Quellenangaben: Haltlose Versprechen in der Hirnforschung - Neue Affenversuche an der Uni und der ETH Zürich

1 http://www.newscientist.com/article/dn11589-macaque-joins-the-genome-hall-of-fame.html#.VIl60DloSqQ, Zugriff: 01/2015

2 http://pcrm.org/research/animaltestalt/animaltesting/dangerous-medicine-examples-of-animal-based-tests, Zugriff: 01/2015

3 http://www.uniprotokolle.de/Lexikon/Mensch.html#Genetische_Verwandtschaft, Zugriff: 01/2015

4 Innovation Stagnation. Challenge and Opportunity on the Critical Path to New Medical Products. U.S. Department of Health and Human Services. Food and Drug Administration (FDA) (2004). Verfügbar unter http://www.fda.gov/downloads/ScienceResearch/SpecialTopics/CriticalPathInitiative/CriticalPathOpportunitiesReports/UCM113411.pdf, Zugriff: 01/2015

5 Crawford, Lester M. Speech before PhRMA Annual Meeting. FDA (U.S. Food and Drug Administration) (2004). Verfügbar unter http://www.fda.gov/NewsEvents/Speeches/ucm053576.htm, Zugriff: 01/2015

6 FDA Drug Review: Postapproval Risks 1975-1985. U.S. General Accounting Office, Washington D.C. (1990). Verfügbar unter http://www.gao.gov/products/PEMD-90-15, Zugriff: 01/2015

7 Ruhdel, I. W., Sauer, U. G. (1998) Primatenbericht - Bericht über die Verwendung von Primaten zu wissenschaftlichen Versuchszwecken in der Europäischen Union und über deren Herkunft und Haltung, Deutscher Tierschutzbund e.V., Akademie für Tierschutz

8 Rusche, B., Apel, W. (2001) Nerv getroffen. Ein Jahrzehnt Hirnforschung an der Universität Bremen - Forschungsaussagen: Ethische Bewertung. Realität, Deutscher Tierschutzbund e.V./ Bremer Tierschutzverein e.V., ISBN: 3-924237-12-3

9 http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/wissenschaftliche-studien, Zugriff: 01/2015

10 http://www.blv.admin.ch/themen/tierschutz/00777/index.html?lang=de, Zugriff: 01/2015

11 http://www.gensuisse.ch/sites/default/files/gendialog-forschung_an_primaten.pdf, Zugriff: 01/2015

12 Bundesamt für Veterinärwesen (1995) 'Einteilung von Tierversuchen nach Schweregraden vor Versuchsbeginn (Belastungskategorien)'. Verfügbar unter http://www.blv.admin.ch/themen/tierschutz/00777/index.html?lang=de, Zugriff: 01/2015

13 Bericht der Eidgenössischen Kommission für Tierversuche (EKTV) und der Eidgenössischen Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausser- humanbereich (EKAH) (2006) 'Forschung an Primaten – eine ethische Bewertung'. Verfügbar unter http://www.blv.admin.ch/themen/tierschutz/00777/03579/index.html?lang=de, Zugriff: 01/2015

14 Interview „Verstehen, wie das Gehirn funktioniert“ in taz Bremen, 28.04.1997

15 http://www.bger.ch/index/juridiction/jurisdiction-inherit-template/jurisdiction-recht/jurisdiction-recht-urteile2000.htm, Zugriff: 01/2015 (Fall 2C_421/2008 und 2C_422/2008)

16 http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19995395/index.html#a120, Zugriff: 01/2015

17 http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20022103/index.html#a3, Zugriff: 01/2015

18 http://www.snf.ch/SiteCollectionDocuments/dos_primatenversuche_abs_06.pdf#search=The%20effects%20of%20perceptual%20learning%20on%20visual%20cortex%20neurons, Zugriff: 01/2015

19 http://www.uzh.ch/news/articles/2007/2476.html, Zugriff: 01/2015

20 http://www.uzh.ch/news/articles/2007/2514.html, Zugriff: 01/2015

21 http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Das-Hirn-spuert-keinen-Schmerz/story/31734993, Zugriff: 01/2015

22 http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Das-Hirn-spuert-keinen-Schmerz/story/31734993, Zugriff: 01/2015

23 http://www.unifr.ch/spccr/about, Zugriff: 01/2015

24 http://p3.snf.ch/project-150801, Zugriff: 01/2015

25 http://p3.snf.ch/project-150833, Zugriff: 01/2015

26 http://www.ourhenhouse.org/AyshaAkhtarEpisode208.pdf, Zugriff: 01/2015

27 Akhtar, A. (2006) 'Neurological Experiments: Monkey See...But Not Like Humans'. Verfügbar unter http://pcrm.org/research/animaltestalt/animaltesting/neurological-experiments-monkey-not-like-humans, Zugriff: 01/2015

28 http://www.vero.org.uk/MariusMaxwell2.pdf, Zugriff: 01/2015

29 http://www.vero.org.uk/ExperimentalTheatre.pdf, Zugriff: 01/2015

30 http://cav.asso.fr/en/parkinson.html, Zugriff: 01/2015

31 Hall, SD. et al., (2005) 'The missing link: analogous human and primate cortical gamma oscillations.', NeuroImage, vol. 26. Verfügbar unter http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15862200, Zugriff: 01/2015

32 http://www.drhadwentrust.org/current-portfolio/magnetoencephalography, Zugriff: 01/2015

33 http://www.navs.org.uk/about_vivisection/49/71/2522/, Zugriff: 01/2015

21. November 2014 (Bern): AG STG Petitionsübergabe Air France

21. November 2014 - AG STG Petitionsübergabe Air France in Bern 21. November 2014 - AG STG Petitionsübergabe Air France in Bern
21. November 2014 - AG STG Petitionsübergabe Air France in Bern 21. November 2014 - AG STG Petitionsübergabe Air France in Bern


Die Medienmitteilung zu dieser Aktion können Sie lesen unter:
Medienmitteilung vom 21. November 2014 - Petitionsübergabe Air France Tiertransporte

 

14. Dezember 2014 (Winterthur): Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck

14. Dezember 2014 - Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck in Winterthur 14. Dezember 2014 - Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck in Winterthur
14. Dezember 2014 - Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck in Winterthur 14. Dezember 2014 - Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck in Winterthur
14. Dezember 2014 - Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck in Winterthur 14. Dezember 2014 - Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck in Winterthur

 
Die Medienmitteilung zu dieser Aktion können Sie lesen unter:
Medienmitteilung vom 14. Dezember 2014 - Engel verteilen in Winterthur vergiftetes Weihnachtsgebäck

 

September 2014 bis Februar 2015: Diverse Aktionen, bei welchen die AG STG mitwirkte (teilweise von anderen Organisationen organisiert)

AG STG Infostand am Filmvestival in Chur Protest gegen Affenversuche
Demo in Tübingen gegen Affenversuche - die AG STG war mit dabei Demo in Tübingen gegen Affenversuche - die AG STG war mit dabei
Demo gegen die Affentransporte der Air France am Flughafen Basel Demo gegen die Affentransporte der Air France am Flughafen Basel
 Demo gegen die Affentransporte der Air France am Flughafen Zürich  Demo gegen den Ausbau der Tierversuche an der Uni Bern

 


Erstellungsdatum: 02.03.2015
Bildquellen: AG STG, LSCV, TIF, Tierrechtsgruppen Zürich und Basel

DAS TIER + WIR - Stiftung für Ethik im Unterricht

DAS TIER + WIR

15 Minuten vor Unterrichtsbeginn treffen die Tierethiklehrerin und ihr Hund im Schulzimmer ein, wo sie von der Lehrkraft freundlich begrüsst werden. Nachdem sie sich eingerichtet haben, treffen auch schon die Schüler und Schülerinnen ein. Der Hund, der brav auf seiner Decke liegt, beobachtet die eintretenden Kinder interessiert – er weiss, dass er sie bald begrüssen und viele Streicheleinheiten geniessen darf.

Doch zuerst werden die Kinder angehalten, sich zu setzen. Viele Kinder haben keine Erfahrung im Umgang mit Hunden. Deshalb lernen sie zuerst ein paar wichtige Verhaltensregeln, damit die Begegnung für beide Seiten angenehm und sicher vonstatten gehen kann. Der persönliche und direkte Kontakt mit dem Hund ist für die Kinder und Jugendlichen ein herzöffnendes Erlebnis und macht den Einstieg ins nicht so einfache Thema «Tierschutz und Tierethik» leicht und freudvoll. In zwei Gruppen beantworten danach die Schüler und Schülerinnen in Mindmap-Form auf zwei A3-Blättern die Fragen «Welche Gefühle kennst du?» und «Wie möchtest du von andern Menschen behandelt werden?» Beim nachfolgenden Vergleich mit Tieren erkennen die Kinder schnell, dass wir eigentlich gar nicht so verschieden sind – Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse sind bei Mensch und Tier ziemlich ähnlich.

Auf dieser Basis werden verschiedene Tierschutz-Themen wie Umgang mit Haustieren, Zirkus und Zoo, Pelz, Massentierhaltung, Tierversuche usw. genau beleuchtet und betrachtet. Mit Hilfe von altersgerechten Kurzfilmen werden die Kinder und Jugendlichen über die aktuellen Zustände informiert. Damit sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen vertieft auseinandersetzen, sich eigene Gedanken machen und eine eigene Meinung bilden können, gestalten sie in der Zwischenwoche je nach Alter Mindmaps oder Plakate (siehe Bilder).

 

Schülerzeichnungen zum Thema «glückliche Tiere» Schülerzeichnungen zum Thema «traurige Tiere»

Auseinandersetzung mit Tierschutzthemen in der Vertiefungsarbeit

Gruppenarbeit «Plakat» (wie Tiere leben möchten/gehalten werden)


Selbstverständlich werden nur Bereiche thematisiert, auf die die Kinder im entsprechenden Alter auch Einfluss nehmen können. In der zweiten Doppellektion geht es nämlich genau darum: «Wie kann ich mit meinem (Konsum-)Verhalten dazu beitragen, dass sich die Situation der Tiere verbessert? Wo kann ich aktiv Tierleiden verhindern oder zumindest nicht unterstützen?» Die Lösungen werden gemeinsam erarbeitet – die Umsetzung jedoch liegt in der Eigenverantwortung jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers.

EInteressiert machen die Kinder mit beim Unterrichtrfreulicherweise benötigen die Kinder kaum Hilfe beim Finden der Lösungen. Indem sie sich in die Lage der Tiere versetzen, wissen sie sehr genau, was sich diese wünschen würden. Damit der Tierethikunterricht nachhaltig ist, wird der Lehrkraft im Anschluss an die zwei Doppellektionen diverses Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt, das ihr die Vertiefung der Thematik ermöglicht.

Das Angebot von «DAS TIER + WIR – Stiftung für Ethik im Unterricht» wurde im Jahr 2002 von Frau Erica Kalika Blöchlinger ins Leben gerufen. Zusammen mit ein paar ihrer ehemaligen Schülerinnen aus ihrem Raum der Stille in Bern gründete sie den Verein, den sie im Jahr 2006 in eine Stiftung umwandelte. Seit nunmehr 12 Jahren finanziert sie den für Schulen kostenlosen Tierethikunterricht mit ihrem Privatvermögen und leistet damit einen nachhaltigen und überaus wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der nächsten Generationen. Zusätzlich zum kostenlosen Tierethikunterricht erhält jedes Kind eine der Stiftungspublikationen. Die liebevoll illustrierte Geschichte «Tiere brauchen deine Hilfe» erhalten die Kinder der Unterstufe und das informative Tierschutzhandbuch «Wusstest du, dass …?» die Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe.

Tiere schützen macht glücklichDas Angebot steht allen Schulen und Bildungsinstitutionen in der Schweiz offen. Um eine Tierethiklehrerin einzuladen, finden interessierte Lehrkräfte auf der Homepage der Stiftung www.tierundwir.ch ein Formular zum Ausfüllen, oder sie können sich per E-Mail oder telefonisch bei der Geschäftsleitung melden. Mit einer Spende und der Weiterempfehlung unseres Angebots helfen Sie mit, dass noch viele Schulklassen in den Genuss der Tierethiklektionen kommen können und die Kinder und Jugendlichen für die Tiere sensibilisiert werden.


Wir danken der AG STG sehr herzlich für ihre grosszügige finanzielle Unterstützung.

autor Maya Conoci Geschäftsführerin und Tierethiklehrerin

 

DAS TIER + WIR

Stiftung für Ethik im Unterricht

Geschäftsleitung / Sekretariat
Bruster 5, 8585 Langrickenbach
+41 (0)71 640 01 75 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.tierundwir.ch

Unser Spendenkonto: BEKB 30-106-9, IBAN: CH50 0079 0042 9238 0049 7

Alle Spenden sind steuerlich absetzbar, da wir gemeinnützig sind.

 

Teilzeit-Stellenangebot Westschweiz

Die Stiftung für Ethik im Unterricht – DAS TIER + WIR (www.tierundwir.ch) expandiert in die Westschweiz und sucht für die französischsprachige Region eine Tierethiklehrerin / einen Tierethiklehrer.



Wir erwarten:


• Französisch und Deutsch sprechend (bilingue) für
die Westschweiz

• Wohnhaft in der Westschweiz

• LehrerIn oder andere pädagogische Ausbildung / Erfahrung

• VeganerIn / VegetarierIn

• Grundwissen Tierschutz / -recht / -ethik und Interesse daran

• Sympathisches und diplomatisches Auftreten

• Wortgewandtheit und Freude am undogmatischen Austausch
mit SchülerInnen

• Mobilität (Auto)

• Zeitliche Flexibilität



Wir bieten:


• Zeitgemässen Lohn

• Schulung für den Einsatz in den verschiedenen Klassenstufen

• Einführung in die Stiftungsabläufe

• Unterrichtsmaterial

• Vermittlung von Einsätzen in Schulen



Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme mit unserer Geschäftsleiterin Maya Conoci, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel. 071 640 01 75

DAS TIER + WIR – Stiftung für Ethik im Unterricht, Bern
Geschäftsstelle: Bruster 5, 8585 Langrickenbach, Tel. 071 640 01 75
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , www.tierundwir.ch

 


Erstellungsdatum: 26.02.2015
Fotos: Zur Verfügung

Projekt «Tiere retten mit Computern» - Tierversuchsfrei studieren in der Ukraine

Tierversuchsfrei studieren in der Ukraine

Seit 2008 betreibt der deutsche Verein Ärzte gegen Tierversuche ein äusserst erfolgreiches Projekt in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, insbesondere der Ukraine. Dabei werden Universitäten mit tierversuchsfreien Lehrmitteln wie Computersimulationen, Filmen, Modellen, Laptops und Beamern ausgestattet. Im Gegenzug verpflichten diese sich, auf die entsprechenden Tierversuche im Studium zu verzichten. Bislang wurden Verträge mit den Leitern von 41 Universitätsinstituten in 15 Städten der Ukraine sowie sechs Instituten in Kirgisien und einem in Usbekistan geschlossen. Pro Jahr werden so über 47 000 Tiere wie Ratten, Frösche, Kaninchen und auch Hunde und Katzen vor einem qualvollen Tod bewahrt. Die AG STG hat dieses Mut machende Projekt mit 5000 Franken unterstützt.

In Ex-Sowjetländern besteht ein grosses Potential, Tierversuche im Studium durch tierversuchsfreie Lehrmethoden zu ersetzen. Viele Hochschullehrer sind gegenüber den modernen, computergestützten Lehrmethoden aufgeschlossen. Meist mangelt es nur an Informationen und Finanzmitteln. Wir schaffen auf beiden Ebenen Abhilfe. So können mit relativ einfachen Mitteln konkret Tierleben gerettet werden.

Grosses Interesse: Usbekische Studenten mit einem HundemodellDie an den Universitäten in diesen Ländern durchgeführten Tierversuche in der studentischen Ausbildung erschrecken nicht nur durch die hohen Tierzahlen von zum Teil über 1000 Tieren pro Kurs, sondern auch durch die Grausamkeit. So werden mit Elektroden Messungen im Gehirn von Katzen durchgeführt, an Hunden werden Operationen geübt, Fröschen wird bei vollem Bewusstsein der Kopf mit einer Schere abgeschnitten und das Rückenmark ausgebohrt, bei Ratten wird Sauerstoffmangel, bei Kaninchen Organversagen und bei Mäusen Überhitzung ausgelöst. Ratten werden mit elektrischem Strom durchströmt, oder ihnen wird das Kleinhirn oder die Schilddrüse entnommen, um die Auswirkungen zu studieren.

So war es früher: Studenten sezieren einen FroschDiese Grausamkeiten werden oft aus alter Gewohnheit durchgeführt. In Zeiten der UdSSR gab es einen strengen Katalog an Experimenten, der abgearbeitet werden musste. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Unabhängigkeit der einzelnen Länder wurden die Institutsleiter freier in der Gestaltung der Praktika. Viele blieben bei den Tierversuchen. Ratten sind billig zu züchten. Hunde und Frösche kosten gar nichts, man schickt einfach ein paar Studenten los, welche zu fangen. So war es halt immer. Die Strategie unseres Projektes, das wir in Zusammenarbeit mit InterNICHE, dem Internationalen Netzwerk für humane Lehre, durchführen, ist es, zunächst die Institutsleiter von den modernen Lehrmitteln zu überzeugen. Dazu initiieren wir Vorführungen an den Unis. Sehr oft stossen wir dabei auf enormes Interesse. Gemeinsam werden dann geeignete tierversuchsfreie Lehrmittel für den jeweiligen Kurs ausgewählt. Damit Computerprogramme genutzt werden können, sind ein Laptop und ein Beamer nötig. Die Institute sind fast alle äusserst ärmlich ausgestattet.

Erfolgreicher Einsatz: Projektleiter Dimitrij Leporskij überreicht Mikhail Pushkar von der Medizinischen Hochschule Vinnitsa (Ukraine) gespendete LehrmaterialienMit dem Vertrag, der dann bei Übergabe der Materialien unterzeichnet wird, verpflichten sich die Institutsleiter, auf die Tierversuche in dem entsprechenden Kurs dauerhaft zu verzichten. Nach ca. einem Jahr gibt es einen weiteren Besuch von uns, um den Einsatz der Materialien zu kontrollieren. Darüber hinaus sind wir in ständigem Kontakt. Die allermeisten Professoren sind sehr zufrieden und äusserst dankbar, da unsere Spenden nicht nur eine humanere, sondern auch eine modernere Lehre bieten. Unentbehrlich bei allen Aktivitäten ist unser ukrainischer Projektleiter, der Biologe Dimitrij Leporskij.

 

 


Damit der Stein noch etwas schneller rollt

Damit der Stein, den wir in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion ins Rollen gebracht haben, noch etwas schneller rollt, haben wir eine Projekt-Seite in Russisch, Ukrainisch und Deutsch eingerichtet. Bisher sind neue Interessenten über Anschreiben oder Mundpropaganda rekrutiert worden. Neben Details zu den einzelnen Instituten, mit denen wir Verträge geschlossen haben, bietet die Seite Informationen über tierversuchsfreie Lehrmethoden, Berichte von begeisterten Professoren sowie Argumente gegen Tierversuche in der Forschung. Ziel ist es, durch das Aufzeigen positiver Erfahrungen weitere Kursleiter zur Umstellung zu motivieren. Ausserdem soll die Seite Whistleblowern die Möglichkeit geben, uns zu informieren, falls die Verträge nicht eingehalten werden. Moderne Lehre setzt sich durch: Computersimulationen veranschaulichen physiologische ProzesseBisher gab es jedoch noch keinerlei Beschwerden. Einige Interessenten vor allem aus Russland hat die Seite bereits generiert.

Die meisten Computersimulationen und Filme stammen aus dem angloamerikanischen Raum. Englischkenntnisse sind in der Ukraine usw. aber nicht sehr verbreitet. Landessprachige Filme und Software sind ungemein wichtig, um die Akzeptanz für moderne Lehrmittel zu erhöhen und eine Umstellung auf tierversuchsfreie Kurse voranzutreiben. So haben wir die Übersetzung bzw. Produktion russischsprachiger Lehrmaterialien finanziert. Durch Pressekonferenzen und Medienberichte haben wir zudem eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit angestossen.

 

Humane Ausbildung in Zeiten des Krieges

Simferopol auf der Halbinsel Krim ist unsere «beste» Stadt. Nicht weniger als acht Verträge haben wir hier geschlossen. Im Jahr 2011 hat die Nationale Universität Simferopol sogar den von unserer Vereinigung und InterNICHE verliehenen Preis für die tierfreundlichste Uni der Ukraine bekommen. Trotz der Annexion der Krim durch Russland wurde der eingeschlagene Weg nicht verlassen. Und selbst in der blutig umkämpften Ostukraine sind die gespendeten Materialien weiterhin im Einsatz. Die Universität Donezk war wegen der Kämpfe zeitweilig geschlossen, und es wurden für die Studenten Fernkurse eingerichtet, Dank unseres Projektes dem Tod entronnen: Ein Frosch wird freigelassenwobei unseren Multimediaprogrammen eine besondere Bedeutung zukam.

Das Projekt ist äusserst vielschichtig und aufwendig, und manchmal gibt es auch Rückschläge, wenn sich z.B. nach Verhandlungen und Vorführungen ein Dozent doch nicht entschliessen kann, auf tierversuchsfreie Lehrmittel umzustellen. Dennoch ist dies eine der wenigen Möglichkeiten, konkret Leid und Tod von Tieren zu verhindern. Ausserdem lassen wir so die Spirale der Gewalt an den Hochschulen, bei denen angehende Mediziner und Biologen auf die brutale Ausbeutung von Tieren getrimmt werden, etwas weniger schnell drehen.


Die Ärzte gegen Tierversuche danken der AG STG und ihren Mitgliedern für die grosszügige Unterstützung dieses lebensrettenden Projektes.

autor Dr. med. vet. Corina Gericke Ärzte gegen Tierversuche e.V.
www.aerzte-gegen-tierversuche.de

 


Erstellungsdatum: 26.02.2015
Fotos: Zur Verfügung

Parco dell’Abatino - Monique und Sara spielen mit Saras Armband

Spannende Wochen der «Bambine»

Es war ein langer und ereignisreicher Sommer im Abatino, der voller Überraschungen steckte. Spezielle Wochen für die «Bambine» (Mädchen) waren dabei die Kurse (siehe unten), deren Teilnehmer sie interessiert beobachteten. Sie bewunderten die lebendigen Farben eines Kleidungsstückes, schlichen ein glitzerndes, baumelndes Armband an, vergnügten sich beim Versuch, Brillen von zerstreuten Teilnehmern zu stehlen oder ein farbiges Handy zu entwenden. Mit offenem Mund bewunderten sie einen Fotoapparat. Sie lernten auch viele neue Düfte und Geschmäcke kennen.

Im letzten Sommer hatten wir theoretische sowie praktische Ausbildungskurse zur Leitung von Refugien und Rehabilitationszentren durchgeführt. Diese organisierten wir von «Vitadacani onlus» im Parco Funistico in Piano dell’Abatino. Es gab drei Kurse (vom 6. bis 12. Juli, vom 19. bis 26. Juli und vom 2. bis 9. August 2014). Gruppenfoto der Teilnehmer im August-KursDas Ziel dieser Wochen war zum einen, Gelder für den Unterhalt der «Bambine» zu sammeln. Auch machten wir damit den wunderschönen Park, in welchem sie geschützt leben können, bekannter. Zudem wurden die Teilnehmer für die Realisierung und Leitung von Refugien für Tiere ausgebildet (Pflege von wilden, verletzt aufgefundenen Tieren, damit diese wieder in ihr Habitat entlassen werden können; Pflege von exotischen Tieren, die – oft illegal – in unserem Land gestrandet sind; Pflege von geretteten «Versuchs-» und «Nutztieren», welche aus Labors oder vor der Fleischindustrie gerettet wurden).


Die «Bambine» genossen diese spannende Abwechslung und die rege Aufmerksamkeit, die sie erhielten. Die volle Aufmerksamkeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter war nur für sie – die Königinnen des Parks – da. Wenn man geduldig war, konnte man sie in Ruhe beobachten. Auf Zehenspitzen, um sie nicht zu stören, haben die Kursteilnehmer gelernt, sie leise mit ihren Namen zu rufen und sie in der Gruppe zu unterscheiden.

 

Erlebnisse und Einblicke in das Leben der «Bambine»

Monique lockert meine Haare auf. In Wirklichkeit ist ihr Ziel jedoch ein anderes – sie will meine Haarspange ergreifen. Sie ist immer sehr neugierig auf die silbernen Haarspangen. Diese glänzen bewundernswert im Sonnenlicht. Als es nicht so einfach klappt, versucht Monique sie aus meinen Haaren zu reissen, und sie bedroht mich dabei mit ihrem Mund – so halt, wie nur sie es machen kann :-). Hinter ihr schaut klammheimlich Andy (auch ein Weibchen) diesem Spiel zu. Dabei kratzt sie genüsslich ihren Fuss, als ob nichts wäre. Wenn man sie ansieht, schaut sie gleich woanders hin und tut so, als ob sie uns nicht bemerkt hätte. Jedoch ihre Neugier ist stärker: Auf leisen Sohlen kommt Andy uns immer näher.

Monique nähert sich vorsichtig den Besuchern

Andy spielt mit ihrem Fuss und beobachtet uns dabei heimlich

Shiva scheint in ihren Gedanken verloren. Sie sieht so aus, als ob sie in ihrem Gedächtnis etwas suchte. Vielleicht erinnere ich sie an jemanden aus ihrem vergangenen Leben, jemanden, den sie aus der Ferne kennt? Sie zieht eine Augenbraue hoch und sieht mich irgendwie finster und fragend an. Dabei bewegt sie sich majestätisch langsam den Bäumen und Brettern in der Voliere entlang. Plötzlich rennt sie hoch hinauf und beobachtet uns von dort oben. Sie sieht wirklich wie Shiva – die Göttin – aus und schaut, wie wenn irgendein gemeines Wesen sie aus den herrlichen Urwäldern oder aus dem ruhigen Tempel herausgerissen und bis hierher verschleppt hätte. Und so beobachtet sie mich nachdenklich, ob ich nicht irgendwo in ihrer Erinnerung vorkomme.

 
Viola wartet auf das Essen. Sie ist die Chefin und isst immer als ersteMonique versucht uns mit einem «witzigen» Gesicht zu erschreckenDann plötzlich während dieses magischen Augenblickes kommt Viola und «zerstört» alles :-). Wie immer schreit sie laut, und alle «Bambine» hören mit der Tätigkeit, mit welcher sie gerade beschäftigt waren, auf. Viola «fordert», dass alle sich auf sie konzentrieren, dass alle, wenn auch nur für einen Augenblick, alles andere vergessen. Kurz danach geht alles wieder weiter wie vorher. Jede macht dort weiter, wo sie unterbrochen wurde. Danach beginnen das kollektive Pflegen des Felles, die Umarmungen und die zärtlichen Streicheleinheiten.

Plötzlich ist die Nacht da. Und ich beginne zu denken wie Shiva. Es sind magische Tage, magische Augenblicke zwischen Zauberei und Staunen. Wir sind weit weg von der Welt in der Mitte des Waldes, der uns beherbergt, verloren zwischen den Affen. Von aussen betrachtet sieht es aus wie eine andere Welt, mit verschiedenen Farben, Lauten, Düften und verlorenen, vergessenen Nuancierungen. Es ist fast Vollmond. Er durchscheint silbrig die Blätter der Bäume. Man sieht keine Sterne, ist verloren im weissen Lichterglanz des Mondes. Die Ruhe füllt die Nacht aus. 

Viola untersucht etwas, das wir mitgebracht haben. Sie ist sehr neugierig und untersucht alles Giulio (Saras Sohn) ist ein grosser Freund der «Bambine»

Ein weisser Hund – von uns Bianca genannt – wacht vor unserer Türe. Die Türe des Häuschens ist von Efeu bedeckt, in dem sich das Leben vieler Insekten und Schnecken abspielt. Bianca hat eine Hütte, aber sie bleibt lieber hier, auf der Fussmatte der ehrenamtlichen Mitarbeiter und Teilnehmer des Praktikums. Ihr unsicheres Bellen durchdringt ab und zu die stille Ruhe der Nacht.

Die Mädchen schlafen selig im Mondschein. Gogò, eine wunderschöne Cocker-Spaniel-Hündin, die mit uns mitgekommen ist, legt sich hin unter den schimmernden Olivenbäumen. Dann hört man die Stimme eines Nachtvogels und plötzlich von weit weg das fragende Singen eines Gibbons.
Und damit ist ein weiterer glücklicher Sommer im Leben der «Bambine» vorbei.

Im nächsten Sommer wiederholen wir diese magische Erfahrung. Wir warten auf euch! – Freunde der «Bambine», kommt und lernt sie kennen!

 Herzlichen Dank an die AG STG für ihre grosszügige finanzielle Unterstützung.

autor Cristina und Sara und das Team von Vitadacani onlus
www.vitadacani.org

 


Erstellungsdatum: 26.02.2015
Fotos: Zur Verfügung