16.03.2013, Winterthur: AG STG – Aktion: Weisse Kreuze

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Die Medienmitteilung zu dieser Aktion können Sie lesen unter: Medienmitteilung vom 16. März 2013 - 10 Millionen Opfer im Namen der Wissenschaft


24.04.2013, Flughafen Zürich: AG STG - Aktion: Air France

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Die Medienmitteilung zu dieser Aktion können Sie lesen unter: Medienmitteilung vom 24. April 2013 - Air France: Lautstarker Boykottaufruf am Flughafen Zürich


Weitere Medienmitteilungen aus dem aktuellen Albatros:

 

Untersuchung zu medizinischen Erfolgen durch Tierversuche in der Psychiatrie - Heilung von Depressionen dank Mäusen und Affen?

Heilung von Depressionen dank Mäusen und Affen?

Depression, Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Syndrom und andere psychische Krankheiten nehmen immer mehr zu. Tierversuche in der Psychiatrie haben eine lange Tradition. Da immer noch viele Tierversuche durchgeführt werden, um psychische Krankheiten vom Menschen zu untersuchen, ist es angebracht, eine Bilanz zu ziehen zur Frage, ob Tierversuche zu Verbesserungen der Medizin führten.

Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung des in der medizinischen Fachzeitschrift «Psychiatric Times» 2012 erschienenen Artikels von Andre Menache, BSc(Hons), BVSc, MRCVS, der im englischen Original und als deutsche Übersetzung vollständig auf der Internetseite der AG STG zur Verfügung steht (Links siehe Ende Text).

Systematische Untersuchungen

Völlig absurd: Hunde, die sich infolge einer Allergie oft schlecken, werden als Tierversuchs-Modell für Zwangsstörungen genommenSeit Mitte des 20. Jahrhunderts haben Forscher Labor-Tiermodelle für Stress, Angst, Depression und Zwangsstörungen entwickelt, um Medikamente für menschliche Krankheiten herzustellen, zu prüfen und zu bewerten. Trotz des langen Zeitraumes seither gibt es nur wenige systematische Untersuchungen, welche die Ergebnisse aus Tierversuchen mit den Ergebnissen aus klinischen Studien am Menschen verglichen. Insgesamt schnitt das Tiermodell in Bezug auf die Vorhersage von Ergebnissen beim Menschen in diesen Übersichtsarbeiten jedoch sehr schlecht ab.18-22

Fortschritte in der Psychiatrie

Für die Beurteilung, ob Tierversuche in der Psychiatrie zu Fortschritten geführt haben oder nicht, lohnt sich ein Blick auf die grössten Errungenschaften in der Psychiatrie.
Das erste Antidepressivum, Isoniazid, wurde 1957 per Zufall entdeckt, als Stimmungsverbesserungen beim Einsatz in der Tuberkulosetherapie aufgefallen waren.2, 3 Die Antidepressiva-Gruppe der MAO-Hemmer wurde ebenfalls per Zufall entdeckt. Die Antidepressiva-Gruppe der Trizyklika wurde in klinischen Untersuchungen am Menschen entdeckt.
Chlorpromazin wurde als Narkosezusatz eingesetzt. Ein Militärchirurg erkannte 1952 dessen antipsychotische Wirkung.4, 5 Lithium, ein heute noch verwendetes stimmungsstabilisierendes Medikament, wurde durch die Beobachtung von Patienten entdeckt.6  Die beruhigende Wirkung der heute noch am meisten verwendeten Schlafmittelgruppe, der Benzodiazepine, wurde ebenfalls durch Patientenbeobachtung erkannt,7 als man Chlordiazepoxid erfolglos in der Therapie von Schizophrenie versuchte.8
Die heute am meisten verwendete Antidepressiva-Gruppe der SSRI (Abkürzung für Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) wurde durch rationales Medikamentendesign entwickelt.9  Rationales Medikamentendesign ist heute die Haupttriebkraft zur Entwicklung moderner psychiatrischer Medikamente. Darunter versteht man die planvolle Herstellung von Medikamentenmolekülen mit modernster Computertechnik.

Tierversuche genauer betrachtet

Es gibt immer noch viele Wissenschaftler, die sich das viel zu einfach vorstellen und glauben, dass man durch das Ändern eines DNA-Moleküls Krankheiten besiegen könneFür eine fundierte Beurteilung von Tierversuchen in der Psychiatrie müssen auch die hierbei verwendeten Untersuchungsmethoden betrachtet werden. Im forcierten Schwimmtest nach Porsolt wird eine Ratte oder Maus in ein Gefäss mit kaltem Wasser gesetzt. Sie wird gezwungen, bis zur Erschöpfung zu schwimmen, und wird dann kurz aus dem Wasser genommen. Danach wird die Prozedur wiederholt, bis das Tier das Stadium der Hilflosigkeit erreicht hat und aufhört zu schwimmen. Gemessen wird dabei die Zeit bis zur Verzweiflung (Aufgabe). Diese Versuche werden einmal mit der Gabe eines potentiell hoffnunggebenden Medikamentes und einmal ohne ein solches Medikament durchgeführt. Nimmt die Zeit bis zur Aufgabe des Schwimmens unter dem Medikament zu, gehen die jeweiligen Forscher von einer Wirksamkeit gegen Gefühle wie Verzweiflung (häufig vorkommend u.a. bei Depressionen) aus. Zahlreiche Medikamentengruppen wie z.B. Stimulantien, Antiepileptika, Anticholinergika, Pentobarbital und Opiate haben in diesen Schwimmtests eine scheinbar positive Wirkung ergeben, waren beim Menschen aber absolut nutzlos.24, 25

Andere Tierversuche sind schon von der Konzeption her offensichtlich nutzlos. So werden z.B. Hunde mit einer sogenannten Akren-Schleckdermatitis zur Untersuchung von Zwangserkrankungen beim Menschen herangezogen.26 Bei den betroffenen Hunden liegt eine Hautentzündung der Zehen und des Schwanzes vor, was zu übermässigem Schlecken an den Wunden führt. Während Zwangserkrankungen beim Menschen vielfältige Ursachen haben, liegt bei den Hunden eine Allergie zugrunde.

Sind Tiere dem Menschen ähnlich genug?

Gegner von Tierversuchen führen ins Feld, dass sich Menschen und Tiere zu stark voneinander unterscheiden, als dass man Rückschlüsse auf den Menschen aus Tierversuchen ziehen könnte. Befürworter erwähnen, dass z.B. Menschen mit Mäusen in der DNS rund 97% Übereinstimmung haben. Das Wissenschaftler-Team um Shanks konnte jedoch zeigen, dass die während der Evolution gleich gebliebenen Gene völlig unterschiedliche Merkmale ausprägen können, da es auf die Interaktion zwischen den Genen ankommt.32  Dies gibt den Gegnern von Tierversuchen recht in ihrem Argument, dass Tierversuche eine unnötige Forschungsmethode sind, da die Ergebnisse nicht auf den Menschen übertragbar sind. Auch zahlreiche andere systematische Untersuchungen konnten zeigen, dass selbst gentechnisch veränderte Tiere sich nicht für Untersuchungen von menschlichen Krankheiten eignen. Hirst und Kollegen untersuchten z.B. den Nutzen von Serotonin Typ 6 bei Knockout-Mäusen. Knockout-Mäuse sind genmanipulierte Tiere, bei denen gezielt einzelne Gene ausgeschaltet wurden. Deren Verwendung bedeutet für die Tiere oft grosses Leiden und bedingt den Tod von wesentlich mehr Tieren bei der Züchtung. Obwohl Serotonin bei der Entstehung und Therapie von Depressionen eine grosse Rolle spielt, kamen Hirst und Kollegen zum Ergebnis, dass sich die genmanipulierten Tiere nicht für die Vorhersage von Wirkungen am Menschen eignen.33

Auch wenn uns viele Affen noch so ähnlich sind, machen doch die kleinen Unterschiede einen grossen Unterschied aus in Bezug auf die Wirkung von HeilmittelnNoch immer sehen manche Wissenschaftler in der Verwendung von Primaten als uns nächstverwandter Art ein gutes Modell. Sie ignorieren dabei nicht nur die schlechten Ergebnisse der Vergangenheit, sondern auch die erheblichen Unterschiede zwischen Affen und Menschen. So macht beispielsweise die als Area 1 bezeichnete Region des Seh-Gehirns bei Affen 10% der gesamten Grosshirnrinde aus, beim Menschen hingegen nur 3%. Auch können anatomisch vergleichbare Strukturen des Seh-Gehirns bei Affen und Menschen völlig unterschiedliche Aufgaben haben.37 Der Aufbau und die Physiologie des menschlichen Gehirns ist wesentlich komplexer als beim Affen-Gehirn. Ein Beleg hierfür ist die benötigte Entwicklungszeit des Gehirns bis zur Hauptphase: 136 Tage bei Affen und 470 Tage bei Menschen.38 Andere wesentliche Unterschiede sind die Anzahl von Verknüpfungen einer menschlichen Nervenzelle (zwischen 7000 und 10 000) verglichen mit Rhesusaffen (zwischen 2000 und 6000) sowie die Expression von mind. 91 Genen, die bei Affen und Menschen verschieden sind und die bei einer Vielzahl von Nervenzellaktivitäten beteiligt sind.37, 39 Wie man aber heutzutage weiss, kann bereits eine einzige Veränderung in den Tausenden von Genen weitreichende unterschiedliche Folgen haben. Beispielsweise ist die Sichelzellanämie eine schmerzhafte Krankheit, die durch eine fehlerhafte Aminosäure im Hämoglobinmolekül ausgelöst wird. Die Ursache ist ein Fehler in einer einzigen Untereinheit innerhalb von Tausenden, welche das Hämoglobin-Gen beinhaltet.101
Kreiman und sein Team untersuchten den in der Evolution am meisten zwischen Affen und Menschen gleich gebliebenen Hirnteil, den Hippocampus.37 Sie fanden heraus, dass sich dennoch die Verteilung der Rezeptoren für Neurotransmitter erheblich zwischen den Arten unterscheidet. Somit liefern also nicht einmal Untersuchungen an Menschenaffen zuverlässig auf Menschen übertragbare Resultate.

Übertragbarkeit von Tierversuchs-Ergebnissen auf den Menschen

Bevor Medikamente zugelassen werden, fordern die Zulassungsbehörden u.a. Giftigkeitsprüfungen (Toxizitätsprüfungen) an einer Nagetierart (meist Ratten) und an einer Nichtnagetierart (meist Hunden). Hierfür werden mehrere Testreihen durchgeführt, um die Giftigkeit von hohen Einzeldosen, wiederholten Gaben und einer Langzeitgabe zu untersuchen. Die akute toxische Dosis (LD50) ist die mittlere tödliche Dosis des Wirkstoffes, bei der 50% der Tiere sterben. Wiederholte Gaben erfordern in der Regel Untersuchungen über 14–28 Tage, während die Langzeitgaben bis zu 90 Tage bei Ratten und bis zu 12 Monate bei Hunden dauern, was entsprechend langes Leiden für die Tiere bedeutet. Die Zulassungsbehörden fordern nach wie vor solche Tests, obwohl mehrfach belegt wurde, dass diese Toxizitätsprüfungen keine Aussagen über Schädigungen am Menschen erlauben.41-44 Ein Beispiel, um dies zu illustrieren: Bei 200 mg (pro Kilogramm Körpergewicht) des Antidepressivums Fluvoxamin sterben in den LD50-Versuchen 50% der Ratten. Hingegen sterben bereits bei 20 mg (pro Kilogramm Körpergewicht) alle Menschen. Die für Menschen giftige Dosis beträgt also nur 1% derjenigen bei Ratten. Die für Menschen giftige Dosis kann also nicht aus Tierversuchen abgeleitet werden. Damit werden oft Gefahren für Menschen vorgetäuscht, wo gar keine existieren, und andererseits ebenso oft Gefahren für Menschen nicht erkannt, weil die Medikamente für Tiere gut verträglich waren.

 

Tabelle: Vergleich von LD50-Dosen bei Tiermodellen mit letalen Dosen beim Menschen für ausgewählte Medikamente/Wirkstoffe in mg pro kg Körpergewicht

 

Das künstliche Experiment

Tierversuche stellen grundsätzlich künstliche Situationen dar. Krankheiten werden simuliert und entsprechen absolut nicht den Krankheitsursachen beim Menschen. Hinzu kommen weitere Einflussfaktoren wie Gruppen- statt Einzelhaltung, Einstreu, Tag-Nacht-Rhythmus und Behandlung durch die Wärter. Dies hat erwiesenermassen einen Einfluss auf die Psyche und damit auf die Studienresultate und führt somit zu falschen Ergebnissen, wenn man sie auf Menschen überträgt.48-50

Zusammenfassung und innovative Forschung der Zukunft

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich Tierversuche nicht zur Untersuchung von psychiatrischen Krankheiten am Menschen eignen. Auch für andere medizinische Bereiche wurde dies gezeigt. Einige Forscher rechtfertigen weiterhin den Bedarf für invasive Tierversuche (insbesondere an nicht-menschlichen Primaten wie z.B. Rhesusaffen), da Untersuchungen an einzelnen Nervenzellen beim Menschen nicht möglich sind.53, 54 Das ist nicht länger der Fall, da jetzt z.B. die Aktivität einzelner Nervenzellen bei Parkinson-Patienten mit Tiefenhirnstimulation studiert werden kann oder bei Patienten mit Epilepsie elektrische Sensoren benutzt werden, um die epileptischen Herde zu identifizieren.

Auch in der Psychiatrie gelangen uns die wesentlichen Durchbrüche in der Medikamentenforschung nicht im Tierversuch

Obwohl molekulare Psychiatrie einige Einblicke in die Mechanismen von Krankheiten des Geistes liefert, bleiben äussere psychosoziale Faktoren, welche das menschliche Verhalten massiv beeinflussen, von ihr unberücksichtigt.52 Die gegenwärtigen Trends deuten deshalb darauf hin, dass Diagnosestellungen und Behandlungen von psychiatrischen Erkrankungen beim Menschen im 21. Jahrhundert mehr auf einem integrativen Ansatz basieren werden. Dies unter Berücksichtigung der wichtigsten genomischen Fortschritte (z.B. Transkriptom des menschlichen Gehirns; Pharmakogenomik in der Medikamentenentwicklung auf dem Weg zu personalisierter Arznei); von nichtinvasiven Untersuchungstechniken, kombiniert mit ethischen pharmakologischen Untersuchungen wie z.B. Pharmako-Magnetoenzephalographie;56, 57 klinischer Beobachtung sowie anderen wichtigen auf den Menschen ausgerichteten Methoden. Nur damit ist eine evidenzbasierte Medizin möglich, welche menschlichen Patienten zugute kommt. Angenehmer «Nebeneffekt» wird dabei sein, dass Tieren viel Leid erspart bleiben wird.

Dr. med. Alexander Walz
Oberarzt, wissenschaftlicher und medizinischer Berater der AG STG 

 

Den vollständigen Artikel sowie das Quellenverzeichnis finden Sie unter:

http://www.agstg.ch/downloads/fachartikel/sind-tierversuche-wichtig-in-der-modernen-psychiatrie_menache_de.pdf(deutsch)

http://www.agstg.ch/downloads/fachartikel/are-animal-models-relevant-in-modern-psychiatry_menache_en.pdf(englisch)

Andre Menache: http://www.animalconsultants.org/consultants/menache_andre.html

Schweizer Tierfreunde Kreta: Marlene, welche Tiermedizin studiert, Costoula Dornbrach-Stoupi und Barbara Metzger im Tierheim in Chania

Die Schattenseiten einer Sonneninsel - Tierschutz auf der Insel Kreta

Der Verein «Schweizer Tierfreunde Kreta» feiert dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen. «Feiern» ist eigentlich das falsche Wort, da es traurig ist, dass dieses Engagement überhaupt notwendig ist.

Ein paar Tierheim-Bewohner warten morgens freudig auf die LeiterinEine leider inzwischen verstorbene Freundin machte 2002 Ferien auf der schönen Sonneninsel Kreta. Es ging nicht lange, und ein abgemagerter und sichtlich gezeichneter Strassenhund verfolgte sie. Da sie sehr tierliebend war, konnte und wollte sie nicht wegschauen und kümmerte sich ab sofort um das Tier. Ihre Ferien wurden zu einem Zeitrennen. Sie musste auf Kreta zuverlässige Hilfe für diesen armen Hund finden. Nach langem Suchen, nach bangen Fragen, was wohl aus dem Hund werden wird, erhielt sie eine Adresse, welche ihr half. Als die Freundin mit dem Hund dort ankam, wurde dieser aufgenommen, medizinisch versorgt und liebevoll aufgepäppelt. Dieser Hund durfte zu einem späteren Zeitpunkt nach Deutschland in eine ganz tolle Familie ausreisen. Als die Freundin sah, unter welch schwierigen Bedingungen die Tierschützer die so notwendige und wertvolle Tierschutzarbeit verrichten, nahm sie sich vor, zu Hause in der Schweiz darüber nachzudenken, wie man diesen grossartigen Menschen und den hilfsbedürftigen Tieren in Zukunft helfen könnte…

Entstehung des Vereins

Siesta im Tierheim Diese Freundin und ich gingen damals ab und zu zusammen mit unseren Hunden spazieren. Dabei erzählte sie mir, was sie auf Kreta für traurige Tierschicksale erlebt hatte. Wir dachten gemeinsam nach. Es entstand die Idee, einen Verein zu gründen. Nur wenn man gemeinsam mit anderen Menschen den gleichen Wunsch hat, kann man bei einer so wichtigen Aufgabe wie dem Tierschutz etwas erreichen. Wenn viele das gleiche Ziel haben, kann man den Tieren und den Tierfreunden vor Ort helfen, denn Tierschutz geht nur mit Menschen zusammen. So kam es dann schliesslich, dass am 19. Mai 2003 der Verein «Schweizer Tierfreunde Kreta» gegründet wurde. In all den Jahren durften wir wunderbare Menschen und natürlich Tiere kennenlernen. Unseren Einsatz, auch wenn wir oft an unsere Grenzen stossen, bekamen und bekommen wir in anderer Weise von den Tieren x-fach zurück. Wir führen den Verein mit Herzblut und zählen auf ein tolles Team. Es war damals eine sehr gute Entscheidung, diesen Verein ins Leben zu rufen.

 

Siesta im Welpenauslauf von Brigitte und Bruno Hochuli

Wieso Auslandtierschutz?

«Alarmanlage auf griechisch». Diese Hunde müssen an der kurzen Kette ein Unternehmen bewachenWir sind der Meinung, dass Tierschutz nicht an der Landesgrenze enden darf. Leider sind auf Kreta Vergiftungsaktionen, Misshandlungen, Verwahrlosung und andere erbärmliche Zustände Realität. Mit unserem Einsatz wollen wir diesem Missstand im Rahmen unserer Möglichkeiten entgegenwirken. Durch unsere inzwischen langjährige Tierschutztätigkeit stellen wir täglich fest, wie wichtig unsere Arbeit ist. Wir können stolz sagen, dass wir vertrauenswürdige und zuverlässige Tierschutzfreunde auf Kreta haben und deren Arbeit gerne unterstützen. Gerade jetzt, wo Griechenland in einer grossen Krise steckt, brauchen die Tiere und die Tierschützer vor Ort noch mehr Hilfe.

Kastrieren ist das A und O im Tierschutz

Unserer Meinung nach ist das Kastrieren das A und O im Tierschutz. Mit jedem kastrierten Tier retten wir Leben, indem dadurch gar nicht erst ein Tier an einem Ort, wo es wahrscheinlich schlecht behandelt wird, auf die Welt kommen muss. Wir unterstützen diverse Tierschutzprojekte vor Ort, insbesondere das Tierheim in Chania, welches von Costoula Dornbrach-Stoupi geleitet wird. Aber auch die Tierschutzprojekte von Silke Wrobel sowie Brigitte und Bruno Hochuli, einem Schweizer Ehepaar, welches schon mehrere Jahre auf Kreta lebt. Über die einzelnen Tierschutzprojekte dürfen Sie sich gerne auf unserer Website www.tierfreunde-kreta.ch genauer informieren. Die Tiere werden hauptsächlich von deutschen Tierärzten kastriert, welche diese Arbeit zum grössten Teil ehrenamtlich machen. Ein Tierheim-Bewohner nimmt ein erfrischendes Bad Wir finanzieren zudem Futter und bauliche Massnahmen. So konnten wir dank Spenden den Ausbau des Tierheim-Freigeländes ermöglichen. In Zusammenarbeit mit deutschen Tierschutzvereinen konnten wir der Tierheimleiterin ein Occasionsauto finanzieren. Costoula Dornbrach-Stoupi ist auf ein Fahrzeug angewiesen, damit sie u.a. verletzte Tiere sofort zum Tierarzt fahren oder Futter besorgen kann. Wir sehen, wie, wann und wo Handlungsbedarf besteht. Unser Verein arbeitet zuverlässig und freundschaftlich mit anderen Tierschutz-Organisationen zusammen, ganz nach dem Motto «Zusammen erreicht man mehr».

 Ihre wertvolle Unterstützung

Blick in die Aussengehege des Tierheims von ChaniaMit Ihrer Hilfe können wir Kastrationen und Tierarztkosten finanzieren. Durch Ihre Unterstützung können unsere Tierfreunde Futter, Medikamente und notwendige Sachen besorgen. Durch Ihre Mithilfe machen Sie es möglich, dass die Tiere Kretas ein besseres Leben haben dürfen. Wir freuen uns über jeden Franken und setzen die Spenden verantwortungsbewusst ein. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Wir sind uns bewusst, dass wir nicht die Welt verändern können. Wenn wir aber nur schon einem Tier helfen können, so verändert sich für dieses eine Tier das ganze Leben. Können wir also nur schon einem
Tier helfen, lohnt sich der ganze Einsatz.

Barbara Metzger
Präsidentin «Schweizer Tierfreunde Kreta»

 

Schweizer Tierfreunde Kreta

Webseite:
www.tierfreunde-kreta.ch

Adresse:
Tierfreunde Kreta
c/o Barbara Metzger
Maienrain 18
4316 Hellikon
079 748 60 30

Bankverbindung:
Aargauische Kantonalbank,IBAN: CH37 0076 1016 1021 9114 3, BIC: KBAGCH22

 

 

kosmetik-ohne-tierversuche.ch - sind denn nun nicht alle Kosmetikprodukte tierversuchsfrei?

Sind denn nun nicht alle Kosmetikprodukte tierversuchsfrei?

Die Einfuhr und der Verkauf von neuen an Tieren getesteten Kosmetikprodukten und  inhaltsstoffen sind in der EU seit dem 11. März 2013 verboten. Die Industrie ist nun gezwungen, auf vorhandene Inhaltsstoffe bzw. tierversuchsfreie Testmethoden umzusteigen. Damit sind theoretisch gesehen alle neuen Shampoos, Lippenstifte und Haarsprays tierversuchsfrei. Braucht es dann noch die Kosmetik-Positivliste?

Dieses Verbot hat eine enorm wichtige Signalwirkung, wie kürzlich auch EU-Kommissar Tonio Borg bestätigte: «Diese Entscheidung bedeutet auch, dass wir unsere Bemühungen zur Entwicklung, Prüfung und Verabschiedung alternativer Verfahrensweisen intensivieren und die internationale Anerkennung dieser Verfahrensweisen vorantreiben müssen.»

An dieses Verbot müssen sich alle Firmen halten, die in die EU exportieren. Somit sind auch alle Schweizer Firmen davon betroffen, denn kaum jemand wird es sich leisten können, auf diesen Markt zu verzichten. Trotzdem wurde in der Schweiz immer gegen ein solches Verbot gekämpft. Nun – endlich! – wurde zwar auch eine parlamentarische Interpellation diesbezüglich eingereicht, doch diese erachten wir als praktisch obsolet.

Weshalb feiern wir dann nicht ausgelassen und kaufen in Zukunft einfach nur noch die günstigsten Kosmetik-Produkte?

  • Die Kosmetikkonzerne können nach wie vor Tierversuche für Inhaltsstoffe und Produkte durchführen, die sie nicht in die EU einführen. In manchen Ländern wie China sind Tierversuche sogar noch verpflichtend vorgeschrieben. Grosse Kosmetikfirmen stellen Produkte oft landes- oder kontinentspezifisch her, womit sie das Tierversuchsverbot relativ einfach umgehen können. Solange es kein weltweites Verbot von Kosmetik-Tierversuchen gibt, werden weiterhin Tierversuche durchgeführt.
  • Der grössere Anteil an in Kosmetik eingesetzten Rohstoffen wird zusätzlich auch in anderen Bereichen eingesetzt. Somit zählen diese Rohstoffe als allgemeine Chemikalien und fallen unter das Chemikalienrecht. Diese Rohstoffe, man spricht von bis zu 90%, müssen weiterhin in Tierversuchen getestet werden.
  • Das Verkaufsverbot muss von den einzelnen Staaten durchgesetzt und kontrolliert werden. Manche Länder haben möglicherweise nicht das Wissen und die Mittel, entsprechende Massnahmen zu ergreifen. Tierqualkosmetik kann so weiterhin in unsere Läden gelangen.
  • Firmen, die seit Jahren auf eine tierversuchsfreie Politik setzen, sollten belohnt und nicht denen gleichgestellt werden, die erst aufgrund eines gesetzlichen Verbots auf Tierversuche verzichten. Das Vermarktungsverbot gilt ausserdem nur für zukünftige Tierversuche, d.h., an den allermeisten neuen Produkten klebt nach wie vor Blut.

Es ist also weiterhin wichtig, dass wir Firmen unterstützen, die bei ihren Produkten auf diese Schlupflöcher verzichten und auf Tierversuchsfreiheit setzen. Deshalb empfehlen wir weiterhin hauptsächlich die Firmen der folgenden streng kontrollierten Listen: «Positiv-Liste des Deutschen Tierschutzbundes» sowie «Humane Cosmetic Standard (HCS)».

 

Auf unserer Webseite www.kosmetik-ohne-tierversuche.ch finden Sie die aktuell von uns empfohlenen Firmen sowie viele weitere Informationen zum Thema.

Air France Kampagne - Stoppt die Affentransporte in Tierversuchslabors!

Stoppt die Affentransporte in Tierversuchslabors!

Jahr für Jahr werden Zehntausende Affen in kleine Boxen gesteckt, in Flugzeuge gestapelt und dann tagelang unter schrecklichen Bedingungen in die Tierversuchslabors der Welt transportiert. Die Flüge sind eine immense Tortur, verursacht durch Kälte, Durst, Lärm und Stress. Nach der Ankunft erwartet die Affen ein grausames Schicksal in einem Tierversuchslabor.

Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner ) forderte die Air France bereits in mehreren Aktionen auf, auf diese Transporte zu verzichten. Bisher bleibt die Air France jedoch stur und will weiter an diesem schmutzigen Geschäft verdienen. Deshalb startet die AG STG erneut eine Kampagne.

Weltweite Proteste verschiedener Tierversuchsgegner-Organisationen, darunter der AG STG, haben bewirkt, dass immer mehr Fluggesellschaften auf den Transport von Affen in Tierversuchslabors verzichten. Anfang März 2013 hat die Fluggesellschaft China Eastern eingelenkt und bekanntgegeben, dass sie ab sofort auf die Affentransporte verzichtet. Auch die Swiss verzichtet auf solche Transporte. Dieses schmutzige Geschäft wird nur noch von einer Handvoll Fluggesellschaften betrieben. Darunter befindet sich, als einzige europäische Airline, die Air France. Wäre keine Fluggesellschaft mehr bereit, Affen in Tierversuchslabors zu transportieren, würde deren Beschaffung für die Versuchslabors erheblich erschwert.

Eine Reise in die Hölle

Den Fluggästen der Air France ist kaum bewusst, was sich im Frachtraum unter ihnen abspielt. In enge Holzkäfige gepfercht, fliegen jährlich Zehntausende Affen unter den Füssen der Fluggäste ihrem grausamen Schicksal entgegen. In den Laderäumen der Air-France-Maschinen müssen sie oft tagelange Flüge überstehen. Sie leiden unter Stress, Durst, Lärm und sehr starken Temperaturschwankungen. Und sie stehen Todesängste aus. Viele Affen sterben bereits bei diesem Transport. Die Affen, die überleben, erwartet ein Leben in einem Tierversuchslabor, mit grausamen, teils jahrelangen Experimenten. Der Tod kann dabei nur als Erlösung angesehen werden.

Gemütlich auf einem Baum einen Maiskolben geniessen

Rhesus- und Javaneraffen, aber auch andere Affenarten sind von diesem Schicksal betroffen. Viele von ihnen wurden der Wildnis entrissen und aus ihren Familienverbänden geraubt. Wer nicht für Versuche oder die Zucht taugt, wird getötet. Die «brauchbarsten» Weibchen sperrt man in Zuchtstationen. Einmal hier gelandet, verbringen sie den Rest ihres kläglichen Lebens damit, Junge zu gebären, um so Nachschub für Tierversuchslabors zu produzieren. Nicht allzu lange nach der Geburt werden die Jungen den Müttern entrissen. Die kleinen Affen, die ausser sich vor Angst zu entkommen versuchen, werden gepackt und an den Schwänzen zurückgerissen. Danach werden sie in die engen Holzkäfige gepfercht und für den Flug in ein Versuchslabor dieser Welt bereitgemacht.

Mauritius ist ein Albtraum für Affen

Der Inselstaat im Südwesten des Indischen Ozeans ist ein beliebter Ort für Badeferien und wird wegen des exotischen Flairs sehr geschätzt. Doch dieses wunderschöne Eiland ist zugleich eine Hölle, denn Mauritius ist – nach China – der weltweit grösste Exporteur von Affen in Tierversuchslabors. In Mauritius werden die Affen eingefangen und gezüchtet und danach quer über den Globus geflogen – zum Beispiel mit Hilfe von Air France.

Hier warten die der Freiheit entrissenen Makaken auf den Flug oder auf den Tod

Der Tierschutz ist in diesen Affenzuchtanlagen nur pro forma vorhanden. Auch auf den Transporten in die Labors sind Zuwiderhandlungen gegen das Tierschutzgesetz an der Tagesordnung. Breit angelegte Undercover-Recherchen des BUAV (British Union for the Abolition of Vivisection) decken immer wieder massive Missstände und Verletzungen jeglicher Tierschutzstandards auf. So dürften beispielsweise trächtige Affen sowie Affenmütter mit Babys aufgrund des erhöhten Stresses, dem sie während eines Fluges ausgesetzt sind, nicht transportiert werden. Trotzdem ist diese Praktik an der Tagesordnung. Von den Fluggesellschaften wird dies vertuscht, und natürlich wird nicht Buch über die zahllosen Verstösse während Transportflügen geführt. Deshalb existieren kaum verlässliche Zahlen über das tatsächliche Ausmass dieses grossen Leids. Bekannt ist aber, dass jährlich bis zu 10 000 Affen aus Zuchtanlagen von Mauritius nach Europa transportiert werden.

Fluggesellschaften verdienen am Elend

Praktisch alle globalen Fluggesellschaften sprechen sich gegen Affentransporte in Tierversuchslabors aus. Weltweit gibt es derzeit nur noch drei Airlines, die Affen in diesen qualvollen Tod fliegen. Neben der Philippine Airline und der Vietnam Airline beteiligt sich nur noch die Air France an diesem grausamen Geschäft. Es ist dokumentiert, dass Mauritius zwischen 2008 und 2009 über die Air France rund 3000 Affen nach Europa und über 7000 Affen in die USA geliefert hat. Anfang 2013 wurden etwa 100 junge Affen in eine Aussenstelle einer Zuchtfarm in Spanien verfrachtet. Bilder, die sich im Besitz des BUAV befinden, zeigen Holzkäfige mit Affen darin, die darauf warten müssen, in eine Maschine der Air France verladen zu werden. Ein Makake beschützt einen anderen, blinden, Makaken

Die Air France weiss, mit was für einem schmutzigen Geschäft sie ihr Geld verdient.

Proteste von Tierversuchsgegnern haben immer wieder zu Teilerfolgen geführt. Im Februar 2012 hat der Protest von fast 70 000 Menschen innerhalb von 24 Stunden bewirkt, dass die Air France sich gegen den Transport von 60 Primaten aus Afrika in US-amerikanische Versuchslabors entschied. Doch trotz Appellen und Protesten ist die Air France noch nicht einsichtig geworden und macht weiterhin Profit mit dem Elend der Affen. Aus diesem Grund tritt die AG STG erneut mit einer Kampagne an die Öffentlichkeit und fordert Air France ein weiteres Mal auf, endgültig auf den Transport von Affen in Tierversuchslabors zu verzichten. Da die meisten Fluggesellschaften auf Druck von Tierversuchsgegnern bereits auf diese Transporte verzichten, steigt dadurch der Druck auf die Air France immer weiter an.

Für eine sinnvolle Forschung zum Nutzen von Mensch und Tier

Die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren hinsichtlich Anatomie, Physiologie und Stoffwechsel sind zu gross, als dass Ergebnisse aus Tierversuchen auf Menschen übertragen werden könnten. Viele Krankheiten, die bei Menschen vorkommen, gibt es bei Tieren nicht. In Tierversuchen entstehen falsche Ergebnisse, die für uns Menschen nicht nur wertlos, sondern oft sogar gefährlich sind, denn falsche Ergebnisse bedeuten immer grosse Risiken für die Menschen.

Kisten voller Affen warten auf die Verladung in die Vietnam AirlinesEs gibt zahlreiche innovative, tierfreie Forschungsmethoden, die Ergebnisse liefern, die direkt auf den Menschen übertragbar sind. In-vitro-Systeme umfassen eine Vielzahl verschiedener Testmethoden. Mit menschlichen Zell- und Gewebekulturen lässt sich z.B. die Wirksamkeit von potentiellen Medikamenten überprüfen. Mit mathematischen Computermodellen kann man den menschlichen Organismus und dessen Stoffwechselvorgänge simulieren. Damit kann die Wirkung von Medikamenten zuerst am virtuellen Patienten analysiert werden. Auch die Forschung mittels Biochip gehört zu den vielversprechenden tierfreien Forschungsmethoden. Ein Biochip fungiert dabei als Zellträger und kann unter anderem einzelne Organe und sogar ganze Organismen darstellen.

Downloads:

Francais: Air France - Arrêtez les transports de singes vers les laboratoires de vivisection!


Italiano: Air France - Stop al trasporto di scimmie nei laboratori sperimentali!

Sagen auch Sie NEIN zur Air France!

Fordern Sie zusammen mit der AG STG die Air France auf, per sofort den Transport von Affen in Tierversuchslabors einzustellen.
Buchen auch Sie keine Flüge mehr bei der Air France, bis diese die Transporte einstellt.