5. Dezember 2013, Zürich/Kloten: AG STG – Aktion:
Kreativer Protest am Flughafen Zürich

5. Dezember 2013, Zürich/Kloten: AG STG – Aktion: Kreativer Protest am Flughafen Zürich 5. Dezember 2013, Zürich/Kloten: AG STG – Aktion: Kreativer Protest am Flughafen Zürich
5. Dezember 2013, Zürich/Kloten: AG STG – Aktion: Kreativer Protest am Flughafen Zürich 5. Dezember 2013, Zürich/Kloten: AG STG – Aktion: Kreativer Protest am Flughafen Zürich
5. Dezember 2013, Zürich/Kloten: AG STG – Aktion: Kreativer Protest am Flughafen Zürich 5. Dezember 2013, Zürich/Kloten: AG STG – Aktion: Kreativer Protest am Flughafen Zürich


Die Medienmitteilung zu dieser Aktion können Sie lesen unter:
Medienmitteilung vom 5. Dezember 2013 - Kreativer Protest am Flughafen Zürich


18. Dezember 2013, Freiburg: AG STG - Petitionsübergabe:
Schluss mit der illegalen Tierversuchs-Kommission

18. Dezember 2013, Freiburg: AG STG - Petitionsübergabe: Schluss mit der illegalen Tierversuchs-Kommission 18. Dezember 2013, Freiburg: AG STG - Petitionsübergabe: Schluss mit der illegalen Tierversuchs-Kommission
18. Dezember 2013, Freiburg: AG STG - Petitionsübergabe: Schluss mit der illegalen Tierversuchs-Kommission 18. Dezember 2013, Freiburg: AG STG - Petitionsübergabe: Schluss mit der illegalen Tierversuchs-Kommission
18. Dezember 2013, Freiburg: AG STG - Petitionsübergabe: Schluss mit der illegalen Tierversuchs-Kommission 18. Dezember 2013, Freiburg: AG STG - Petitionsübergabe: Schluss mit der illegalen Tierversuchs-Kommission


Die Medienmitteilung zu dieser Aktion können Sie lesen unter:
Medienmitteilung vom 18. Dezember 2013 - Petitionsuebergabe an den Grossen Rat von Freiburg


22. Dezember 2013, Zürich: AG STG - Aktion:
Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck

22. Dezember 2013, Zürich: AG STG - Aktion: Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck 22. Dezember 2013, Zürich: AG STG - Aktion: Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck
22. Dezember 2013, Zürich: AG STG - Aktion: Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck 22. Dezember 2013, Zürich: AG STG - Aktion: Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck
22. Dezember 2013, Zürich: AG STG - Aktion: Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck 22. Dezember 2013, Zürich: AG STG - Aktion: Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck
22. Dezember 2013, Zürich: AG STG - Aktion: Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck 22. Dezember 2013, Zürich: AG STG - Aktion: Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck


Die Medienmitteilung zu dieser Aktion können Sie lesen unter:
Medienmitteilung vom 22. Dezember 2013 - Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck


Weitere Medienmitteilungen aus dem aktuellen Albatros:

 

Die befreiten Makaken beim Sonnenbaden - Ein zufriedener Tag im Leben der «Mädchen» vom Parco dell’Abatino

Ein zufriedener Tag im Leben der «Mädchen» vom Parco dell’Abatino

Welch grausame Tierversuche sie erleben mussten, werden wir nie genau erfahren. Aber wir sind glücklich, dass wir dank Ihrer Hilfe, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, mithelfen können, den «Bambine» weiterhin einen schönen Lebensabend zu ermöglichen. Im Albatros Nr. 33 berichteten wir erstmals von ihnen. Erneut haben wir zur Weihnachtszeit einen Brief von den «Mädchen» erhalten.

Der Baum in der Mitte des Affenhauses ist gross, solide und trägt sehr viel Laub. Seine Zweige berühren weit über den Köpfen das Netz am Dach, aber sie verdecken nicht den Himmel. Ein blauer Himmel, der die Sonne umrahmt, auch wenn es am kältesten ist. Von innen sieht man das Netz fast nicht, ja man bemerkt es kaum. Es ist für die Sicherheit derer, die herumtollen und sich verlaufen würden, die vor Kälte und Hunger in diesem für sie ungewohnten Umfeld sterben könnten, da es so verschieden ist von dem Zuhause, in dem sie geboren wurden. Doch das Netz scheint die Affen auch nicht zu stören. Sie scheinen sich frei zu fühlen ohne den Käfig, in dem sie im Labor leben mussten. Es ist das Beste, was wir ihnen bieten können, diesen alternden oder sagen wir reifenden Makakenweibchen, die im Laufe der Jahre immer hübscher werden. Natürlich möchten wir ihnen mehr geben, sogar die ganze Welt, wenn das nur möglich wäre.

Einige Schnappschüsse von den zufriedenen «Mädchen» vom Parco dell’Abatino

Während ich die wunderschöne Natur um das Gehege bestaune, beobachtet mich Andy diskret und kratzt sich den Fuss, so wie sie das immer tut. Diese Gewohnheit ist ihr nie verloren gegangen. Wenn sie durch die Anwesenheit von Menschen gestört wird, blickt sie weg und kratzt sich am Fuss – ein, zwei oder drei Mal. Andy ist sehr gewachsen! Ihr Fell glänzt, fast wie Gold, viel mehr als früher. Die Sonne scheint auf das Fell ihrer Brust und ihres Schwanzes, und ihr «gelbes Gold» blendet im Licht. Nicht weit von mir entfernt befinden sich Mora und Aktarus. Sie haben meine Anwesenheit noch nicht bemerkt und putzen sich freudig, während sie auf einem Zaun sitzen. Ich berühre sanft ihr Fell und versuche beim Putzen mitzumachen, bevor sie blitzschnell flüchten. Ihre Gesichter sind wie bei Sonnenbrillenträgern gebräunt, sie sehen aus wie Skifahrer. Sie sind lustig! Sie versuchen, mit den Zähnen zu klappern und mir ihr weit geöffnetes Maul zu zeigen, um mich damit zu erschrecken. Das ist ihr Drohsignal, aber es funktioniert bei mir nicht mehr. Es ist wohl besser, diese grossen Zähne nicht zu spüren, die ich unter ihren bräunlichen Lippen erspähe.

Einige Schnappschüsse von den zufriedenen «Mädchen» vom Parco dell’Abatino

Lara und Giada halten sich in der Nähe ihrer Hütte auf. Sie sehen unentschlossen aus. Sie fragen sich möglicherweise, ob sie in der gemütlichen Wärme der Hütte bleiben oder rausgehen sollen, um diesen sonnigen Herbsttag zu geniessen. Giada knackt eine Baumnuss und steckt sie ins Maul. Man sieht die Nuss in ihrer Wange, zwischengelagert, wie die Eichhörnchen das für gewöhnlich machen. Wenn ich das bemerke, weiss ich, dass sie schon viele Nüsse gefressen hat. Den Gang entlang, der aus Gitternetzen besteht und die Hütte und das Affenhaus miteinander verbindet, strecken mehrere der anderen «Bambine» den Rücken und geniessen die Sonne. Sie sehen wie eine zufriedene Einheit aus. Aus diesem einheitlichen Puzzle kommen beim genaueren Hinsehen einzelne «Puzzleteile» zum Vorschein: Capitan Harlock mit ihren grossen, langen Schnurrhaaren, oder der grosse, einzigartige Bauch von Accio, und auch Mia ragt aus der Gruppe heraus. Sie bewegt sich teils wie eine Marionette, nicht wie ein echter Affe. Und auch Akù, die mich trotz blindem Auge aufmerksam beobachtet, fällt mir sofort auf.

Einige Schnappschüsse von den zufriedenen «Mädchen» vom Parco dell’Abatino

Sie alle sonnen sich gemütlich, während die letzten Blätter dieses Herbsts von den Bäumen fallen und den Boden bedecken. Auch Shiva ist dort, sie liegt unter dem grossen Baum auf einem weichen Bett aus roten, gelben und orangefarbenen Blättern. Während sie mit einem Fuss auf einer Banane steht, frisst sie einen Apfel – offenbar will sie diese Banane niemandem überlassen. Shiva ist die abgesetzte Prinzessin beziehungsweise die abgesetzte Chefin des Rudels. Trotzdem hat sie ihre majestätischen Bewegungen und ihre Würde behalten; sie fürchtet nichts. Shiva scheint beim Fressen dieser leckeren Frucht so in sich vertieft zu sein wie in einer buddhistischen Meditation. Unerschütterlich. Sie kümmert sich nicht um Viola, die so anders ist als sie, und um deren Art, das Rudel zu leiten. So wie Viola ihre Welt vom Gipfel des Baumes überwacht, bereit, einzugreifen und Ordnung zu halten. Ein Insekt läuft vorbei und geht schnell wieder weg. Es gelingt ihm, zu flüchten und dem Versuch, es zu fangen, zu entkommen. Viola ähnelt einem Matrosen auf dem Grossmast eines Schiffes, der dabei ist, das langersehnte Land am Horizont zu entdecken.

Und somit ist ein weiterer friedlicher Tag im Leben der «Bambine» vorbei. Herzlichen Dank an die AG STG und alle für Ihre grosszügige Unterstützung.


autor Vitadacani onlus
www.vitadacani.org

 


Fotos: zur Verfügung

Zum Gedenken an den Welttierschutztag - Max Makakes Brief aus der Todeszelle - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Max Makakes Brief aus der Todeszelle

2. Oktober 2013, Bonaduz

Zum Welttierschutztag vom 4. Oktober gedenkt die AG STG mit dem Brief von Max Makake der vielen in Tierversuchen getöteten Tiere. Dieser Brief vom Frühling 2009 war die letzte Nachricht von Max Makake, die wir bis zu seinem Tod von ihm erhielten. Dieser Brief soll die Menschen an das Leid aller Tiere und an die Grausamkeit und Nutzlosigkeit von Tierversuchen erinnern.
Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) trauert um Max Makake, wie auch um alle jährlich weit über 600 000 in der Schweiz für Tierversuche missbrauchten und getöteten Tiere.

Ich liege schon einige Zeit wach in meinem Käfig. Schlafen kann ich trotz der starken Beruhigungsmedikamente, die sie mir geben, kaum noch. Meine Schmerzen und meine Angst sind sehr stark, lassen mich kaum zur Ruhe kommen.
Schwach kann ich mich noch an den Geruch meiner Mama erinnern. Schwach noch an ihre liebevolle Stimme und ihre Fürsorge. Denn kaum geboren, da kamen sie und rissen uns auseinander. Sie zerrten mich in einen kleinen Käfig und brachten mich weg. Nie mehr konnte ich seit diesem schrecklichen Tag den Geruch meiner Mama wahrnehmen – nie mehr mich an ihr weiches Fell schmiegen und mich bei ihr wohl und sicher fühlen.

Mein Name ist Max.
Geboren wurde ich in einer Zuchtstation. Geboren wurde ich ohne jede Chance, jemals die Wunder des Lebens kennen lernen zu dürfen. Denn geboren wurde ich nur aus einem Zweck – um in die Folterkammern eines Tierversuchslabors verkauft zu werden und da ein Leben voller Schmerzen, Angst und Pein zu verbringen.

Kälte kommt herein, wenn am Morgen die Stahltüren quietschen und die Tageslichter angehen. Es ist nicht die Kälte des Wetters – es ist immer gleich warm hier drinnen – es ist die Kälte der Herzen der Menschen, die reinkommen, um mich, angeblich im Namen der Wissenschaft, zu misshandeln …
Zusätzlich zu der Angst und den Schmerzen, denen ich täglich ausgesetzt bin, macht man sich auch oft über mich lustig. Dies auch in den Medien. Zum Beispiel wurde geschrieben, wie es mir gefallen würde, bei diesen grausamen Torturen mitzumachen.
Dass mein Wille durch monatelanges brutales Training, wie Folter im Wissenschafts-Jargon heisst, durch Isolationshaft, durch Unterbinden sämtlicher natürlicher Bedürfnisse und durch Wasserentzug gebrochen wurde, das wird einfach verheimlicht und als freiwillige Kooperation bezeichnet.
Aber ich weiss, dass wenn ich mich in den Folterstuhl klemmen lasse und mich den üblichen Misshandlungen füge, dann werde ich dafür nicht noch mehr psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt. Bekomme dafür als «Belohnung» endlich etwas zu trinken.
Ein unwürdiges, von Pein gezeichnetes Leben. Jedoch welche andere Chance habe ich?

Die meiste Zeit des Tages vegetiere ich in meinem Stahlkäfig vor mich hin. Träumte dabei früher oft von einem Leben ohne Schmerzen, ohne Gewalt. Von einem Leben mit einer Familie, von der Liebe meiner Mama … oder auch davon, wie es wohl sein würde, auf einer Baumkrone einen Sonnenuntergang geniessen zu können.

Meine Träume und Hoffnungen habe ich jedoch aufgegeben. Abends, wenn die Forscher und «Tierpfleger» endlich weggehen, da durchdringt mich jeweils nur noch ein einziger Gedanke: Hoffentlich wache ich am nächsten Morgen nicht mehr auf …
Mit traurigen Grüssen, Max Makake

Der Welttierschutztag geht auf den heiligen Franziskus von Assisi zurück, der das Tier als lebendiges Geschöpf Gottes und als Bruder des Menschen ansah. Nach seinem Tod wurde der 4. Oktober zum Tag des Gedenkens an diesen grossen Freund der Tiere. An diesem Tag weisen deshalb jedes Jahr weltweit Tierschützer auf die Leiden der Tiere hin.

Zum Gedenken an diesen Tag hofft die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, dass in der Forschung auch Anstand, Moral und Mitgefühl wieder ihren Platz erhalten. Tierversuche sind jedoch nicht nur aus ethischen, sondern auch aus medizinisch-wissenschaftlichen Gründen klar abzulehnen .
Lesen Sie dazu unseren Artikel «Die Medizin der Zukunft – Die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschung» unter: http://www.agstg.ch/forschung-der-zukunft.html 

(Kontaktdaten nur in der Original-Medienmitteilung)

 


Erstellungsdatum: 27.02.2014
Bildquellen: Bild Nr.1 123rf.com (c) Aliaksandr Mazurkevich

Verliert die Schweizer Forschung den Anschluss? 50 Millionen EU-Gelder für tierversuchsfreie Forschung - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

50 Millionen EU-Gelder für tierversuchsfreie Forschung

13. September 2013, Bonaduz

Mit dem aktuellen EU-weiten Forschungsprojekt «Notox» haben es sich Forscher zum Ziel gesetzt, in der Kosmetik übliche Tierversuche vollständig zu ersetzen. Dies durch eine Kombination aus Computersimulationsmodellen und Zellkulturen. «Notox» ist Teil eines Grossprojektes, das mit total 50 Millionen Euro finanziert wird. Alleine für «Notox» investieren die EU und der Europäische Kosmetikverband 9 Millionen Euro. Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) begrüsst diesen wichtigen Schritt in eine tierversuchsfreie und effiziente Forschungszukunft.

Innerhalb von sechs Teilprojekten werden mit einer durchdachten Kombination aus computerbasierten Modellen und Forschung an menschlichen Zellkulturen Untersuchungen zur Giftigkeit von Substanzen vorgenommen. Damit werden die Gefahren für den Verbraucher zuverlässig vorhergesagt werden können. Zudem wird vorhandene Literatur ausgewertet und werden die gewonnenen Erkenntnisse in einer Datenbank dokumentiert. Im Fokus der Forschungen steht die Entwicklung von tierversuchsfreien Teststrategien in den Bereichen der Giftigkeit für den ganzen Körper sowie der Giftigkeit bei wiederholter und Langzeit-Gabe. Die aktuell zur Testung von Chemikalien und anderen Substanzen durchgeführten Tierversuche sind extrem qualvoll. U. a. Ratten oder Mäusen wird per Magensonde über einen längeren Zeitraum eine Substanz eingepumpt. Je nach Art und Menge des verabreichten Stoffes winden sich die Tiere im Todeskampf oder haben Krämpfe, Durchfall, Fieber, Schüttelfrost oder Lähmungen. Die Tiere sterben an dem Gift oder werden zu bestimmten Zeitpunkten getötet.

Diese Tierversuche sind nicht nur qualvoll, sondern auch unzuverlässig. Laut offiziellen Angaben sind bis zu 96 % aller Tierversuchsergebnisse nicht auf Menschen übertragbar. Deshalb werden neue und sicherere Testmethoden entwickelt. Die Entwicklungen im Rahmen von «Notox» werden vorerst in der Kosmetikforschung eingesetzt. Sobald diese Methoden aber etabliert sind, werden sie günstiger, schneller und zuverlässiger als Tierversuche sein. Dann kann man sie nicht nur im Bereich Kosmetikforschung einsetzen, sondern in vielen Bereichen, in denen heute noch Tierversuche gemacht werden.

«Der Tag, an dem die angestaubten Forscher mit ihrem mantramässigen «Es geht nicht ohne Tierversuche» nur noch mitleidig belächelt werden, rückt langsam, aber stetig näher», sagt Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, und ergänzt: «Innovative Wissenschaftler, Universitäten und Unternehmen haben dies längst erkannt und arbeiten an der Forschung der Zukunft. Auch die USA fördern mit mehreren Millionen-Projekten die Entwicklung tierfreier Forschungsmethoden. Hingegen in der Schweiz wird dafür jährlich nicht einmal eine Million eingesetzt.» Noch aber ist es möglich, den Anschluss an die führende Medizinforschung zu erhalten. Nur aber, sagt die AG STG, ist es allerhöchste Zeit, dass in den «verstaubten Teppichetagen endlich ernsthafte Wissenschaftler Platz erhalten». Dann stünden die Chancen gut, dass die Schweiz den Anschluss an die führende Medizinforschung nicht verpasst. Um die Sicherheit von Patienten bestmöglich zu gewährleisten, fordert die AG STG eine konsequente Vergleichsuntersuchung zwischen humanbiologischen Tests und Tierversuchen. Die AG STG fordert ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, muss sie sich vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für eine am Menschen orientierte und für die Menschen nützliche Medizinforschung. Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche. Die AG STG fordert die Schweizer Behörden auf, den Fortschritt in der Forschung nicht länger zu blockieren und stattdessen in die Zukunft zu investieren.

Film über die Forschungsaktivitäten des Projektes Notox (in englischer Sprache):
www.notox-sb.eu/film

Artikel «Die Medizin der Zukunft – Die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschung»: www.agstg.ch/forschung-der-zukunft.html

(Kontaktdaten nur in der Original-Medienmitteilung)

 


Erstellungsdatum: 27.02.2014
Bildquellen: Bild Nr.1 Fotolia.com - Stefan Rajewski

Ärzte gegen Tierversuche - Jahrzehntelanger Kampf gegen Tierversuche

Jahrzehntelanger Kampf gegen Tierversuche

Tierversuche sind ein Thema, das besonders kontrovers diskutiert wird. Unser deutschlandweiter Verein Ärzte gegen Tierversuche ist ein Zusammenschluss aus mehreren hundert Ärzten, Tierärzten und Naturwissenschaftlern, die Tierversuche aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen ablehnen. Denn es ist ethisch inakzeptabel, dass Tiere, die genau wie wir Menschen Freude, Schmerz und Leid empfinden können, allerorts in Labors zu Tode gebracht werden. Zudem ist die Übertragung von Ergebnissen aus Tierversuchen auf den Menschen aufgrund der Unterschiede in Körperbau, Stoffwechsel und Lebensweise ein unkalkulierbares Risiko.

In der Regel geht es bei Tierversuchen ohnehin nicht darum, kranken Menschen zu helfen, sondern um das Karrierestreben, Einstreichen von Geldern und die reine Neugierforschung einzelner Experimentatoren. Seit 1979 engagieren wir uns für eine moderne Medizin und Wissenschaft ohne Tierversuche, die sich am Menschen orientiert und bei der Ursachenforschung und Vorbeugung gegen Krankheiten sowie der Einsatz tierversuchsfreier Forschungsmethoden im Vordergrund stehen. Um diesem Ziel näher zu kommen, setzen wir uns auf verschiedenen Ebenen ein. Die Schwerpunkte unserer täglichen Arbeit sind vielfältig. Sie umfassen unter anderem die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die wissenschaftlich fundierte Argumentation für eine tierversuchsfreie Forschung und politische Lobbyarbeit auf Bundes- und EU-Ebene. Mit zielgerichteten Kampagnen und Protestaktionen zeigen wir konkrete Missstände auf und machen so die im Verborgenen ablaufenden Tierversuche für ein breites Publikum öffentlich.

Ein dank unserem Ukraine-Projekt geretteter Frosch wird in die Freiheit entlassenZwar gibt es immer wieder Rückschläge zu verzeichnen. Die nicht nur in Deutschland, sondern weltweit steigenden Tierversuchszahlen zeigen, wie viel Ausdauer es braucht, um diese grausame Forschung zumindest eindämmen zu können. Doch davon dürfen wir uns nicht entmutigen lassen, denn die Tiere in den Labors sind wehrlos und auf unsere Hilfe angewiesen. Und so orientieren wir uns an den grossartigen Erfolgen, die durch beharrliches Engagement von Tierversuchsgegnern weltweit errungen werden konnten. Im März 2013 ist endlich die letzte Stufe des europaweiten Verbots für Kosmetik-Tierversuche in Kraft getreten. Dies strahlt auch in andere Länder wie China aus, wo die Behörden bislang auf Tierversuchen beharrten und nun ein Ende der Tierqual für die Schönheit erwägen.

Mit unserem Ukraine-Projekt bestückt unser Ärzteverein Universitäten mit tierleidfreien Lehrmethoden. Die Professoren verpflichten sich im Gegenzug, die üblicherweise stattfindenden Tierversuche zu streichen. Pro Jahr können wir so bereits rund 37 000 Tiere, darunter Ratten, Frösche, Kaninchen, Hunde, Katzen, Insekten und Krebse, vor einem Seziertod bewahren. Erfreulicherweise zieht das Projekt immer grössere Kreise, so dass wir, je nach unseren finanziellen Möglichkeiten, weitere interessierte Unis unter Vertrag nehmen und damit weiteren Tieren dieses Schicksal ersparen können.

Gemeinsam mit unserem europäischen Dachverband ECEAE setzten wir uns aktiv dafür ein, Chemikalien-Tierversuche im Rahmen der europäischen Chemikalienverordnung REACH zu verhindern, welche die Nachtestung von seit langem auf dem Markt befindlichen Substanzen fordert. www.datenbank-tierversuche.de – Wir machen die Absurditäten publik!Die Firmen dürfen bei Stoffen, die in Mengen von mehr als 100 Tonnen pro Jahr hergestellt werden, Tierversuche nicht einfach durchführen, sondern müssen Testvorschläge bei der zuständigen Chemikalienbehörde einreichen. Diese veröffentlicht die Anträge 45 Tage auf ihrer Internetseite. Unsere Experten überprüfen die Testvorschläge dahingehend, ob bereits Daten vorhanden sind oder ob es andere Gründe gibt, die Tierversuche nicht durchführen zu müssen. Ausserdem beraten wir Firmen, die Tierversuche, die ihnen die Chemikalienbehörde auferlegt, nicht durchführen möchten. So war der von uns unterstützte Einspruch der Firma Honeywell gegen die Durchführung eines qualvollen Inhalationstests mit einem Kühlmittel an 120 Kaninchen erfolgreich. In einem anderen Fall konnten wir verhindern, dass eine Firma Giftigkeitsstudien an über 1000 Ratten durchführen muss, da unsere Experten herausfanden, dass die geforderten Daten schon längst vorhanden waren. Insgesamt konnten wir bisher 10 000 Tiere vor einem Chemikalientod bewahren.

Kürzlich haben wir einen Animationsfilm «Unsinn Tierversuch» veröffentlicht, in dem die wichtigsten Argumente gegen Tierversuche in ansprechender und zugleich fundierter Weise veranschaulicht werden. Animationsfilm (2013) «Unsinn Tierversuche»In dem 6-minütigen Film wird mittels animierter Bilder an Beispielen verständlich erklärt, warum die Ergebnisse aus Tierversuchen für die Anwendung am Menschen unbrauchbar und oft sogar gefährlich sind. Obwohl Tierversuche unermessliches Leid für die Tiere bedeuten, wollen wir damit bewusst nicht durch reale Bilder abschrecken, sondern mittels Animation das Thema auf leichter verdauliche Weise veranschaulichen. Dem Zuschauer werden so kurz und prägnant zahlreiche Fakten aufgezeigt, die den Unsinn der Tierversuche klar vor Augen führen. Der Film hat auf dem YouTube-Kanal unseres Vereins bereits fast 50 000 Aufrufe und ist ausserdem auf DVD erhältlich.

In diesen Kunststoffgefässen wachsen Hautzellkulturen. An ihnen kann die Ätzwirkung von Substanzen festgestellt werdenEin grosser Hoffnungsträger sind unsere im Bundesgebiet wachsenden Arbeitsgruppen, die auf regionaler Ebene unsere Arbeit für eine tierversuchsfreie Forschung engagiert vorantreiben. Auch die freundschaftliche Zusammenarbeit mit Vereinen wie der AG STG, die mit vollem Engagement die gleichen Ziele verfolgen, erleichtert den harten Kampf für eine ethische und zukunftsfähige Forschung ohne Tierversuche. Dankenswerterweise hat uns die AG STG 5000 Franken gespendet, eine Summe, die dabei hilft, unsere tägliche Arbeit weiterzuführen, oder aber auch, konkrete Projekte wie die oben genannten zu verwirklichen. Unsere Ärztevereinigung dankt der AG STG und ihren Spendern und Mitgliedern herzlich für ihre wertvolle Unterstützung unserer Arbeit.

Ärzte gegen Tierversuche e.V.

autor Dipl.-Biol. Silke Bitz
Ärzte gegen Tierversuche e.V.
www.aerzte-gegen-tierversuche.de

 


Fotos: zur Verfügung