bei allen bisherigen politischen Parteien steht die Wirtschaft an erster Stelle. Bei den sogenannten Wirtschaftsparteien ist es direkt, bei den sozialen Parteien indirekt über den Erhalt der Arbeitsplätze.
Ein unaufhaltsames Wirtschaftswachstum wird heute von allen Parteien gefördert. Dabei kommen Umwelt- und Tierschutzanliegen oft zu kurz. Die meisten Tierversuche dienen heute nicht dem Menschen (und erst recht nicht den Tieren), sondern dem Profit und dem Geltungsdrang einiger Wissenschaftler und Grosskonzerne.
Da die Tiere nicht im Fokus der politischen Parteien stehen, setzte sich bisher auch keine Partei für die Abschaffung der Tierversuche ein. Die TPS hat in ihrem Parteiprogramm klar festgehalten, dass sie sich konsequent für die Abschaffung aller Tierversuche einsetzt. Dies im Wissen um die Qualen, welchen die Tiere bei vielen Tierversuchen ausgesetzt werden, und die Sinnlosigkeit der meisten Versuche.
Insbesondere bei den Tierversuchen für neue Medikamente geht es ja nicht um ein Abwägen von verschiedenen Interessen (die der Tiere und die der Menschen), sondern um ein Überwinden von alten Vorurteilen und Propagandalügen der Pharmaindustrie, welche noch immer behaupten, medizinischen Fortschritt durch das Quälen und Töten von künstlich krank gemachten Tieren zu erreichen.

Weshalb die Tiere eine Stimme in Bern brauchen: Aktuelle Aktivitäten der Politiker in Bern

  • Weshalb die Tiere eine Stimme in der Politik brauchen - Aktuelle Aktivitäten der Politiker in BernAbschaffung des Stacheldrahtverbotes für Weiden
  • Ablehnung des Pelzimportverbotes
  • Tieranwalt in Zürich abgeschafft
  • Erhöhung der Landwirtschaftssubventionen (ohne zusätzliche Tierschutzauflagen)

Es braucht eine Änderung in der Politik! Es braucht die TPS!

 

Neuer Ansatz

Die Tierpartei sieht die Wirtschaft als ein System an, das Menschen das Leben erleichtern soll (Effizienzsteigerung durch Arbeitsteilung und innovative Technik etc.). Die Wirtschaft zu erhalten, darf deshalb kein Selbstzweck sein, sondern muss immer im Hinblick auf Mensch, Tier und Umwelt geschehen.
In einer Gesellschaft, die auf dem Wohle aller aufbaut, ist langfristig auch für das Wohl der Menschen gesorgt. Deshalb kann eine nachhaltige Politik nicht bestehen, wenn das Wohl unserer Mitgeschöpfe ausgeschlossen wird.

Lebenswert leben

Ziel jeder Politik sollte es sein, das Leben der gesamten Bevölkerung zu verbessern. Das heutige Verhältnis zwischen Mensch und Tier, das auf Ausbeutung, Gewalt und Unterdrückung aufbaut, dient weder Mensch noch Tier und hat nachweislich auch einen negativen Einfluss auf den Umgang der Menschen miteinander (siehe Artikel im letzten «Albatros»: «Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei...»).
Es ist deshalb höchste Zeit, dass sich eine Partei für ein harmonischeres, friedvolles Verhältnis von Mensch und Tier einsetzt.
Die TPS hofft, dass alle jene Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, die bislang über die Politik enttäuscht waren, da das Wohl der Tiere in keiner Weise berücksichtigt wurde, diesen Herbst an den Wahlen teilnehmen werden und mit der Wahl der Tierpartei Schweiz (TPS) den Tieren in der Politik und Wirtschaft ihre Stimme geben werden.

Grundsätzliche Ausrichtung der Tierpartei

Die Tierpartei bekennt sich zu einer ethischen, auf Nachhaltigkeit und Respekt basierenden Grundhaltung.
Zu ihren Schwerpunkten gehören insbesondere:

  • Schutz der Tiere und Förderung ihrer Interessen
  • Sensibilisierung und Förderung eines artgerechten Umgangs mit Tieren
  • Verbesserung der Beziehung zwischen Mensch und Tier
  • Ersatz von Tierversuchen durch medizinisch und ethisch vertretbare Methoden
  • Stärkung einer nachhaltigen, auf ethischen Grundsätzen basierenden Schweizer Agrarwirtschaft
  • Schutz und Förderung der natürlichen Lebensräume der Tiere
  • Förderung einer innovativen, umweltverträglichen und ethisch-sozial vertretbaren Schweizer Wirtschaft
  • Unterstützung einer nachhaltigen Energiepolitik unter Einbezug von ökologischen und innovativen Ideen
  • Schutz der sozial Schwächeren

 

Warum die TPS wählen?

«Wenn Wahlen etwas verändern könnten, wären sie längst verboten.» Diese Aussage ist leider nicht ganz falsch: Sie verleitet die Menschen, die eine Veränderung möchten, zu Hause zu bleiben. So erfüllt sich die Aussage von selbst, weil eine Veränderung nur stattfinden kann, wenn diejenigen, die mit der derzeitigen tierverachtenden Politik unzufrieden sind, auch an den Wahlen teilnehmen.
Deshalb ist es sehr wichtig, dass möglichst viele, die eine positive Veränderung in der Politik wünschen, sich im Oktober 2011 an den Wahlen beteiligen.
«Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.» Albert Schweitzer (Ehrfurcht vor dem Leben)Die Personen, welche von der Tierausbeutung profitieren (allen voran die konservativ und konventionell wirtschaftenden Bauern und die Pharmaindustrie), haben Milliarden zu verlieren. Sie engagieren sich deshalb sehr stark in der Politik, damit die Steuergelder weiterhin in ihre Richtung abfliessen (Landwirtschaftssubventionen und Zwangsabgaben, wie z.B. Krankenkassenprämie).
Ihr starkes Engagement hat man in der Vergangenheit immer wieder bemerken können: Zum Beispiel bei dem mit Steuergeldern finanzierten Kauf von Millionen unnötiger Impfdosen gegen die Schweinegrippe, welche nicht nur mit Tierversuchen entwickelt und mit tierischen Rohstoffen hergestellt wurden, sondern letztlich auch Millionen von Tieren das Leben kosteten. Der Kaufvertrag wurde so einseitig zugunsten der Pharmaindustrie abgeschlossen, dass er vom Bundesamt für Gesundheit bis heute geheim gehalten wird.
Und die Subventionen für die Schweizer Bauern wurden trotz der wirtschaftlich angespannten Lage kürzlich nochmals weiter erhöht. Insgesamt erhalten sie nun jedes Jahr 3,5 Milliarden Franken – hauptsächlich für die «Produktion» tierischer Nahrungsmittel. Dies ergibt für die Steuerzahler jährlich durchschnittlich rund Fr. 2100.– pro Haushalt an zusätzlichen Steuern.

Es braucht offensichtlich einen Wandel in der Politik. Es darf nicht sein, dass die Steuergelder weiterhin für die finanziellen Interessen kleiner Berufsgruppen verschwendet werden und gleichzeitig damit die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung aufs Spiel gesetzt wird (z.B.: Impfnebenwirkungen und zu hoher Konsum der am stärksten subventionierten [= verbilligten] tierischen Produkte).
Nehmen Sie deshalb im Oktober an den Wahlen teil! Wählen Sie eine ganzheitlich ausgerichtete, tier- und umweltfreundliche Partei, die sich für eine bessere Zukunft für Mensch und Tier einsetzt – die Tierpartei Schweiz (TPS).

  Renato Pichler
Vizepräsident der TPS

Tierpartei Schweiz (TPS)
Luzernerstrasse 91, CH-5630 Muri AG
Tel. +41 (0) 44 760 50 42
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.tierpartei.ch

 

Vorstellung der Spitzenkandidaten der Tierpartei Schweiz (TPS)

Tierpartei Schweiz - Nationalratskandidat Thomas Märki Kanton Zürich

Name: Thomas Märki (43)
Von: 8909 Zwillikon (bei Affoltern am Albis)
Beruf: Finanz- und Versicherungsplaner, Unternehmer

Warum trete ich zu den Wahlen an?
Ich gebe den Tieren in der Politik und Wirtschaft eine Stimme!

Mein Hauptziel, wenn ich gewählt werde:
Ich werde mich primär für die Tiere und die sozial Schwächeren einsetzen. Wichtige Themen sind: Erhalt der natürlichen Lebensräume der Tiere und Pflanzen – Härtere Bestrafung und konsequenter Vollzug bei Tierquälerei – Kein Import von Tierquälerei in die Schweiz – Ethikunterricht in den Schulen. Meine Grundhaltung basiert auf der Ethik der «Ehrfurcht vor dem Leben», wie es bereits der Theologe und Arzt Albert Schweitzer anfangs des 20. Jahrhunderts lehrte.
Tierpartei Schweiz - Nationalratskandidatin Barbara Banga-Schaad Kanton Solothurn

Name: Barbara Banga-Schaad (47)
Von: 2540 Grenchen
Beruf: Kindertagesstätten-Leiterin

Warum trete ich zu den Wahlen an?
Ich war 12 Jahre im Kantonsparlament von Solothurn und habe mich schon damals stark für Tierschutzanliegen eingesetzt. Zudem sehe ich als Präsidentin eines Tierschutzvereins, dass es auf politischer Ebene (vor allem national) einen grossen Handlungsbedarf gibt.

Mein Hauptziel, wenn ich gewählt werde, ist:
Voller Einsatz für Tiere und die Schwächsten unserer Gesellschaft. Nicht nur reden, sondern handeln und fordern – so wie es eben sein soll!
Tierpartei Schweiz - Nationalratskandidat Fredy Züger Kanton Bern

Name: Fredy Züger (46)
Von: 6300 Zug
Beruf: Business Development Manager, selbständig erwerbend

Warum trete ich zu den Wahlen an?
Tiere sind für mich keine Waren und keine Nahrungsmittel, sondern denkende und fühlende Wesen. Politik ist Lobbyismus. Tiere brauchen Menschen in der Politik, die für sie Lobbying betreiben. Denn sie selber können dies leider nicht.

Mein Hauptziel, wenn ich gewählt werde, ist:
Ein Gegengewicht zur Produzentenlobby zu bilden, die Milliarden an Tieren verdient.
Tierpartei Schweiz - Nationalratskandidatin Sandra Käppeli Kanton Bern

Name: Sandra Käppeli (29)
Von: 8910 Affoltern am Albis
Beruf: Accountmanagerin

Warum trete ich zu den Wahlen an?
Damit Tierquälerei nicht länger ein Kavaliersdelikt ist.

Mein Hauptziel, wenn ich gewählt werde, ist:
Angemessene Bestrafung bei Tierquälerei.
Tierpartei Schweiz - Nationalratskandidatin Bianca Obrist-Bettermann Kanton Luzern

Name: Bianca Obrist-Bettermann (23)
Aus: 6055 Alpnach
Beruf: Kauffrau

Warum trete ich zu den Wahlen an?
Um Tieren in Bern eine Stimme zu geben.

Mein Hauptziel, wenn ich gewählt werde, ist:
Aktiv in den Gesetzesprozess zu den Tierschutzgesetzen einzugreifen.

Fragen und Antworten zum Thema Tierversuche (1. Teil)

FUCK FAQ Tierversuche

Immer wieder erreicht uns von Lesern der Wunsch, dass wir nicht nur über spezifische Themen schreiben sollen, sondern doch auch mal wieder die Basisargumente bringen sollen.
Diesem Wunsch kommen wir gerne nach und werden ab dieser Ausgabe grundsätzliche Fragen rund um das Thema Tierversuche beantworten. Dazu überarbeiten wir unsere in die Jahre gekommene Broschüre «Fragen und Antworten zum Thema Tierversuch» und werden diese nach und nach im «Albatros» veröffentlichen.


Was ist ein Tierversuch, was ist Vivisektion?

Die Definition eines Tierversuchs steht im Tierschutzgesetz (TSchG) im Artikel 3, Absatz c:

Tierversuch: jede Massnahme, bei der lebende Tiere verwendet werden mit dem Ziel:

  1. eine wissenschaftliche Annahme zu prüfen,
  2. die Wirkung einer bestimmten Massnahme am Tier festzustellen,
  3. einen Stoff zu prüfen,
  4. Zellen, Organe oder Körperflüssigkeiten zu gewinnen oder zu prüfen, ausser wenn dies im Rahmen der landwirtschaftlichen Produktion, der diagnostischen oder kurativen Tätigkeit am Tier oder für den Nachweis des Gesundheitsstatus von Tierpopulationen erfolgt,
  5. artfremde Organismen zu erhalten oder zu vermehren,
  6. der Lehre sowie der Aus- und Weiterbildung zu dienen.

Vivisektion:
Der Begriff Vivisektion stammt vom Lateinischen vivus sectio und bedeutet lebendig zerschneiden. Vivisektion wird im Allgemeinen identisch mit dem Begriff Tierversuche verwendet, was durchwegs legitim ist. Tierversuche durchführende Wissenschaftler meiden wegen des schlechten Images diesen Ausdruck.

Warum werden Tierversuche durchgeführt?

2933 Schweine mussten 2010 in Schweizer Tierversuchslaboren ihr Leben lassenTierversuche dienen Firmen in erster Linie als Risikoabsicherung gegen Schadensersatzforderungen seitens der Konsumenten. Wenn bei der Entwicklung eines neuen Medikaments viele Tierversuche durchgeführt wurden, ist dadurch die Firma, die dieses Medikament produziert, per Gesetz praktisch vor Regress geschützt: «Dieses Medikament wurde ausgiebig im Tierversuch getestet und als unbedenklich eingestuft.»

Damit werden Patienten de facto durch Tierversuche auch bei vorhersehbaren Schädigungen rechtlos gemacht. Denn auch wenn von massiven Nebenwirkungen ausgegangen werden kann, wird das Medikament in der klinischen Phase weiter getestet und kommt nicht selten trotzdem auf den Markt. Die einzige Bedingung diesbezüglich ist die Erwähnung der potentiellen Nebenwirkungen im Beipackzettel.

Die Qualität eines Forschers wird nicht daran gemessen, wie vielen Menschen er durch seine Forschung geholfen hat, sondern daran, wie viele wissenschaftliche Artikel er in Fachzeitschriften publiziert hat. Für jeden Artikel werden sogenannte Impact-Faktoren verteilt. Die Summe der Impact-Faktoren ist mitentscheidend für die Höhe von bewilligten Forschungsgeldern. Diese falschen Anreize führen oft zu sogar aus Sicht vieler Vivisektoren vollkommen unsinnigen Tierversuchen (siehe dazu die Beispielstudien weiter unten unter: Was bedeutet Grundlagenforschung?) An Universitäten wird hauptsächlich Grundlagenforschung betrieben.

Zudem gibt es wie überall immer die grossen Profiteure, für die etwas «unentbehrlich» ist.
An Tierversuchen verdienen nicht wenige sehr gut. Dies beginnt bereits bei den Züchtern von Labortieren und den Herstellern von Laboreinrichtungen, Käfigen und Futter. Ein weiterer wesentlicher Grund, weshalb Tierversuche durchgeführt werden, ist, dass es auch heute noch ein sehr einfacher Weg ist, um als Mediziner Karriere zu machen bzw. einen Doktor- oder Professortitel zu erlangen.

In welchen Bereichen werden Tierversuche durchgeführt?

139 317 Ratten mussten 2010 in Schweizer Tierversuchslaboren ihr Leben lassenPraktisch alles, womit der Mensch jemals in Berührung kommt, wurde und wird in irgendeiner Form an Tieren getestet.
Tierversuche werden durchgeführt in der medizinischen und pharmakologischen Forschung, in der Psychologie und der Psychiatrie, in der chemischen und der kosmetischen Industrie, in der Entwicklung von Waffensystemen, in der Ernährungsforschung, in der Umweltforschung usw.
Zudem werden auch zu Ausbildungszwecken an Universitäten sehr viele Tierversuche gemacht.
Fast die Hälfte der Tierversuche werden in der Industrie durchgeführt, über ein Drittel an Hochschulen und Spitälern.

Werden für Kosmetik noch Tierversuche durchgeführt?

Kosmetik-Endprodukte (dazu zählen auch Duschmittel, Zahncremes, Parfums u.v.m.) werden schon seit Jahren nicht mehr in Tierversuchen getestet. Dies, so die Aussage von Herstellern, würde auch keinen Sinn ergeben, da jeder einzelne Inhaltsstoff schon ausführlich getestet wird.

Nimmt man die offizielle Statistik des BVet (Bundesamt für Veterinärwesen), dann wurden in den letzten zehn Jahren in der Schweiz keine Tierversuche für Kosmetik mehr durchgeführt, mit Ausnahme von vier Versuchen im Jahr 2010. Um sich die Möglichkeit massiv steigender Tierversuche für Kosmetik offenzuhalten, wird in der Schweiz ein generelles Verbot von Tierversuchen für Kosmetik seit Jahrzehnten verhindert.
Anders in der Europäischen Union. In der EU sind seit der 7. Änderung der Europäischen Kosmetikrichtlinie (Richtlinie 2003/15/EC) Tierversuche für kosmetische Endprodukte verboten.

Zusammengefasst die wichtigsten Kernpunkte der EU-Kosmetikrichtlinie:
  • Ab 11.9.2004 Verbot von Tierversuchen für kosmetische Fertigprodukte.
  • Ab 11.9.2004 Verkaufsverbot von an Tieren getesteten Kosmetikprodukten und -rohstoffen, wenn dafür von der EU validierte (anerkannte) tierversuchsfreie Testmethoden vorhanden sind.
  • Ab 11.3.2009 Verbot der meisten Tierversuche für Kosmetikrohstoffe.
  • Ab 11.3.2009 Verkaufsverbot für an Tieren getestete Kosmetikprodukte und -rohstoffe, betreffend die meisten der routinemässig eingesetzten Tiertests, unabhängig davon, ob für diese bereits tierversuchsfreie Testverfahren vorhanden sind oder nicht.
  • Ab 11.3.2013 Verkaufsverbot für an Tieren getestete Kosmetikprodukte und -rohstoffe, betreffend die verbliebenden drei Tiertests. Dieses Verbot wird weiter in die Zukunft verschoben, wenn bis zu diesem Datum keine validierten (anerkannten) tierversuchsfreien Testmethoden zur Verfügung stehen. Derzeit (Stand 9. 2011) wird über eine Verschiebung diskutiert.

Tierversuche im Bereich Kosmetik werden zwar nicht für das Endprodukt, aber für die vielen Inhaltstoffe durchgeführt!
Tierversuche im Bereich Kosmetik werden zwar nicht für das Endprodukt, aber für die vielen Inhaltsstoffe durchgeführt!
Da sie das Endprodukt nicht testen (dürfen), nennen viele Firmen ihre Produkte tierversuchsfrei.* Von den Produzenten bewusst verschwiegen wird, dass für die Inhaltsstoffe ihrer Produkte oft Tausende Tiere grausam sterben mussten. Denn jeder neue chemische Rohstoff muss in verschiedenen Tierversuchen getestet werden. Damit nun ein neuer Rohstoff nicht unter das Verbot von Tierversuchen für Kosmetik fällt, wird dieser Rohstoff nebenbei noch für ein anderes Einsatzgebiet verwendet, z.B. als Bestandteil eines Farbsprays oder einer Schuhcreme.
Ausschliesslich für Kosmetik werden nur etwa 10% der chemischen Inhaltsstoffe entwickelt. Die restlichen 90% der chemischen Inhaltsstoffe werden somit weiterhin nach Chemikaliengesetzen und -verordnungen in Tierversuchen getestet.
Glücklicherweise gibt es aber auch ethisch verantwortungsvolle Firmen, die sich dazu verpflichten, nur tierversuchsfreie* Inhaltsstoffe zu verwenden.

Botox – Tierversuche für die Eitelkeit

Speziell erwähnt werden muss Botox (Wirkstoff Botulinumtoxin), das mehrheitlich im kosmetischen Bereich eingesetzt wird.
Botulinumtoxin ist das stärkste bekannte Gift (mit einem Esslöffel könnte man den ganzen Bodensee vergiften). Die Produktionschargen von Botulinumtoxin-Produkten unterliegen natürlicherweise gewissen Schwankungen in der Intensität der Giftigkeit. Damit keine Charge tödlich überdosiert wird, muss jede einzelne Produktionseinheit stark verdünnt auf ihre Wirksamkeit getestet und standardisiert werden.
Deshalb werden für Botulinumtoxin-Produkte immer wieder neue Tierversuche durchgeführt. Jährlich sind es etwa 600 000 Tiere, die qualvoll für diese Produkte sterben müssen. Der Hersteller von Botox hat auf Druck von Tierversuchsgegnern für die Testung seiner Chargen ein In-vitro-System entwickelt, das in den kommenden Jahren die Tierversuche vollkommen ersetzen soll.

* Korrekterweise dürfte man kein Produkt «tierversuchsfrei» nennen, denn wirklich tierversuchsfreie Kosmetik gibt es nicht. Jede Substanz wurde irgendwann (von irgendeiner Firma) im Tierversuch getestet – auch Rohstoffe, die seit Jahrtausenden bereits ungefährlich bei Menschen eingesetzt werden. Dies gilt sogar für Wasser sowie für homöopathische und Naturheilmittel.
Dieser Tatsache bewusst, müsste man konsequenterweise auf alle Kosmetika verzichten.
Diese Konsequenz müsste man dann aber auch bei Nahrungsmitteln und Kleidung, ja überhaupt bei allen Konsumprodukten anwenden. Denn überall sind irgendwann einmal im Tierversuch getestete Rohstoffe enthalten.
Die Vergangenheit kann man jedoch nicht ändern und somit den Millionen bereits qualvoll getöteter Tiere nicht mehr helfen.
Aber: Jetzt und in der Zukunft erleiden viele Tiere einen qualvollen Tod in Tierversuchen. Setzen wir somit ein Zeichen im Jetzt und für die Zukunft!


Für ausführliche Informationen über das Thema «Tierversuche für Kosmetik» sowie für eine aktuelle Liste von Firmen, die keine Tierversuche durchführen, besuchen Sie die Webseite: http://www.kosmetik-ohne-tierversuche.ch



Welche Forschungsschwerpunkte hat die Pharmaindustrie?

3102 Hunde mussten 2010 in Schweizer Tierversuchslaboren ihr Leben lassen90% der Forschungsmittel werden für Krankheiten ausgegeben, die nur 10% der weltweit verlorenen gesunden Lebensjahre ausmachen. Diese Zahl zeigt auf, dass der Schwerpunkt der Forschung nicht auf dem Notwendigen, sondern auf dem Gewinnbringendsten liegt.
Alleine in den letzten 25 Jahren wurden 179 neue Mittel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 111 Krebsmedikamente entwickelt. Gegen Tuberkulose, eine typische Armutskrankheit, an der jedes Jahr über 1,7 Millionen Menschen sterben, wurden im gleichen Zeitraum nur 3 Medikamente entwickelt. Besonders lukrativ ist die Entwicklung von Medikamenten gegen Symptome, die normal sind bzw. die jeden Menschen ab und zu betreffen. Dazu zählen Antriebslosigkeit, Müdigkeit, sexuelle Unlust, Nervosität, Appetitlosigkeit, Haarausfall u.v.m.
Ein weiterer Schwerpunkt sind Me-too-Präparate (Analog- bzw. Nachahmerpräparate). Dies sind identische Präparate oder geringfügige Abwandlungen von bereits existierenden Medikamenten (im Normalfall von verkaufsstarken Medikamenten der Konkurrenz oder von eigenen Medikamenten mit auslaufendem Patentschutz). Diese Kopien werden produziert, um in einen neuen Markt vorzustossen oder um die Marktherrschaft in einem Bereich auszubauen. Me-too-Präparate haben keinen oder nur einen marginalen zusätzlichen Nutzen für den Patienten. Sie verursachen jedoch fast ebenso viele Tierversuche und Mehrkosten für die Patienten wie neuentwickelte Medikamente.

Was bedeutet Grundlagenforschung?

3896 Rinder mussten 2010 in Schweizer Tierversuchslaboren ihr Leben lassenTierversuche werden infolge nicht verwertbarer Ergebnisse immer öfter kritisiert. Doch anstatt daraus Konsequenzen zu ziehen und die Forschung wieder auf den Nutzen für die Menschen zu konzentrieren, suchten Tierversuchsforscher nach einer neuen Rechtfertigung für Tierversuche. Diese fanden sie in der Grundlagenforschung (Grundlagenforschung ist nicht neu, aber in den letzten zwei Jahrzehnten wurde sie massivst ausgebaut). Mit dieser haben sich die meisten Probleme der wissenschaftlichen Rechtfertigung von Tierversuchen praktisch in Luft aufgelöst. Denn die Grundlagenforschung muss keine Forschungsziele formulieren, sie muss keinen für uns Menschen relevanten Nutzen anstreben, sie muss sich nicht der Frage stellen, ob es eine tierfreie «Alternative» gäbe, und sie wird bei den Bewilligungsbehörden zu weit über 99% einfach durchgewinkt.
Kurz gesagt: Die wenigen (argumentatorischen) Hürden, die z.B. für die angewandte medizinische Forschung (Entdeckung und Entwicklung von Medikamenten und Therapien) genommen werden müssen, gelten nicht für die Grundlagenforschung.
Diese «Anreize» führten und führen dazu, dass Tierversuche in der Grundlagenforschung – im Gegensatz zu solchen der angewandten medizinischen Forschung – jedes Jahr massiv zunehmen. Sie bildet heute den Forschungszweig, der am meisten Tiere verbraucht. Die Zunahme ist zu einem Teil auch darauf zurückzuführen, dass es unsinnigerweise einfacher ist, vom Bund Forschungsgelder für tierexperimentelle Grundlagenforschung zu erhalten, als für konkrete medizinische Forschung.
An Schweizer Universitäten wird bei Tierversuchen zu über 90% Grundlagenforschung betrieben. Demgegenüber machen z.B. Tierversuche für die Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln gerade noch 1,5% aus!

417 007 Mäuse mussten 2010 in Schweizer Tierversuchslaboren ihr Leben lassenBei der Grundlagenforschung geht es primär um die wissenschaftliche Neugier des jeweiligen Forschers. Die Frage: «Was passiert, wenn …?» steht im Vordergrund. Jeder Mensch hat diesen Urtrieb zur Neugier, aber nicht jeder Mensch folgt diesem Urtrieb auf Kosten von fühlenden Lebewesen und vom Steuerzahler.

Fragen Sie sich selbst: Sind folgende drei aktuellen – willkürlich ausgesuchten – tierexperimentellen Studien der Grundlagenforschung wirklich sinnvoll? Alle drei wurden in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht:
Müssen wir wirklich wissen, dass Fische, wenn man sie tagelang in einer künstlichen Schwerelosigkeit um ihre eigene Achse drehen lässt, seekrank werden und sich dauernd übergeben müssen?
Müssen wir wirklich wissen, wie sich ein durch 155 Dezibel (Lautstärke von Gewehrschüssen) verursachtes akutes Lärmtrauma auf Meerschweinchen auswirkt?
Oder müssen wir wirklich wissen, dass Silbermöwen nach 6-tägigem Futterentzug kläglich verhungern?

Welche Tierarten werden im Tierversuch verbraucht?

Tierversuche werden zum grössten Teil an Mäusen (420 000) und Ratten (140 000) durchgeführt
(Zahlen gem. CH-Tierversuchsstatistik 2010).
Es werden jedoch mit fast allen Tierarten Tierversuche durchgeführt. Dazu zählen Katzen, Hunde, Schweine, Ziegen, Schafe, Pferde, Rinder, Affen, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, Hühner, Vögel, Fische, Delphine u.v.m.
In den letzten 10 Jahren haben Tierversuche mit Pferden, Eseln, Hunden, Katzen, Vögeln und Fischen massiv zugenommen.

Woher stammen die Tiere?

Dabei wird in drei Kategorien unterteilt:

  • aus einer anerkannten Versuchstierzucht oder -handlung
  • aus einem früheren Tierversuch übernommen
  • andere Herkunft

Beispiele für andere Herkunft: Landwirtschaftsbetrieb, Tiere aus einer Feldstudie, Wildfang, von Tierhändlern, aus einem nicht anerkannten Versuchstierzuchtbetrieb usw.
Die dritte Kategorie lässt praktisch jegliche Herkunft zu.
Immer weniger Tiere werden in der Schweiz gezüchtet. Demgegenüber werden immer mehr Tiere von nicht anerkannten Stellen im Ausland importiert, wo weniger strenge Vorschriften und Kontrollen existieren.

In Versuchstierzuchtanstalten werden Tiere oft speziell mit den vom Forscher verlangten Mutationen bzw. dem verlangten Krankheitsbild gezüchtet (z.B. an der Universität Irchel, Zürich). Versuchslabore können diese wie auch voroperierte oder genetisch manipulierte Tiere ab Katalog bestellen.

Wie viele Tiere müssen in der Schweiz für die Forschung leiden und sterben?

7913 Kaninchen und Hasen mussten 2010 in Schweizer Tierversuchslaboren ihr Leben lassenIn der Schweiz werden pro Jahr über 760 000 Tierversuche durchgeführt (Zahlen gem. CH-Tierversuchsstatistik 2010). Mit einer hohen Dunkelziffer muss dabei gerechnet werden.
Die Anzahl der Tierversuche hat in der Schweiz seit dem Jahr 2000 stark zugenommen (+35%). Der grösste Anteil entfällt dabei auf die Grundlagenforschung (siehe dazu weiter oben unter: Was bedeutet Grundlagenforschung?). Tierversuche in der angewandten medizinischen Forschung (Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln) nehmen hingegen kontinuierlich ab. Mehr als ein Sechstel aller eingesetzten Tiere wurde genmanipuliert.

Das Bundesamt für Veterinärwesen publiziert jedes Jahr eine Tierversuchsstatistik. Diese finden Sie unter: http://www.tv-statistik.bvet.admin.ch/

Nicht gezählt werden in dieser Statistik die Tiere, die für mehrere (verschiedene) Versuche benutzt wurden, die «Ersatzgruppen», sollten Tiere vorzeitig sterben oder ausfallen, sowie die (zumeist schwerstbelastenden) Tierversuche, die infolge Verbots in der Schweiz an ausländische Labore vergeben werden. Ebenfalls nicht gezählt werden die vielen Tiere, die man benötigt, um eine genetisch manipulierte Versuchstierlinie herzustellen. Um 1 bis 2 transgene Tiere zu erzeugen, die exakt den gewünschten Gendefekt aufweisen, müssen hundert Tiere «hergestellt» werden, die anschliessend vom Züchter getötet und als Ausschuss entsorgt werden.

Nur rund 20% aller in der Schweiz durchgeführten Tierversuche sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Vier Fünftel aller Tierversuche werden somit nicht aus gesetzlichen Gründen gemacht. Der Grossteil der Tierversuche wird aus Gewohnheit, aus Profitgier, aus Profilierungssucht sowie oft auch infolge fehlenden aktuellen wissenschaftlichen Wissens und/oder ohne konkretes Ziel rein aus wissenschaftlicher Neugier durchgeführt.
Keiner der durchgeführten Tierversuche mit Affen ist gesetzlich vorgeschrieben. Die meisten Tierversuche mit Säugetieren sind gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Fortsetzung im nächsten «Albatros»

Medienmitteilung der AG STG - Die AG STG fragt: Plant die Schweiz die heimliche Wiedereinführung des Tierschutzstandards der Käfighaltung?

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Die AG STG fragt:
Plant die Schweiz die heimliche Wiedereinführung des Tierschutzstandards der Käfighaltung?

21. Juli 2011, Bonaduz

Als erstes Land der Welt hatte die Schweiz ab dem 1. Januar 1992 die konventionelle Käfig- bzw. Batteriehaltung verboten. Dies ist ein grosser und stolzer Erfolg für des Schweizers Tierschutzherz. Die Tierhaltung wurde dadurch etwas verbessert, insbesondere auch, indem den Tieren etwas mehr Platz gewährt wurde.
Doch das Ausland hat aufgeholt. Die konventionelle Käfighaltung ist seit 2005 in Österreich, seit 2008 in Deutschland und ab dem 1. Januar 2012 in der Europäischen Union verboten.1 Haben es die Schweizer Hühner somit auch in Zukunft noch besser als die Hühner im Ausland?


In der Schweiz leben die meisten Hühner in Bodenhaltung ohne Auslauf. Die aktuelle maximale Besatzdichte in der Schweiz ist bei 30 kg/m2.2 Dies entspricht somit bei Masthähnchen 15 bis 38 Tieren pro m2.
Nun wird aus Effizienzgründen die noch intensivere Tierhaltung getestet. 2010 wurde in der Schweiz in Tierversuchen in vier luzernischen Mastbetrieben mit 60 160 Masthühnern eine Besatzdichte von 39 kg/m2 (Angleichung an EU) getestet,3 was gegenüber heute einer über 30% höheren Anzahl von Tieren auf der gleichen Fläche entspricht.

Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, sieht hier einen doppelten Skandal: «Erstens muss die Frage gestellt werden, weshalb diese Tierversuche überhaupt bewilligt wurden. Tierversuche sollen doch angeblich der Gesundheit der Menschen dienen. Bei diesen Versuchen jedoch geht es rein um Optimierungen der Massentierhaltung auf Kosten der Tiere. Zweitens, wenn – was zu erwarten ist – sich die für Tiere nochmals massiv schlechtere Haltung in der Schweiz durchsetzt, dann hat die Schweiz ihren mühsam erkämpften Vorsprung im Tierschutz praktisch verloren. Denn dann haben es die Schweizer Hühner nicht mehr besser als die im europäischen Ausland. Das ist ein Betrug an allen tierliebenden Schweizern.»

Während sich also die Situation für die Hühner in der EU geringfügig verbessert, verschlechtert sich diese voraussichtlich in der Schweiz. Die dadurch entstehenden gesundheitlichen Probleme der Tiere wird man nur mit noch mehr Pharmaka lösen können. Auch das wissenschaftliche EU-Gremium für Tiergesundheit und Tierschutz (AHAW) hat festgestellt, «dass es bei über 30 kg/m2 (d.h. bei mehr als 15 Hähnchen/m2) selbst bei optimaler Klimatisierung zu einer starken Zunahme gravierender Probleme kommt».4

Doch auch schon die aktuelle Schweizer Hühnerhaltung ist bei Tierschützern sehr umstritten.
In der Bodenhaltung verbringt das Mastgeflügel sein kurzes Leben (21 bis 39 Tage) bei Kunstlicht in meist fensterlosen Hallen. Die Einstreu ist meist voller Kot, was die Ausbreitung von Krankheiten und Parasiten fördert. Deshalb werden den Tieren ständig Pharmaka ins Futter gemischt. Die Luftqualität in den Hallen ist bedenklich, die Staubbelastung sehr hoch. Ein grosses Problem stellt auch die Rangordnung dar, die in einer Herde für die soziale Stabilität wichtig ist. In grossen Herden kann diese nicht umgesetzt werden, was die Tiere in massiven Dauerstress versetzt, weshalb es oft zu Verletzungen infolge Rangkämpfen kommt.

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert das Parlament auf, den Willen des Schweizer Volks zu akzeptieren. Der Tierschutzstandard darf nicht auf die Minimalanforderungen der EU gesenkt werden.
Die AG STG fordert zudem endlich die Umsetzung des gesetzlich verankerten Schutzes der Tiere. Es reicht nicht aus, dass Tiere nur auf dem Papier keine Ware mehr sind, dies muss endlich auch Eingang in die tägliche Praxis finden.

Die Tierversuchsstatistik 2010 der Schweiz finden Sie unter:
http://www.tv-statistik.bvet.admin.ch/

Kontaktdaten nur in der Original-Medienmitteilung

Quellen:
1 EU-RICHTLINIE 2007/43/EG DES RATES vom 28. Juni 2007: Mindestvorschriften zum Schutz von Masthühnern
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2007:182:0019:0028:DE:PDF

2 Tierschutz-Kontrollhandbuch (Mastgeflügel) des BVet vom 1. Oktober 2010:
http://www.bvet.admin.ch/
Somit bekommt in der Normalmast ein ausgewachsenes Tier etwa die Fläche eines A4-Blattes. Bei bestimmten Mastarten leben bis zu drei Tiere auf der Fläche eines A4-Blattes. Da je nach Mastzeit und Geflügelart sich andere Gewichte ergeben, gibt es keine bestimmte Anzahl Tiere pro m2, sondern es wird die Anzahl Kilo pro m2 angegeben.

3 Dokument des BVet, das der AG STG vorliegt

4 http://www.parliament.uk/briefing-papers/SN01386.pdf

Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Sie fordert, dass sich die medizinische Wissenschaft wieder am Menschen orientiert und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellt.

Medienmitteilung der AG STG - Tierversuche Statistik Schweiz 2010 - Immer mehr Tierversuche in der Schweiz

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Tierversuchsstatistik Schweiz 2010
Immer mehr Tierversuche in der Schweiz

5. Juli 2011, Bonaduz

Die heute vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) veröffentlichte Tierversuchsstatistik zeigt für das Jahr 2010 eine massive Zunahme von Tierversuchen. Die Zunahme beträgt gegenüber dem Vorjahr 7,9%, gegenüber dem Jahr 2000 gar 35%. Tierversuche haben insbesondere an Universitäten und in Spitälern (+7%) und in nicht ausgewiesenen Instituten (+70%) zugenommen. In der Industrie wurden auch letztes Jahr wieder weniger Tiere eingesetzt (-6%).
Insgesamt wurden 2010 in der Schweiz 761 675 Tiere für Tierversuche verbraucht.

Auch im Jahre 2010 (-8%) setzte sich der «Trend» der letzten Jahre fort, dass immer weniger Tierversuche für die angewandte medizinische Forschung (z.B. Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln) durchgeführt wurden. Demgegenüber nahmen auch im vergangenen Jahr (+4%) Tierversuche für die Grundlagenforschung weiterhin zu. In der Grundlagenforschung, die im Gegensatz zur angewandten medizinischen Forschung keinen relevanten medizinischen Nutzen für Menschen bringt, nahmen somit Tierversuche seit dem Jahr 2000 um 64% zu.
«Dies ist ein Skandal!» moniert Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, und erklärt: «Es darf nicht sein, dass Tierversuche für die Entwicklung von Medikamenten immer öfters durch bessere und zuverlässigere tierversuchsfreie Forschungsmethoden ersetzt werden und gleichzeitig Tierversuche ohne medizinischen Nutzen, die einzig der Neugier des jeweiligen Wissenschaftlers dienen, ständig zunehmen! Dies ist ein Skandal für ein Land, in dem Tierschutz offiziell einen hohen Stellenwert innehat.»

2010 wurden an Universitäten, der ETH und in Spitälern 6163 Tierversuche für die Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln durchgeführt. Dem gegenüber stehen 253 872 (+8%) für die Grundlagenforschung. 984 der insgesamt 275 256 an Universitäten, der ETH und Spitälern durchgeführten Tierversuche waren vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Insgesamt nehmen in der Schweiz die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Tierversuche weiterhin jährlich ab (2010 total 18%).

Die AG STG kritisiert im Weiteren, dass im vergangenen Jahr Tierversuche für Bildung und Ausbildung (+12%), und ebenfalls für diverse Giftigkeitsprüfungen, massiv zugenommen haben. Erstmals seit Jahren wurden in der Schweiz auch wieder Tierversuche für Kosmetik durchgeführt.
Dazu Andreas Item: «Für die Ausbildung sowie für Toxikologietests gibt es klar überlegene tierversuchsfreie Forschungsmodelle, die in den führenden Eliteuniversitäten in den USA und in England längst Einzug gehalten haben. Will die Schweiz den Anschluss an die führenden Forschungsnationen nicht verlieren, dann besteht hier grosser Handlungsbedarf.» Weiter sagt Andreas Item: «Auch wenn es nicht sehr viele sind: Dass sogar wieder Tierversuche für Kosmetik bewilligt wurden, zeigt einmal mehr, dass freiwilliger Verzicht – wie er oft propagiert wird – nur eine Luftblase ist. Wir brauchen endlich griffige und klare Gesetze.»

Eine Verdoppelung (+57 000) fand bei Tierversuchen für die intensivierte Zucht und Mast von sogenannten Nutztieren statt. Sie wurden durchgeführt, um Leistungsoptimierungen und Kosteneinsparungen zu erzielen.
Auch stammen immer weniger der Tiere aus kontrollierten und anerkannten schweizerischen Zuchtanstalten (-30%). Demgegenüber haben Tiere aus ausländischen Zuchtanstalten (+35%) sowie aus «anderer» bzw. unbekannter Herkunft (+38%) massiv zugenommen.

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert seit langem einen konsequenten Verzicht auf Tierversuche. Zudem fordert die AG STG die konsequente Förderung und Anwendung von geeigneten tierversuchsfreien Testmethoden statt der Verschwendung von öffentlichen Geldern für völlig veraltete Forschungsmethoden. Es reiche nicht aus, dass tierversuchsfreie, sicherere Testmethoden nur gefordert werden – sie müssen auch gefördert werden!
Um die Sicherheit von Patienten bestmöglich zu gewährleisten, fordert die AG STG eine konsequente Vergleichsuntersuchung zwischen humanbiologischen Tests und Tierversuchen.
(Lesen Sie dazu auch die Medienmitteilung vom 4. Juli 2011 – Britische Wissenschaftler fordern eine Überprüfung der Medikamentensicherheit, online abrufbar unter: http://www.agstg.ch/medienmitteilung-vom-4-juli-2011-namhafte-britische-wissenschaftler-fordern-eine-uberprufung-der-medikamentensicherheit.html)
Auch fordert die AG STG mehr Transparenz bei Tierversuchen, um die grosse Anzahl identischer Mehrfachversuche endlich zu beenden!

Mehr Informationen über die Tierversuchsstatistik Schweiz 2010 finden Sie hier

Die offizielle Tierversuchsstatistik 2010 der Schweiz finden Sie unter:
http://www.tv-statistik.bvet.admin.ch/

Kontaktdaten nur in der Original-Medienmitteilung
 
Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Sie fordert, dass sich die medizinische Wissenschaft wieder am Menschen orientiert und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellt.