Medienmitteilung der AG STG vom 03. Oktober 2008, 11 Uhr

Zum Welttierschutztag am 04. Oktober 2008:
Risiken und Nebenwirkungen von Botox - Stoppt Botox-Tierversuche!

Bonaduz (ots) Immer mehr Menschen träumen von der ewigen Jugend und lassen sich Botox spritzen – was aber viele nicht wissen oder nicht wissen möchten, ist: Für die vermeintliche Sicherheit jeder einzelnen Produktionseinheit müssen unnötigerweise 100 bis 300 Mäuse sterben. Mehr als die Hälfte dieser grausamen Tierversuche werden für kosmetische Anwendungen von Botulinumtoxin-Produkten (u. a. Botox) gemacht.

Die AG STG fordert die Herstellerfirmen schon länger dazu auf, endlich auf tierversuchsfreie Testmethoden umzusteigen. Wieder ist ein Jahr vergangen, wieder mussten alleine für die Produktion von Botulinumtoxin-Produkten gegen 300 000 Mäuse qualvoll sterben, und immer noch haben die Hersteller keine tierversuchsfreie Testmethode validiert. Dies ist ein Desaster ohnegleichen und absolut nicht zu verantworten.

Dies nicht nur wegen der unnötig getöteten Tiere sondern auch wegen uns Menschen.
Die Gefahren und Risiken von Botulinumtoxin-Produkten werden immer deutlicher.
Dem Deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) liegen 210 Berichte unerwünschter Nebenwirkungen vor, darunter auch einige Todesfälle.
Anfangs 2008 hatte die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA vor Botox-Nebenwirkungen gewarnt, nachdem spastisch gelähmte Kinder an den Folgen der Behandlung gestorben waren. Und auch in der Schweiz werden die ersten Todesfälle in Verbindung mit Botox vermutet.
Der grausame LD50-Test, der immer noch für jede einzelne Charge durchgeführt wird, konnte die gefährlichen Nebenwirkungen weder vermuten noch verhindern. Es darf doch nicht sein, dass infolge unsicherer Testmethoden, für kosmetische Produkte Todesfälle in Kauf genommen werden?

Wir fordern nun die Hersteller von Botulinumtoxin-Produkten ein weiteres mal dazu auf:

  1. Die zur Verfügung stehende tierversuchsfreie Testmethode sofort zu validieren und anzuwenden und auf den LD50-Test konsequent zu verzichten.
  2. Mit den anderen Herstellern von Botulinumtoxin-Produkten im kosmetischen wie im medizinischen Bereich zusammenzuarbeiten, damit gemeinsam ein Testverfahren validiert wird.
  3. Setzen Sie sich gemeinsam für eine Streichung des LD50-Tests bei der Swissmedic (Schweizerisches Heilmittelinstitut), der OECD und im Europäischen Arzneibuch ein.

Um diese Forderungen zu verstärken, wird die AG STG im Rahmen ihrer andauernden «Botox-Kampagne» in den kommenden Monaten noch einige Protestaktionen lancieren.
Sie finden unsere Kampagnenseite mit vielen weiteren Informationen über Botox unter: http://www.agstg.ch/botox.html

Tierversuche können uns keine Sicherheit bieten - Für die Abschaffung der Tierversuche!


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