Hundewelpen und junge Katzen zu Tode experimentiert - Verdeckte Recherche in England offenbart extremes Leid - Medienmitteilung der AG STG

Medienmitteilung der AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Verdeckte Recherche in England offenbart extremes Leid

6. März 2014, Bonaduz

Eine aktuelle verdeckte Recherche der BUAV (British Union for the Abolition of Vivisection) offenbart erneut die schockierende Grausamkeit, die tägliche Realität für Tiere in Versuchslabors in aller Welt ist. Gefilmt wurde heimlich in einem britischen Labor für Tierimpfstoffe der Firma Merck, Sharp & Dohme (MSD) Animal Health, die an Hundewelpen und jungen Katzen sowie anderen Tieren experimentiert.

Über acht Monate hinweg wurde in dem Labor dokumentiert, was den Tieren widerfährt. Das Leid der Tiere fängt schon lange vor den eigentlichen Versuchen an. Zu den körperlichen Qualen kommt das seelische Leid. So ist dokumentiert, dass trächtige Hundeweibchen angeliefert und die Hundewelpen viel zu früh ihren Müttern weggenommen wurden, um schliesslich in Impfstofftests zu Tode zu kommen. Die Hundemütter wurden einfach «entsorgt». Acht Wochen alte Katzenbabys wurden in das britische Labor gebracht und erlitten durch die Versuche starken Gewichtsverlust, hohes Fieber und Geschwüre. In dem Video ist auch zu sehen, welch würdelosen Umgang fühlende Wesen hinter verschlossenen Labortüren erleben müssen. Zum Beispiel sagte ein Mitarbeiter zu einem Katzenbaby: «Du bist fertig, du kannst in den Mülleimer.»

Allein während der Recherchearbeiten wurden 92 Beaglewelpen, 10 säugende Beaglemütter, mindestens 15 Katzenbabys sowie Kaninchen, Kälber und Hühner für eine fragwürdige Forschung geopfert.

Die von der BUAV aus hermetisch abgeriegelten Labors an die Öffentlichkeit gebrachten Aufnahmen bestätigen erneut die Tatsache, dass Tierversuche unglaublich grausam sind und Tiere wie Wegwerfartikel behandelt werden. Zudem stellt sich einmal mehr die Frage nach der angeblichen Wissenschaftlichkeit des Tierversuchs. Ergebnisse, die auf Todesqualen basieren, können und dürfen in unserer modernen Gesellschaft nicht als gute Wissenschaft gelten.

Für eine sinnvolle Forschung zum Nutzen von Mensch und Tier
Die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren hinsichtlich Anatomie, Physiologie und Stoffwechsel sind zu gross, als dass Ergebnisse aus Tierversuchen auf Menschen übertragen werden könnten. Viele Krankheiten, die bei Menschen vorkommen, gibt es bei Tieren nicht. In Tierversuchen entstehen falsche Ergebnisse, die für uns Menschen nicht nur wertlos, sondern oft sogar gefährlich sind, denn falsche Ergebnisse bedeuten immer grosse Risiken für die Menschen.
Es gibt zahlreiche innovative, tierfreie Forschungsmethoden, die Ergebnisse liefern, die direkt auf den Menschen übertragbar sind. In-vitro-Systeme umfassen eine Vielzahl verschiedener Testmethoden. Mit menschlichen Zell- und Gewebekulturen lässt sich z.B. die Wirksamkeit von potentiellen Medikamenten überprüfen. Mit mathematischen Computermodellen kann man den menschlichen Organismus und dessen Stoffwechselvorgänge simulieren.

Weitere Information und Videos (Englisch) : http://www.buav.org/article/1489/buav-investigation-reveals-shocking-killing-of-puppies-and-kittens-in-uk-laboratory

Die aktuelle Broschüre «Die Medizin der Zukunft – Die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschung» finden Sie als PDF unter: http://www.agstg.ch/downloads/flyer/agstg-prospekt_medizin-der-zukunft-tierversuchsfreie-forschung_de.pdf

Kontaktdaten für Medienmitarbeiter unter: Medien Kontakt

Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.